Banks Peninsula und Christchurch

Am 28.11.18 machten wir uns in der Mittagszeit auf den Weg nach Christchurch. Die Fahrt führte uns vorbei an Raps-, Getreide- und Kleefeldern. Schafe, Rinder und Wild grasten auf den Weiden – alles war flach wie auf Fehmarn. 😉
Bei einem Regenspaziergang durch den Stadtpark sahen wir in Ashburton große Sequoiabäume und beobachteten Wellensittiche, Papageien und Pfaue, die in Volieren lebten. Auch in Masterton sahen wir vor einigen Tagen (6.2.19) eine Voliere im Park. Das scheint hier in kleinen Städten wohl üblich zu sein. 😇

Unsere Zwischenübernachtung in Ellesmere am Selwyn River war o.k., aber wir haben nicht einmal ein Handyfoto dort gemacht. 😳

Als wir am nächsten Tag zur Banks Peninsula fuhren, waren die meisten Camper schon abgefahren. 🙃
Die Halbinsel ist wieder hügelig, daher die Fahrt auch recht kurvig. Ein Gruppe französischer Siedler erreichte diese Gegend noch vor den Engländern und gründete hier ihre Kolonie „Presqu`ile de Banks“. 🇫🇷Die Straßennamen in dem kleinen Ort Akaora (maorisch: langer Hafen) erinnern an diese Zeit und sollen wahrscheinlich auch Touristen anziehen. 
Denn früher hießen sie nicht Rue Jolie oder Rue Lavaud sondern xxx-Street. Dies erzählte uns die freundliche Frau, die uns in ihrer Fischbude einen besonders leckeren Fisch zubereitete. 🐟🍟„Alles Marketing!“, sagte sie. Da sie schon seit Jahrzehnte hier wohnt, muss sie es ja wissen. 😊 Trotzdem genossen wir die Stimmung in diesem Ort, wanderten zum Leuchtturm, machten einen Bushwalk und gönnten uns einen Cappucchino & Crêpe. ☕️
Bei unserem Spaziergang sahen wir riesige Bottiche, die an die florierende Walfangindustrie der Maori um 1820 erinnerten. 🐳 Als wir den herrlichen Freedomplatz entdeckten, war die Freude natürlich groß. Hier bereitete Werner den leckeren Lachs aus Twizel zu, ein Gedicht!! 🐟

Am 30.11.19 machten wir uns früher auf den Weg und kamen noch vor 10 Uhr in Christchurch an, nachdem wir unsere Flaschen, Dosen und Kartons zur Recycling Station gebracht hatten. 😊

Christchurch ist die Hauptstadt der Provinz Canterbury und mit etwa 366.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Neuseelands. John Robert Godley versuchte ein idealisiertes Ebenbild der anglikanischen englischen Gesellschaft auf den Antipoden zu errichten.🤔 Da auch andere europäische Siedler und Maoris hier lebten, stieß er schnell an seine Grenzen. Trotzdem erinnern viele historische Gebäude an diesen Beginn, z.B. die Christ Church Cathedral.⛪️

Als wir in die Stadt kamen, wurden wir an ein ganz anderes tragisches Ereignis erinnert. Am 4. September 2010 wurden die Bewohner der Stadt um 4.35 Uhr von einem Erdbeben der Stärke 7,1 aus dem Schlaf gerissen. Nur wenige Menschen wurden verletzt. Eine 30 km lange Verwerfung in den Canterbury Plains ist noch heute zu sehen.🧐

Einen wesentlich größeren Schaden richtete das nachfolgende Erdbeben der Stärke 6,3 am 22. Februar 2011 an. Da das Epizentrum hier näher an der Innenstadt lag, wurden viele Gebäude des historischen Zentrums zerstört. 180 Menschen starben und viele wurden schwer verletzt.
Baustellen, Zäune, leere Flächen und große Container kamen als erstes in unser Blickfeld. Alles sah zusammengewürfelt aus.
In der Innenstadt sahen wir große Kontraste: Neubauten – abgestützte Bauwerke – Reste (Säulen) von Gebäuden – Großbaustellen mit viel Lärm.

Die Neubauten sind sehr modern und auch das Ufer des Flusses Avon ist modern gestaltet. Erinnerungssterne wurden gerade auf den Bürgersteig geklebt. 😊
Auf den Hauswänden sind viele Gemälde zu sehen, die teilweise auf das Erdbeben bezogen sind, z.B. ein trauriges Gesicht.

Insgesamt herrscht hier Aufbruchstimmung. Viele Lokale waren an diesem Freitagnachmittag gut besucht. 😎

Besonders beeindruckend war der Besuch des Cathedral Squares. Der Turm der Christ Church Cathedral stürzte bei der Katastrophe auf den Platz. Es schien mir so, dass dies ein ganz besonderer Erinnerungsplatz ist. Viele Verkaufsstände stehen hier, Skulpturen sind zu sehen. Ein Mann sang aus vollem Halse, ein anderer verkündete die Botschaft Jesu. Auf die Infoschilder konnte ich mich bei diesen Geräuschen nicht konzentrieren. 😬

Kunst begegnete uns in dieser Stadt überall, z.B. sahen wir viele interessante Skulpturen, die bewusst in dieser Stadt stehen:

…“Thank you for enabling us to bring this explosion of colour to central Christchurch. An artwork to energise and inspire during the rebuild.

Public Art to make the city´s heart sing!“

 Eine Ausstellung vor dem Arts Centre, bei der verschiedene zeitgenössische Künstler mit einzelnen Werken vorgestellt wurden, begeisterte uns am späten Nachmittag. An einen Spruch erinnere ich mich immer wieder während unserer Reise:

„When was the Last time you did Somethingfort he First time?“

Für einen Besuch der Art Gallery oder der Ausstellung „Quake City“ war es leider schon zu spät, da diese um 17 Uhr schließen. 🕰

Christchurch hat bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gerne hätten wir mehr Zeit in dieser Stadt verbracht, aber wir mussten weiter in Richtung Picton. Denn die Fährfahrt zur Nordinsel war schon gebucht. 🤗

P.S. Da wir morgen (13.2.19) wieder auf die Südinsel fahren, haben wir eine zweite Chance, diesen bemerkenswerten Ort noch einmal zu besuchen.

Am Waikati River entlang zum Lake Tekapo

Nachdem wir sechs spannende Tage am Pacific Ocean verbracht hatten, fuhren wir am 26.11.18 wieder landeinwärts. Unser Ziel war Lake Tekapo am gleichnamigen See, denn dort sollte in klaren Nächten ein wunderbarer Sternenhimmel zu sehen sein. ✨🌟Ein Meer aus Millionen von Sternen – mittendrin das Kreuz des Südens – das wollten wir unbedingt sehen.⭐️

Gleich zu Beginn der Fahrt sollten an einer Felswand Maorizeichnungen zu sehen sein. Leider war der Weg gesperrt. Auch der Umweg zu den Clay Cliffs – eine steinige Schotterstraße – lohnte sich nicht, denn wir wollten kein Wegegeld für die nächsten 4km bezahlen. 😳

Die Fahrt führte uns nun am Waikati River entlang, der mehrfach gestaut wurde. Ungefähr ein Viertel des neuseeländischen Strombedarfs wird hier in den Wasserkraftwerken produziert. 🔌An den Stauseen Lake Avienmore und Lake Benmore hielten wir an und bestaunten die mächtige Anlage. Schon beim Anblick des strudelnden Wassers wurde mir ganz schwindelig. 💫Die großen Wassermengen kommen aus den regenreichen Bergen.🌧⛰

Drei weitere Seen – Lake Ohau, Lake Pukaki und Lake Tekapo –  die alle durch Flüsse oder Kanäle miteinander verbunden sind, liegen den Bergen hier zu Füßen. 🏔

Kurz vor dem kleinen Ort Twizel erblickten wir eine Lachsfarm und einen POP-Platz (Park over Property). Wunderbar! Im türkisblauen Wasser sahen wir viele Wasservögel- einfach schön! 😊

Der „Salmon Spot“  wird von vielen Reisebussen angefahren. 🚌🚌Ob kalt oder heiß geräuchert, frisch oder als Sushi zubereitet – der Fisch kommt bei den Touristen gut an. 👍Als wir am nächsten Tag zum Café mit Verkauf spazierten, hatten die Mitarbeiter viel zu tun. Zwei Reisebusse standen gerade auf dem Parkplatz. Wir ließen uns von dem Trubel nicht abschrecken, suchten uns ein Stück Lachs aus und stellten uns in die Schlange. 😎

Nun ging es weiter auf dem Starlight Highway 🌟in Richtung Twizel. Dort steckten wir einige Postkarten ein und es ist kaum zu glauben: Während die einen Karten nach einer angemessenen Zeit von 2 WOCHEN ihr Ziel erreicht hatten, benötigte die Karte nach Eichenau doch glatt 2 MONATE. ❗️Wer weiß woran es liegt⁉️

Am Lake Pukaki mussten wir schon wieder anhalten.😉 Die türkisblaue Farbe des Sees strahlte uns einfach an. Wir wanderten 2 km zum Lookout – Bewegung muss sein – und waren nicht mehr allein. 🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♂️🚶‍♀️Alle fotografierten sich und ihre Gruppe vor dem wunderschönen See und der Bergkette, die mit Wolken verhangen war. ☁️☁️☁️
Mt. Cook/Aoraki konnten wir nur erahnen oder im Infocenter auf der Leuchttafel bewundern. 😇

Dafür erfuhren wir wieder etwas von Neuseelands Vergangenheit. Anfang des 20. Jahrhunderts wollte das „New Zealand Tourism Department“ die Attraktivität des Landes voranbringen. Da kam Duke of Bedford im Jahre 1904 zum richtigen Zeitpunkt mit seinem Geschenk beim Manager Thomas Donne an. 😉
Er schenkte dem Land fünf „Himalayan tahr“, die im Gebirge am Mt. Cook ausgebildet wurden. Da diese Tiere keine natürlichen Feinde hatten (außer den Jägern), wuchs der Bestand sehr schnell. 
Im Jahr 1970 zählte man 40.000 Tiere, die eine Gefahr für den Bestand des alpinen Grasslands darstellten. Schnell wurde ein neues Programm erstellt und schon 1984 lebten nur noch 1000-2000 Tiere im Gebirge.😳 Mit Hilfe von Helikoptern wurden die Tiere aufgestöbert.

So ist das mit der Einfuhr von Tieren, die keine Feinde im Land haben. Es wurden ja viele Tiere hier eingeführt, die sich fleißig vermehrt haben…

Nach einer weiteren Fahrt auf dem Starlight Highway ✨kamen wir bei unserem Ziel, Lake Tekapo, an. Blauer Himmel, türkisfarbener See und Sonnenschein, einfach herrlich! Wir waren sicher eine sternenklare Nacht vor uns zu haben. 🌟Die Wanderung am See bis zur steinernen „Church oft the Good Shepherd“ gefiel uns gut. Wieder war es nicht ganz einfach ein Foto ohne posierende Menschen zu machen. Die Kirche war ein besonders beliebtes Motiv bei den Touristen.⛪️

Leider zog sich der Himmel zu und bescherte uns „nur“ einen farbigen Abendhimmel. Von dem Meer aus Millionen Sternen🌟🌟🌟 keine Spur – geschweige denn das Kreuz des Südens mittendrin! Da waren wir schon etwas enttäuscht, 😯wollten aber nicht tagelang warten, bis wir den besonderen Moment erleben können.🤗

Katiki Point und Oamaru

Am nächsten Tag (24.11.18) fuhren wir nur ein kleines Stück weiter zum Katiki Point an der Spitze der Moeraki-Halbinsel. Die Straße windet sich hier eine ganze Weile, bis wir am Ziel ankommen. Das ist Neuseeland pur. 🇳🇿
Das Gebiet war nur teilweise zugänglich, da es in privatem Besitz ist. Alles war mit Elektrodraht eingezäunt; daher kamen wir lieber nicht vom Weg ab. 😉 Die nistenden Möwen (besonderes Kennzeichen: schwarzer Kopf) wurden vor den Besuchern abgeschirmt, damit sie nicht gestört werden. 🐦
 Im Wasser tummelten sich die Robben. Es machte Spaß ihnen zuzuschauen. Auf den Felsen sahen wir Fischreiher, Möwen und weitere Robben. Stundenlang könnten wir die Tiere beobachten.😊

Unterhalb des Leuchtturms lebt hier eine Kolonie der seltenen Gelbaugen-Pinguine. Natürlich hofften wir diese bei der nachmittäglichen Fütterung der Jungen zu Gesicht zu bekommen. 🧐

Eine Fotografengruppe kam mit ihren großen Objektiven hinzu und der Leiter schaute angestrengt auf das Wasser. 🧐
Nach langem Warten entdeckte er plötzlich einen Pinguin. Sofort schauten alle in dieselbe Richtung und sahen einen Pinguin aus dem Wasser kommen. Er putzte sich und marschierte zu seinem Nachwuchs. Das war´s! 😳 Nun mussten wir die Halbinsel verlassen, da das Eingangstor um 17.30 Uhr abgeschlossen wurde. ⏱

Auf ging es nach Oamaru, wo wir eine zweite Gelegenheit fanden, um diese scheuen Pinguine zu sehen. Damit die Tiere nicht von Besuchern gestört werden, wurde das Gelände mit einem Gatter abgegrenzt. Nun war wieder Geduld angesagt. 😎
Von einer hoch liegenden Plattform aus konnten wir den Strand überblicken. Alles war winzig klein. 🧐Plötzlich konnten wir aus der Distanz nacheinander zwei Gelbaugen-Pinguine beobachten. Sie putzten sich, reckten und streckten sich, bevor sie rasch im Gebüsch verschwanden. Diesmal konnte ich alles relativ lange durch das Fernglas beobachten. 😄Werner fotografierte derweil fleißig mit seinem Teleobjektiv. 📷Durchgefroren fuhren wir um 20 Uhr zu einem CAP-Platz in Oamaru. 

Oamaru bescherte uns einen Regentag, den wir zum Auffüllen unserer Vorräte nutzten. Auch die Gasflasche war schon nach 7 Tagen aufgebraucht. Kein Wunder, bei diesen Temperaturen! 🌡 Im Hafen peitschte das Wasser gegen die Kaimauer. 🌊

In den 1870er und 1880er Jahren war Oamaru die siebtgrößte Stadt Neuseelands. Viele denkmalgeschützte hochherrschaftliche Häuser sind hier zu sehen. Sie wurden aus Kalkstein gebaut, der ganz in der Nähe gebrochen wir. Werner war völlig beeindruckt von den Gebäuden. 😇 Wer weiß, wie schön sie erst bei Sonnenschein aussehen! ☀️?

Als wir am Abend noch einmal zum „Videofonieren“ in die Stadt gingen, wurde das Opernhaus angestrahlt.
An diesem Abend riefen wir bei Alexander und Christiane an. 👱‍♀️👨Es freute uns sehr, die Kinder und Enkel zu sehen und zu sprechen. 👦👦👦Bei dem nasskalten Wetter fielen die Gespräche jedoch kürzer aus als sonst… 😇 

Bei unserem Hafenspaziergang am nächsten Morgen kamen wir an einer Pinguinstation vorbei. 🐧Diese war nicht so naturbelassen, wie diejenige, die wir auf der Otago Peninsula gehen hatten.
Auf vielen Infotafeln konnten wir Wissenswertes über den Hafen und seine Vergangenheit erfahren. So wurde von hier aus schon im 19. Jahrhundert gefrorenes Fleisch nach England verschifft. 🥩Auch der Handel mit Saaten und Wolle spielte eine große Rolle.
Interessant war auch die Anlage der Badebecken im Meer, für Männer und Frauen getrennt.

Der Besuch dieser Gegend ist absolut empfehlenswert, aber das Wetter darf gerne ein wenig freundlicher sein. 🤗

Zurück zu den Kiwis 🥝

Immer wieder werden wir gefragt:“ Wolltet ihr nicht auch durch Australien reisen?“🤔
Ja, das hatten wir vor. 😇
Aber dieses Vorhaben scheiterte an der Verschiffung unseres Wohnmobils nach Australien. Warum und wieso hat Werner unter Verschiffung beschrieben. 🛳

Also kehrten wir zu unserem Wohnmobil zurück und reisen nun gemütlich durchs Land. 🚍Wir haben nun viel Zeit, verweilen länger an den Orten und genießen die angenehmen sommerlichen Temperaturen in Neuseeland. ☀️

Moeraki Boulders

Auf der Fahrt zu unserem nächsten Ziel, den Moeraki Boulders, fuhren wir am 23.11.18 zuerst nach Warrington, um Wasser zu tanken – leider Fehlanzeige! 😳Dafür fanden wir einen herrlichen Strand mit weißem Sand vor und machten einen Strandspaziergang. 👣Es war windig und kalt – Wolken zogen auf. 🌬☁️Bevor es weiterging, stärkten wir uns mit Wrap à la Andy im Wohnmobil. 😇Diese Zwischenmahlzeit aßen wir so oft, dass wir im Januar eine Wrap-Pause einlegten. 😉 Aber heute (29.1.19) schmeckte sie schon wieder.

Zurück zur Fahrt: Unser nächster Halt war am Shag Point, wo sich Robben, Pinguine und Kormorane so richtig wohl fühlen. Wir konnten einige Robben auf markanten Felsen beobachten. Auch die seltenen Yellow Eyed Penguins leben in diesem Gebiet.🐧

Als wir bei den Moeraki Boulders ankamen, staunten wir nicht schlecht, denn wir sahen zuerst einmal eine Caféteria in kreisrunder Boulder-Form.😄 Für 2$ pro Person durften wir den Fußweg zum Strand benutzen, wo wir die riesigen Kugeln, die sogenannten Boulder, im Sand liegen sahen.

Es gibt verschiedene Erklärungen für die Entstehung dieser Steinkugeln.
Die Maoris sehen in ihnen die versteinerten Lebensmittel ihrer legendären Kanus. Eine moderne Erklärung besagt, dass sich um eine fossile Muschel oder Ähnliches Calcit und Eisenoxyde abgelagert haben. Dabei stießen die Ionen immer zum Kern der Verhärtung, wodurch die runde Form entstand. 🔴⚫️
Wie dem auch sei – das ganze dauerte ca. 4 Millionen Jahre. Es vergingen wieder viele Millionen Jahre, bis sie aus dem Meeresboden an die Oberfläche kamen. Ihr Durchmesser beträgt zwischen einem halben und zweieinhalb Metern – das Gewicht ist unglaublich groß.😉 Trotzdem schafften es Andenkenjäger die kleineren Exemplare einfach mitzunehmen.🤨

Wir erfreuten uns an den großen Bouldern und  betrachteten sie genau. Manche ähnelten einem großen Schildkrötenpanzer, andere waren schon auseinandergebrochen. Hier konnten wir eine Kristallschicht unter der äußeren Hülle sehen. 🧐
Zum Schluss warteten wir auf die Abendsonne, die sich hinter den Wolken versteckte und auf den Zeitpunkt an dem eine Gruppe von Asiaten ihre ausgedehnte Fotosession beendet hatte. 🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♂️🚶‍♀️🚶‍♀️🚶‍♂️…Als es endlich so weit war, zog sich auch das Wasser zurück und legte die Boulder frei. Nun konnte sich auch die Fotogruppe endlich intensiv mit den Boulder beschäftigen.☺️

Durchgefroren, aber zufrieden fuhren wir nach dem Sonnenuntergang auf einen Freedom-Platz mit Blick auf das Meer. Einfach genial! 🤗

Otago Peninsula II

Der nächste Tag (22.11.18) war ganz den Albatrossen gewidmet. Die Führung am Tag zuvor hatte uns so gut gefallen, dass wir auch die Royal Albatross Führung buchten.
Unsere Gruppe war klein, nur vier Leute: Die beiden Brüder Müller und wir beiden Knopps. Maria erklärte uns folglich alles in ihrer Muttersprache (deutsch), was für uns recht praktisch war. 😊
Albatrosse sind die größten Seevögel der Welt und brüten normalerweise auf abgelegenen Inseln. Das erste Ei 🥚wurde hier 1920 gesichtet, woraufhin der Schutz dieser Vögel an diesem Ort begann. Über den genauen Werdegang der Kolonie zu berichten würde den Rahmen des Blogs sprengen. 😉Wir sogen alle Informationen auf, dieser Vogel ist einfach spannend. 

Ein paar interessante Details will ich hier dennoch berichten. Die Flügelspannweite kann bis zu 3,5m betragen und das Gewicht bis zu 12 kg. Der Royal Albatross verbringt 85% seines Lebens auf See. Er kümmert sich 300 Tage um Eier (500g) und Küken um dann wieder ein Jahr auf See die Freiheit zu genießen. 🗺Oft kehrt er an denselben Ort zurück, und alles beginnt von vorn. Spannend ist auch, dass sich die Vögel bei der Aufzucht abwechseln. 🐦🐥🐦

Auf dem Weg zum Beobachtungsplatz flog ein Löffler an uns vorbei und wir sahen eine Möwenkolonie, die gerade mit der Aufzucht der Jungen beschäftigt war. 😊Das fing ja schon spannend an. Wir wurden darauf hingewiesen, dass wir sehr leise gehen und natürlich nicht reden sollten. Am Ausguck konnten wir auf zwei Nester schauen. Viel konnten wir leider nicht sehen, denn der brütende Vogel bewegte sich kaum. Auch am nächsten Platz sahen wir nicht viel; so ist die Natur halt. Mal hat man Glück und es tut sich etwas und mal eben nicht. Gut, dass wir nicht alles beeinflussen können. 🤔

Wir waren jedoch so fasziniert, dass wir nach der Führung draußen weiterhin Vögel beobachteten. Den Blick nach oben gerichtet sahen wir immer wieder Albatrosse am blauen Himmel. Es war nur schwer, sie zu fotografieren. Auch Shags und Möwen beobachteten wir, bis der kalte Wind einfach zu heftig wurde. 🌬💨
Daraufhin fuhren wir zum Hoopers Inlet um dort Vögel zu beobachten, aber es war wohl der falsche Zeitpunkt. 🙃 Es waren keine Tiere zu sehen. Also wanderten wir zum Meer und machten einen Strandspaziergang zu den freigespülten Felsen, bis uns die Flut zur Rückkehr zwang. 🌬

Unser nächstes Ziel war ein Freedom Platz in Harwood, aber ein Schild wies uns darauf hin, dass Camper hier nicht erwünscht waren: „Ban Freedom Camping“. Also beobachteten wir nur die Wasservögel in der Abendsonne ☀️und fuhren wieder auf unseren kleinen „Privatplatz“ vom Vortag. 😉Der braun/rot gefärbte Abendhimmel rundete diesen wunderbaren Tag ab.

Am nächsten Tag kamen einige Kaninchen🐇🐇🐇 aus ihrem Bau heraus, während in der Luft ein Raubvogel kreiste. 🦅Da die Kaninchen nur wenige Fressfeinde haben, sind sie hier schon zur Plage geworden, wie uns eine Mitarbeiterin der Albatross Station mitteilte. Da ist der Tisch für die Greifvögel üppig gedeckt…
Wir verließen die Otago Peninsula wieder auf der Küstenstraße, da auch die Cliffstraße teilweise gesperrt war. 🤗

Dunedin und Otago Peninsula

Am 20.11.18 fuhren wir am frühen Nachmittag los in Richtung Dunedin. Das Wetter ist nicht erwähnenswert, denn es regnete und regnete. 🌧Das Red Tussock Reserve bot den gleichen Anblick wie auf der Hinfahrt, das Leuchten in der Sonne fehlte. In Mossburn hielten wir, um die leckere Venison Pie zu essen, die uns vor einer Woche so angepriesen wurde. Sie schmeckte köstlich und der Cappuccino natürlich auch. 😊

Red Tussock Reserve

Danach wurde die Fahrt bei Regen und heftigem Wind wieder aufregender. Erst waren nur Felder und Wiesen überschwemmt, dann auch die Fahrbahn und zum Schluss lag ein großer Baum quer auf der Straße. 😳Zum Glück wurde er gerade von Straßenarbeitern zersägt und nach und nach beseitigt. Kühe und Schafe standen im Regen und wir überlegten, welche Tiere wohl mehr unter diesem Wetter leiden. 🐄🐑🐑🐄

Als wir abends unversehrt auf dem Campground des NZMCA ankamen, waren wir wieder einmal froh, dass der Club so viele Plätze für seine Mitglieder bereithält. 👍

Da das Wetter recht ungemütlich war, sahen wir uns nur einen Teil der spannenden Stadt Dunedin an. Die Stadt wurde von schottischen Presbyterianern gegründet. Sie brachten die Stadtpläne und viele Siedler gleich mit, um ihr neues Edingburgh (gälisch: Dunedin) zu gründen. Wie viele andere Städte auch erlebte Dunedin den ersten Boom durch Goldfunde. Viele Bauwerke weisen auf die Bedeutung hin, die die Stadt früher hatte und zum Teil auch noch heute hat. Hier wurde die erste Universität des Landes gegründet, 🎓die erste Tageszeitung herausgebracht, die erste Hochschule für Medizin errichtet, das erste Cable Car und die erste Straßenbahn 🚋des Landes gebaut. 

Wir hielten uns die meiste Zeit mitten in der Stadt rund um das Octagon auf. Die Gallery ist nicht sehr umfangreich. Dafür ist die Dunedin Railway Station überaus sehenswert. Der Bahnhof wurde im niederländischen Renaissance-Stil gebaut und wir sahen uns die vielen Details an Türen, Fenstern und Erkern genau an. 🧐Beim Fotografieren störten manchmal jedoch die vielen Menschen. Der Verkehr nach Christchurch wurde 2002 eingestellt und es fahren nur noch Sonderzüge ins Landesinnere oder an der Küste entlang. Vier Stunden im Zug zu sitzen käme meinem Bewegungsdrang jedoch kein bisschen entgegen. 😉Auch hatten wir bei diesem Wetter keine vielversprechenden Fotos zu erwarten.

Also stiegen wir die schöne Freitreppe aus Takaka Marmor hoch zur St.Paul´s Anglican Cathedral und warfen einen Blick in die Kirche. Der moderne Altar gefiel uns besonders gut.⛪️
Zum Schluss aßen wir im Pub eine schmackhafte Pie und machten uns auf den Weg zur Otago Peninsula. 

Die Erlebnisse auf dieser Halbinsel waren ein Höhepunkt unserer Neuseelandreise. Aber eins nach dem anderen! 😇 Die Fahrt auf der Küstenstraße war wieder abenteuerlich, denn streckenweise war ein Teil der Straße weggebrochen. Werner musste ganz schön nah am Wasser über die Schotterpiste fahren. Gut, dass ich nicht fahren musste! 🚐

Am Nordcap der Halbinsel, Taiaroa Head, angekommen schauten wir uns im Royal Albatross Centre um. Wir hatten die Möglichkeit noch am selben Abend an einer Führung teilzunehmen, bei der wir die Blue Penguins beobachten konnten. 🐧Das ließen wir uns nicht entgehen, buchten die Tour und warteten gespannt auf die Abenddämmerung. Die Zwergpinguine – die kleinsten Pinguine der Welt – werden etwa 40 cm groß und haben ein Gewicht von ca. einem Kilogramm. Sie kommen in Neuseeland an allen Küsten vor.

Die Führung begann mit einem kleinen Vortrag und dann marschierten wir in einer relativ großen Gruppe zur Aussichtsplattform. Werner hatte sein Stativ dabei, welches aber nicht so richtig zum Einsatz kommen konnte. 😬Von unserem Platz aus konnten wir den Strand und das Meer beobachten. Plötzlich kam Bewegung auf: Eine große Anzahl von Pinguinen kam an Land und bewegte sich wuselnd auf uns zu. Ihre Nester lagen nah an der Aussichtsplattform und die meisten Tiere verschwanden schnell um ihre Küken zu füttern. Manche standen jedoch eine Weile im „Rampenlicht“, schauten umher oder warteten auf die nächste Gruppe. 🐧🐧Wir genossen dieses Schauspiel, beobachteten, fotografierten und filmten das Ereignis. Nach einiger Zeit kam die nächste gut zu hörende Gruppe an und alles wiederholte sich. Wir konnten sogar einer Pinguinfamilie zuschauen, die ihre Jungen fütterte. ☺️

Es ist übrigens kein Zufall, dass die Pinguine gemeinsam am Strand ankommen. Nach einem Tag im Meer versammeln sie sich in Küstennähe in Gruppen, wo sie sich durch Laute bemerkbar machen. 🐧🐧🐧
Ein tolles Erlebnis im Regen! Werners Kamera bekam die Nässe weniger gut, denn sie streikte nach einiger Zeit. 😯

Die Suche nach einem Übernachtungsplatz gestaltete sich im Dunkeln etwas schwierig. Aber wie immer fanden wir ein Plätzchen, diesmal ganz für uns allein. 🤗

 

Fjordland National Park

Auf dem schönen Freedom Platz am Lake Wakatipu ließen wir uns Zeit, gingen am See spazieren und schrieben Karten an die Enkel. Interessanterweise kommen die Karten, die wir immer gleichzeitig einstecken nicht alle am selben Tag an. Da ist dann schon einmal ein Kind traurig, wenn die Geschwister eine Karte erhalten haben und es selbst leer ausgeht.🙁 Dasselbe erlebten wir mit der Weihnachtskarte, die nur in Stockelsdorf pünktlich ankam.😇

Während der Fahrt nach Te Anau regnete es unaufhörlich. 🌧Nun sahen wir auf vielen Wiesen Rotwild – ganz ungewohnt die Tiere auf einer Weide ohne Bäume zu sehen.🦌🦌
Als wir uns Te Anau näherten, bemerkten wir ein Wilderness Scientific Reserve und beschlossen trotz des Regens einen Stopp einzulegen. ☔️Hier fanden wir eine vom Menschen unberührte Landschaft vor, so wie sie nach der letzten Eiszeit in dieser Region charakteristisch war.

Unter den hier herrschenden extremen Bedingungen wachsen bestimmte Pflanzen, wie z. B. die sehr langsam wachsende Sumpfkiefer, die nicht sehr hoch wird. Es sind Pflanzen und Tiere zu sehen, die sonst nirgends zu finden sind. Sehr interessant! 🤔In diesem Gebiet gibt es nur einen „Invader“ und das sind die Samen von unerwünschten Pflanzen…
Schon vorher hatten wir das „Red Tussock Reserve“ im Vorbeifahren bestaunt. Diese Gräser wollten wir jedoch bei besserem Wetter fotografieren.
An diesem Regentag arbeiteten wir auf einem NZMCA-Platz in Ruhe an unserem Blog. 💻

Da auch der nächste Tag verregnet sein sollte, kamen wir nicht auf die Idee zum Milford Sound zu fahren, sondern gingen zu Fuß in die Stadt. 👟👟Wir suchten ein Waschcenter auf und holten uns Informationen im Info Centre. Es blieb trocken an diesem Tag, aber das Wetter war wechselhaft. 
Da wir nicht auf optimales, sprich sonniges Wetter warten wollten, fuhren wir am nächsten Tag in Richtung Milford Sound. Die Strecke dorthin sollte sehr schön sein, so dass wir genügend Zeit dafür einplanten. ⏱Vorher beobachteten wir am Lake Te Anau einen langgezogenen Regenbogen, der sich immer wieder veränderte. Wunderschön!🌈

Die asphaltierte Straße zum Milford Sound war 119 km lang und mit 30 sehenswerten Haltepunkten gespickt. Da hieß es auswählen! 😉

Wir wanderten um den kleinen Lake Mistletoe mit gleichnamigen Bäumen und hielten danach bei den Te Anau Downs an. Die Pioniere brannten das Grasland ab und bewirtschafteten hier das Land. 🔥Die vielen Lupinen, die wir überall blühen sehen, wurden auch von ihnen eingeführt. Wir hielten am Mackay Creek und fuhren durch die schöne Landschaft des Eglington Valleys. Das Wetter war wechselhaft, mal Sonne, mal Regen, einfach ungemütlich! 😳

Am Cascade Creek, einem großen DOC-Platz schlugen wir unser Lager mit Blick auf das Wasser auf. Eine Regenpause nutzten wir für einen traumhaften Spaziergang durch einen „Märchenwald“, den „Lake Gunn Nature Walk“.

Baumstämme und Äste waren mit einem grünen Moosteppich überzogen. Unglaublich schön! 😊Zum Schluss regnete es wieder. Gut, dass ich bei den Temperaturen um 5° C meine Mütze und Handschuhe anziehen konnte! 🌡

Am nächsten Tag standen wir schon um 6 Uhr auf, da wir möglichst früh mit dem Schiff in den Fjord fahren wollten. Als wir nach draußen schauten, trauten wir unseren Augen nicht: Die Landschaft war verschneit und es schneite immer noch. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. ❄️🌨

Die Fahrt ging durch den Homer Tunnel, der immer nur in eine Richtung befahrbar war. Fast 20 Jahre bauten die Menschen unter extrem harten Bedingungen diesen Tunnel, der 1952 fertig gestellt wurde. ⛏ Wir fahren heutzutage bequem hindurch…🤔
Auf einem Parkplatz sahen wir etwas später einen Kea auf einem Auto sitzen. Der Bergpapagei ist ein endemischer, sehr intelligenter Vogel, der sich dem veränderten Lebensraum angepasst hat. Weder geparkte Autos noch Rucksäcke sind vor ihm sicher. 😉Werner nutzte die Chance und fotografierte den neugierigen Vogel.

Am Ziel angekommen staunten wir nicht schlecht, denn der Parkplatz war schon fast belegt. Noch lugte die Sonne durch die Wolken hindurch und wir waren sehr gespannt auf die Tour. 🏔Schon um 9.30 Uhr fuhren wir mit dem Schiff in den Milford Sound. Es war ein richtig typisches Fjordland Wetter, wolkig, teils trocken, teils regnerisch. Da war eine heiße Suppe an Bord genau das Richtige. 🍜Der Himmel war voller Wolken, die Berge im Nebel, alles grau in grau.🌫

Manchmal fuhr das Schiff nah an das Ufer heran und wir sahen kleine Robben und einige Wasserfälle. Einmal dachten wir, dass wir wieder eine Panne haben, aber nein! Wir fuhren nah an den Wasserfall, dass es nur so spritzte. In dem Moment wurden bereitgestellte Becher mit dem klaren Wasser gefüllt. 💧Es schmeckte erfrischend. Als ich ein Crewmitglied nach dem letzten Sonnentag im Milford Sound fragte, meinte dieser nur: „Sonnentage sind langweilig, heute ist das richtige Fjordwetter.“ 😅

Durchgefroren gingen wir wieder zum Wohnmobil und fuhren die ganze Strecke nach Te Anau zurück. Diesmal mussten wir etwas länger vor dem Tunnel warten. ⌛️Ab und zu hielten wir an, aber zum Wandern lud das Wetter nun wirklich nicht ein. Werner musste bei den Temperaturen um 0 Grad sehr konzentriert fahren und machte nach der Fahrt eine verdiente Pause. 😌

Lake Wanaka und Queenstown

Nach der abwechslungsreichen Fahrt durch den Mount Aspiring National Park legten wir an der Nordspitze des Lake Wanaka eine Pause ein. 🌮☕️Nachdem wir den Haast Pass überquert hatten, war es deutlich wärmer und es wehte ein leichter Wind. Interessant fand ich auch, dass die Flüsse nun wieder in eine andere Richtung fließen. Wie gesagt, die Erde ist spannend! 😊

Lake Wanaka wird hier im Norden gleich von mehreren Flüssen gespeist. Wir wanderten bis zur Mündung des Makarora Rivers und genossen diese schöne Gegend, die Berge immer sichtbar im Hintergrund.🏔 Ein idealer Ort für einen Familienurlaub, 🏊‍♂️⚽️leider viel zu weit weg von zu Hause! Einige Kilometer weiter stießen wir auf den nächsten See, Lake Hawea, der auch die Mulde eines eiszeitlichen Gletschers ausfüllt und wie Lake Wanaka eine beträchtliche Wassertiefe besitzt. An dieser Stelle kommen sich die beiden Seen sehr nahe. „The Neck“ wir diese Landenge deshalb auch genannt. Zum Baden war es noch zu kalt; ansonsten wären wir sicher ins Wasser gesprungen. 😉

Weil es hier so schön ist, hielten wir im Ort Wanaka am gleichnamigen See. (Die Seen verlaufen von Norden nach Süden und liegen nahe beieinander.) Wir gönnten uns noch einmal eine Fish Chowder, die nicht so lecker zubereitet war und somit war dieses Kapitel für uns abgeschlossen. 😬
Ein wichtiges Vorhaben lag noch vor uns: Unser Enkel Benno hatte Geburtstag und wir wollten ihm per FaceTime gratulieren. Wann war der richtige Zeitpunkt? Wir riefen um 6.50 pm an, genau zur richtigen Zeit, denn es war ein ganz normaler Schultag in SH. Die Freude war auf beiden Seiten der Erde groß und wir konnten zufrieden unsere Fahrt in Richtung Queenstown fortsetzen.📱😊😊😊

Es gibt zwei Strecken nach Queenstown. Wir wählten den kürzeren Weg durch das Gebirge und haben es nicht bereut. Die Fahrt durch das Cardrona Valley war wunderschön und wir hatten die Straße fast für uns allein. Mehrere Freedom Plätze sollte es hier geben, aber wir fanden keine Hinweisschilder. 🧐Da freies Campen hier erlaubt war, suchten wir in der Dämmerung einen kleinen Platz zum Übernachten. Zwischen Straße und Bach fanden wir eine Möglichkeit und nahmen sie war. Warum hupten nur am nächsten Morgen mehrere Autofahrer im Vorbeifahren⁉️

Die Fahrt begann gleich wieder mit vielen Stopps, weil es überall sooo schön war.😇 Der Blick ins Tal war wunderbar und wir lasen wieder Interessantes auf der Infotafel: Eine Gruppe von Leuten hat sich zusammengetan um die „Pines“ in dieser Gegend zu eliminieren. 🌲Die Bäume verbreiten sich schnell und verändern das Landschaftsbild, bis sie letztendlich andere Pflanzen und Bäume verdrängen. 😳Die Bestrebungen invasive Pflanzen zurückzudrängen sind in ganz Neuseeland immer wieder zu sehen. Die Europäer brachten die Pflanzen und Bäume in das Land, wo diese ideale Bedingungen vorfanden und sich ungehemmt verbreiteten. 🌲🌲🌲Ein kleiner Plausch mit einem Hannoveraner Paar und schon ging die Fahrt weiter.

In Queenstown am Lake Wakatipu angekommen, fanden wir einen Parkplatz für Wohnmobile, mussten aber Parkgebühren bezahlen. 💰Dafür liegt der Platz zentral und wir konnten später entspannt verlängern. 😉

Die Stadt ist voll auf Tourismus angelegt; überall locken Angebote für Jung und Alt. Ob Speedboot oder Dampfer, für jeden ist etwas dabei. Wir hingegen schauen uns alles gern zu Fuß an und schlenderten durch die Stadt, gönnten uns einen Cappuccino und wanderten um eine Landzunge, wo wir dem Trubel etwas entkamen. ☕️
Prachtvolle Sequoia Bäume standen in dem Park. Einige Touristen spielten Golf mit einer Wurfscheibe, Discgolf genannt. 🔵Wir kannten diese Sportart nicht und waren etwas verwundert über die Körbe, die wir immer wieder sahen. Von einem festgelegten Abwurfpunkt versuchten die Leute mit wenigen Würfen eines Frisbees die Körbe zu treffen. Wieder etwas Neues kennen gelernt! Da wir zurzeit in Sydney gut ins Internet kommen, weiß ich nun, dass diese Sportart in Deutschland auch in einigen Städten, z.B. Karlsruhe, ausgeübt wird. 😁

Queenstown erinnerte uns ein bisschen an Österreich oder die Schweiz – der See, schneebedeckte Berge, viele Hotels, Geschäfte und Restaurants. Wir nutzten die Gelegenheit und kauften ein Paar neue Wanderschuhe für mich. 👟👟

Werner hatte sich schon auf die Fahrt mit der Kabinenseilbahn gefreut, die aber bei bedecktem Himmel nicht vielversprechend war. Also verzichteten wir auf dieses Vergnügen. Für uns wurde es wieder Zeit einen Übernachtungsplatz anzufahren. Der erste Platz war gesperrt, also mussten wir noch eine Stunde fahren. Wir landeten auf einem schönen Platz im Wald am Lake Wakatipu, der um 21.30 Uhr schon gut belegt war. Ein paar Lücken gab es jedoch noch…. 😌

Rückblickend hatten wir in Neuseeland viel Glück bei der Suche eines Übernachtungsplatzes. 🤗

Von Franz Josef über Haast zum Lake Wanaka

Nach der herrlichen Wanderung zum Franz Josef Glacier machten wir uns am 13.11.18 auf den Weg nach Haast. ☀️Zwei Stunden sollte die Fahrt dauern. Von wegen! Es wurden fünf Stunden, denn es war die reinste Scenic Route. 😊 Bis Karangarua sahen wir das, was wir schon kannten: Grüne Berge, Schafe und Kühe.

In Bruce Bay stößt die Straße wieder auf das Meer, die Tasman Sea. Ein überwältigender Blick auf das türkise Meer mit weiß schäumenden Wellen bot sich uns dar. Gut, dass wir am Straßenrand parken konnten, um den Blick etwas länger zu genießen. 😎
Eine Verkaufsbude lockte mit Kaffee, pulled pork und Eis, aber als echte Camper bereiteten wir uns selbst einen Imbiss zu. Ich muss gestehen, dass mir hier an diesem schönen Ort zum ersten Mal der Toast im Backofen fast verbrannte. Gott sei Dank ist nichts passiert und der 2. Versuch lieferte wie gewohnt ein gutes Ergebnis. 😌

Nach einem kurzen Spaziergang an der Straße fuhren wir weiter durch eine Schwemmlandebene bis zum Lake Paringa. Hier trafen wir wieder Maya, Tobi und Lotte aus Berlin und klönten eine Runde. 👨‍👩‍👧


Bei unserem nächsten Halt, dem Knight´s Point genossen wir wieder den einmaligen Blick auf das Meer. Das Memorial wurde 50 Jahre nach Fertigstellung der Straße vom Westen zum Osten errichtet. Zu Pionierszeiten war das Überqueren der südlichen Alpen eine große Herausforderung. 🤔In meinem Buch über Abenteurer in Neuseeland wird von einem regelrechten Wettstreit berichtet, Wege über das Gebirge zu finden. Leider kann ich nichts nachlesen, da das Buch im Wohnmobil in Auckland liegt. 😬

Auch der nächste Halt am Ship Creek lohnte sich, auch wenn nichts von dem Schiffswrack zu sehen war. Den Dünenweg und den Swampweg ließen wir links liegen, da wir uns vorgenommen hatten an diesem Tag noch zur Jackson Bay zu fahren. Dort sieht man verschiedene Seevögel, Pinguine, Delfine – ein Paradies für Tierfreunde! 🐦🐧🐬

Am Haast Beach angekommen stellten wir fest, dass es für die doch etwas längere Fahrt in das Naturparadies zu spät war. ⌛️Daher gingen wir gleich an diesem Strand spazieren und setzten unsere Fahrt in das Landesinnere fort. Wir fuhren von Haast bis zum DOC Platz Pleasant Flat immer am türkisfarbenen Haast River entlang. Es war eine herrliche Fahrt mit Blick auf schneebedeckte Berge. 🏔

So viele Eindrücke an einem Tag machen hungrig und müde. Mit einer großen Portion Nudeln mit Tomatensoße und Käse und einem Glas Wein ließen wir den Tag ausklingen. 🍝🍷
Auch am nächsten Tag war der Weg das Ziel.
„Walks along the highway“
Durch Schilder wurden wir regelrecht aufgefordert an den verschiedensten Stellen anzuhalten. Mächtige Wasserfälle – das Schmelzwasser der Schneeberge – begleiten den Highway. Einige Male hielten wir an und trafen immer wieder dieselben Menschen. 😉

Zuerst wanderten wir ein Stück durch den Regenwald zum Thunder Creek Waterfall und zum Fantail Waterfall. Danach fuhren wir über den nur 564 m hohen Haast Pass, der heutzutage nicht besonders spektakulär erscheint. Hier befindet sich die Grenze zwischen den Provinzen Westland und Otago und wir fuhren ein Stück durch den Mt. Aspiring NP.🏞
Man hört es dem Namen vielleicht nicht an, aber der deutsche Geologe, Landvermesser und Forschungsreisende Julius von Haast (in Bonn geboren!) hat viele Stellen in dieser Gegend als erster Europäer erreicht. Natürlich kannten die Maoris diese Passstrecke schon lange vorher. 😇

Ein besonderes Highlight auf dieser Strecke war der Spaziergang und Aufenthalt an den Blue Pools. Schon der Weg mit seinen zwei Hängebrücken war pure Erholung. Plötzlich sahen wir einen jungen Mann über das Brückengeländer steigen und es kam – wie nun erwartet- der Sprung ins eiskalte Wasser. Tosender Applaus war sein Lohn. 👏Es blieb nicht bei dem einen Sprung. Von nun an machten sich nach und nach einige junge Männer und Frauen auf den Weg zur Brücke. Allein oder synchron zu zweit oder dritt sprangen sie in die Tiefe. 😳Nun applaudierten nicht mehr so viele Leute.

Werner hatte den ersten Sprung mit seiner Kamera festgehalten und wurde daraufhin angesprochen, denn eine Aufnahme mit seinem Objektiv ist nicht mit einem Handyfoto vergleichbar. 😉 Einige Zeit später erhielt Michael das Foto per email  und freute sich.
Gleichzeitig erhielten wir noch den Tipp in Mossburn bei der guten Freundin die beste Venison Pie weit und breit zu essen. (Das haben wir eine Woche später auch gemacht.)

Aber vorher kamen wir noch an vielen schönen Plätzen vorbei, z. B. am Lake Wanaka. Darüber erzählen wir im nächsten Bericht. 🤗