Die Metropole Sydney

Ankunft

Vom 22.12.18 – 13.1.19 wohnten wir in Sydney in einem Hotelzimmer mit Kochgelegenheit in der Darlinghurst Rd. Wir hatten zwar keinen Tisch und keine Stühle, aber als Camper sind wir ja flexibel und können improvisieren. 😉  Das Preis/Leistungsverhältnis war o.k. und die nächste Bahnstation nur wenige Meter entfernt. 👣 Außerdem befanden sich in dem Zimmer fünf Fenster und eine defekte Klimaanlage. Da wurde es manchmal so richtig schön warm. 😬 In unmittelbarer Nähe befanden sich zahlreiche Unterkünfte für Backpacker. Klar, dass es hier abends erst richtig losging, teilweise bis zum frühen Morgen. 💿 Meist waren wir müde genug und konnten trotzdem gut schlafen…. 😇

Als wir ankamen fand gerade ein „Farmer´s Market“ im nahe gelegenen Park „Fitzroy Gardens“ statt. Ein außergewöhnlicher Springbrunnen erfreute nicht nur die Menschen, sondern auch viele Tauben und einige Wasservögel. Auf diesen Märkten gibt es immer besonders leckeres Essen und wir ließen uns eine Paella schmecken. 🍲 Dass es in Sydney sehr warm war und wir immer wieder den Schatten suchten, muss ich wohl nicht extra erwähnen. 😉

Weihnachten

Während wir in der Weihnachtszeit 🎄 durch Sydney schlenderten, wurden wir immer wieder von kleineren oder größeren Veranstaltungen überrascht. An der St Mary´s Cathedral (the mother church` of Australian Catholicism) fand an mehreren Abenden ein weihnachtliches Konzert im Freien statt. 🎼  Nicht nur der Platz vor der Kirche war voller Menschen, sondern auch auf den angrenzenden Gebieten lauschten die Familien, Freunde und Touristen dem Gesang.  🎤 Anschließend wurde eine Lasershow auf die Kirche projiziert, eine Geschichte mit einer Weihnachtsbotschaft – modern inszeniert für Kinder und Erwachsene. Ein schönes Erlebnis! 😊

Am 24.12. kamen wir bei unserem Stadtrundgang zufällig bei einem Weihnachtssingen am Martin Place vorbei. Das gemeinsame Singen mit Kindern und Erwachsenen machte uns viel Spaß. 😊 Die beiden jungen ModeratorInnen waren mit Elan dabei und hielten die Menschen mit ihren Ideen bei der Stange.

Auch unser anschließender Gang durch die Einkaufsstraßen war ein Erlebnis. Eine so aufwendige Weihnachtsbeleuchtung hatten wir noch nie gesehen. Immer wieder blieben wir stehen um alles mit der Kamera festzuhalten. 📷 So kam es, dass wir am Hl. Abend erst um 9.30 pm unser leckeres Essen zubereiteten. Es schmeckte sehr gut, auch ohne Tisch und Stühle. 😜

Einen guten Zeitpunkt zu finden um mit den Kindern und Enkeln in Deutschland zu plaudern, war bei dem Zeitunterschied nicht so leicht. ⏰ So riefen wir am frühen Morgen und am späten Abend an. 📱 Die Freude war auf beiden Seiten der Erde groß. 😊

Am 1. Weihnachtstag kamen wir zufällig an einer Christmas Party für Homeless people vorbei, die von der Wayside Chapel ganz in der Nähe ausgerichtet wurde. Jeder Besucher war herzlich willkommen. Wir wurden sofort angesprochen, bekamen eine Flasche Wasser (wunderbar in der Hitze!), und ein Glas Cola. Brötchen, Gemüse- und Hähnchenspieße wurden verteilt und es herrschte eine gute Stimmung. 😊 Natürlich ließ ich mir auch ein Tatoo : „Love over Hate“ auf den Arm kleben. Aus den Lautsprechern ertönte nicht nur Weihnachtsmusik, sondern auch die Musik der 70er Jahre. Das gefiel uns. 😊

Silvester

In der Silvesternacht wollten wir uns natürlich das gigantische Feuerwerk ansehen. 🎉Einen guten Platz wollten wir haben, aber kein hohes Eintrittsgeld bezahlen. 😳 Schon am Mittag waren einige Bereiche „FULL!“. Als wir am Nachmittag aus dem Museum für Contemporary Art kamen und uns dort einen Platz sichern wollten, war es so voll, dass wir mit Müh` und Not einen Stehplatz an einem Durchgang ergattern konnten. Von beiden Seiten kamen immer mehr Menschen, teilweise mit Kinderwagen und suchten einen Platz. Unglaublich!

Als dann auch noch ein Platzregen einsetzte, auf den wir nicht vorbereitet waren, suchten wir das Weite, d.h. zuerst einmal einen Ort zum Unterstellen. 🌧🌧🌧  Wir beschlossen, das inzwischen schon abgeriegelte Gelände zu verlassen, fuhren zum Hotel zurück und zogen uns um. Von unserer 😒  Stimmung will ich jetzt mal lieber nicht reden…

Unser nächster Platz an der Art Gallery of NSW war strategisch nicht so günstig, denn die Sicht war eingeschränkt. 🌳🌲🌳Ein Paar aus England wartete auch auf das Feuerwerk und so konnten wir uns gemeinsam die Zeit vertreiben. 😊

Das Feuerwerk 🎉  war wunderschön, aber im Fernsehen waren bestimmt schönere Bilder zu sehen als die, die wir mit der Kamera einfangen konnten. 😉 Die hohen Bäume 🌳🌳🌳 störten irgendwie….

P.S. Wenn wir es nicht selbst gesehen hätten, würden wir nicht glauben, wie viele Menschen den Silvesterabend in Sydney erleben. 🤗 

Wollongong

Der Flug am 19.12.18 im nicht einmal voll besetzten Flieger nach Sydney verlief reibungslos, ebenso sämtliche Kontrollen am Flughafen. ✈️

Zu unserem Hotel ganz in der Nähe des Flughafens marschierten wir zu Fuß los. 👣 Aber es war dann doch nicht so leicht zu erreichen. Als wir in der Dämmerung – vom Regen 🌧durchnässt – einen Mann nach dem richtigen Weg fragten, waren wir sehr dankbar, dass er uns zum Hotel fuhr. Ein Weihnachtsengel, der vor 20 Jahren aus England nach Australien kam! 😇

Am nächsten Tag fuhren wir mit der Bahn 🚈 nach Wollongong und gaben das Carnet de Passage beim Zoll ab. Nun waren wir beide im Besitz einer Opal card, die uns auch in Sydney gute Dienste leistete. Sydney hat sich von den Papiertickets verabschiedet und die smartcard eingeführt. Sie muss aufgeladen 💵 werden und gilt für alle Züge, Busse und Fähren im Großraum Sydney – sehr praktisch! 😊

Da wir zwei Nächte in einem kleinen Hotel in Wollongong gebucht hatten, blieb uns genügend Zeit für Spaziergänge am Wasser und durch die Stadt. 🚶‍♀️🚶‍♂️

In den zum Teil natürlichen Badebecken am Meer kühlten sich einige Leute ab. 🏊‍♂️🏊‍♀️ Wir hingegen genossen den Spaziergang zu den Leuchttürmen und schauten uns die spannende Container – Ausstellung an. In jedem Container wurden andere Themen angeschnitten. Im Container zum Thema „Flüchtlinge“ sahen wir sogar Bilder aus Berlin. 🇩🇪

Die weihnachtlich geschmückte Fußgängerzone war interessant gestaltet. Von allen Seiten ertönte Weihnachtsmusik; auch Schüler spielten für ein kleines Taschengeld auf ihren Instrumenten. 🎻
Da wir im Hotel WLAN hatten (sehr schwach!), konnten wir mit unserem Enkel David chatten. Das macht immer Spaß. 😊

Am 11.1.19 fuhren wir ein zweites Mal nach Wollongong. Diesmal holten wir unsere Papiere wieder ab, da das Vorhaben „Australien mit unserem Camper“ gescheitert war. 😞

In der Stadt fand gerade das Musikfestival „Honk“ statt. An allen möglichen Orten musizierten kleinere und größere Gruppen. Das machte gute Laune! 😄 Viele Leute waren traditionell gekleidet. Eine Gruppe gefiel uns besonders gut und wir verweilten dort etwas länger. Schade, dass wir nicht länger bleiben konnten! 🤗

Von den Kiwis zu den Aussies

Ardmore Airfield

Nach dem Ausflug ins Auenland stand für uns eine wichtige Aufgabe an: Das Wohnmobil musste für die Überfahrt nach Australien geputzt werden. Als Standort bot sich der NZMCA Platz am Ardmore Airfield an. 🛩 Hier hatten wir einen schönen Blick auf die unterschiedlichsten Sportflugzeuge und konnten Abflüge und Landungen beobachten. 🛫🛬Drei Tage lang putzten wir das Wohnmobil von innen und außen, bis es am 17.12.18 wie neu aussah. 🚐

Die nächsten Tage waren wegen der angespannten Situation (Stinky Bugs) aufregend und anstrengend. 😳 Auch das Packen der beiden Koffer war wieder spannend. Denn wir mussten immer wieder Schuhe und Kleidung umschichten, bis beide Koffer 23 kg wogen. 😇

Auf zum Hobbiton Movie Set!

Von der Küste ins Landesinnere

Am 10.12.18 fuhren wir noch bis Tongaporutu zu einem schönen Platz an einer Meeresbucht. Bei dem guten Wetter lohnte es sich auch, die Stühle herauszuholen und genüsslich in der Sonne zu sitzen. ☀️ Am nächsten Tag suchten wir die „Three Sisters“, eine Felsgruppe, die aus dem Wasser ragt. Aber wir konnten sie von hier aus nicht sehen und eine längere Wanderung bei Ebbe hatten wir nicht eingeplant.

Nun ging die Fahrt auf der SH3 ins Land hinein, eine schöne Strecke durch zwei Schluchten hindurch. 😊 In Piopio sahen wir ein Schild, das auf Filmaufnahmen (Hobbit) hinwies. Eine traumhafte Strecke führte uns immer weiter ins Tal hinein. Alles schien hier noch urtümlich zu sein, Wälder, Farne, wenige Häuser, ein kleiner Fluss – einfach idyllisch! 🌿🌴 Da wir kaum Informationen zu diesem Movie Set fanden, kehrten wir nach 14 km um und genossen die Fahrt zur Hauptstraße noch einmal. Den Abstecher haben wir nicht bereut. 😇

In Kuiti konnten wir unseren Artikel ins Netz stellen und einen kleinen Rundgang durch den Ort machen. Dort entdeckten wir eine übergroße Plastik der Mahoenui Giant Weta. Giant Weta sind mit Grashüpfern 🦗 verwandt und die größten Insekten der Welt. 🧐 Sie wurden in einem 180 ha großen Stechginstergebiet südlich von Kuiti entdeckt. Da sie vom Aussterben bedroht sind, wurde dieses Stück Land unter Naturschutz gestellt. Ansonsten ist Stechginster jedoch im ganzen Land eine Plage für die Natur. 😳

Ganz in der Nähe unseres eigentlichen Ziels – Matama – fanden wir einen kleinen, ruhigen Freedom Platz am Lake Karapiro. Nur ein Camper (zwei Brüder aus der Schweiz) gesellte sich noch hinzu. 🚐 Ein idealer Platz, um den Enkeln mal wieder eine Karte zu schreiben! ✉️ Ich muss allerdings gestehen, dass uns so langsam die Motive ausgingen… 🐦🐧🦈🐑🐄

Im Auenland

Am 12.12.19 war es endlich so weit und wir fuhren die kurze Strecke zum Hobbiton Movie Set. Als wir am Parkplatz ankamen, trauten wir unseren Augen nicht – so voll war es um 9.30 Uhr schon! 😳 Wir erwischten gerade noch einen Platz für Wohnmobile 🚍 und fühlten uns in dem Trubel wie bei den Karl May Festspielen in Bad Segeberg. Um 10 Uhr fuhren wir mit 17 anderen Touristen im Bus ins Auenland. Die beiden Schweizer waren auch dabei und wir kamen natürlich ins Gespräch. 🚶‍♂️🚶‍♂️Unsere Tour – Begleiterin – ich nenne sie einmal Sarah – erzählte uns viele kleine Anekdoten, als sie uns durch das Auenland führte. Ich hoffe, dass ich alles richtig verstanden habe. 😉

Der Regisseur Sir Peter Jackson, der einen Drehort für den Film „Herr der Ringe“ suchte, flog kurzerhand mit dem Hubschrauber über das Land. 🚁 Als er von oben Russell Alexanders Farm erblickte, wusste er sofort: Das ist der ideale Ort für die Filmaufnahmen. 😎
Die neuseeländische Armee half mit schweren Maschinen zu Beginn bei der Erschließung. 🚧 Unter anderem legten sie eine 1,5 km lange Straße zum Set an. Schon nach 10 Monaten (Dezember 1999) begannen die dreimonatigen Dreharbeiten für die Trilogie „Der Herr der Ringe“. 💍
Als 2002 die ersten Touren durch das Auenland angeboten wurden, schnellten die Besucherzahlen in die Höhe. 🔝 Die Hobbit Höhlen waren aus unbehandeltem Holz, Sperrholz und Styropor gebaut und so der neuseeländischen Witterung ausgesetzt. ☀️🌨🌬 Das hinterließ seine Spuren. Von 2009 – 2011 wurden die Höhlen, die Brücke etc. mit dauerhaften Materialien wieder aufgebaut und die Dreharbeiten für „Der kleine Hobbit“ konnten beginnen. Der Filmdreh an diesem Ort dauerte nur 12 Tage. ⌛️ Während der ganzen Zeit wurde die Farm weiter bewirtschaftet und wird es heute noch. Schafe laufen auf der Straße, Gatter müssen geöffnet und geschlossen werden. 🐑🐑🐑

Ein paar Anekdoten muss ich noch berichten. Tolkien schrieb, dass die Hobbits unter Pflaumenbäumen saßen und Pflaumen aßen. Da diese jedoch zu groß waren, pflanzte man Apfelbäume. Wenn der Drehtag sich näherte, wurden alle Blätter und Früchte entfernt und künstliche Blätter und Pflaumen angebracht. 🍃🍏

Auch wurde ein kleiner Dorfteich ausgehoben, der sich mit Wasser füllte und Frösche anlockte. 🐸🐸Diese störten jedoch mit ihrem Froschkonzert bei den Filmaufnahmen und wurden an einen anderen Ort gebracht. 🎬 Klar, dass sie am nächsten Tag wieder zur Stelle waren…

Am Set gibt es einen künstlichen Baum, eine Eiche. Die 200 000 Blätter, die an diesem Baum befestigt sind, wurden in Taiwan hergestellt. 🍃🍃🍃

Warum sind die Höhleneingänge verschieden groß? Die kleinen ließen Gandalf groß und die großen die Hobbits klein erscheinen. 😉

Bei den Filmaufnahmen standen die Hobbits 3 Meter hinter Gandalf, damit sie kleiner wirkten. (Sicher ein alter Filmtrick.) 😊

Die Tour war kurzweilig und wir hatten (fast) genügend Zeit, uns alles in Ruhe anzusehen. Zum Fotografieren war die Zeit allerdings knapp bemessen. ⏱ Besonders eng wurde es im wahrsten Sinne des Wortes, wenn schon die nächste Gruppe hinter Werner erschien. 🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♀️🚶‍♂️
Alles war mit Liebe zum Detail hergerichtet und schön anzusehen. Es hätte mich nicht gewundert, wenn plötzlich ein kleiner Hobbit des Wegs gekommen wäre…
Die Tour endete natürlich im Green Dragon, in dem wir ein leckeres Gingerbeer tranken. 

Dass hier 2000 – 4000 Besucher pro Tag durch das Auenland geführt werden, glaube ich gerne. 😳 Als wir wieder zum Eingang kamen, wimmelte es nur so von Menschen. Trotzdem schauten wir uns noch eine Weile im Souvenirladen um, fanden aber nicht das Richtige für die Kinder oder Enkel. 😒 An zwei Büchern konnten wir jedoch nicht vorbeigehen: „The Hobbit“ J.R.R. Tolkien, illustrated by Jemina Catlin und „The Lord oft the Rings Sketchbook“ von Alan Lee. Eine schöne Erinnerung!

Der Besuch dieses Filmortes hat uns gut gefallen, auch wenn der Eintrittspreis recht hoch 💰und alles sehr touristisch war. Es ist interessant, was die Filmemacher alles zu bedenken haben, aber auch erschreckend, was für einen Film alles gebaut /produziert wird (z.B. 200 000 künstliche Blätter).🤗

Mount Taranaki und New Plymouth

Zum Mt. Taranaki zu fahren war schon lange Werners Wunsch. ☺️ Der Vulkan, der noch vor 250 Jahren aktiv war, hatte es ihm angetan. Der annähernd perfekte Vulkankegel 🌋ist immer (noch!) von Eis und Schnee bedeckt und oft von Wolken umhüllt. So auch am 7.2.18, als wir den Berg auf dem äußeren Ring umrundet hatten, und am Cape Egmont Lighthouse ankamen.☁️☁️
Dass dieser Berg zwei Namen besitzt, hat seinen Grund. Zuerst wurde er Mt. Egmont genannt. Später dann erhielt er aus Respekt vor den Ureinwohnern seinen alten Maori-Namen wieder. 🙂

Ganze zwei Stunden ⏳warteten wir, bis die 2519 m hohe Kegelspitze zu sehen war. Da war Geduld angesagt. 🙃 Aber der Fotograf freute sich sehr, als er endlich den ersehnten Blick fotografieren konnte. 😃 Einen langen Spaziergang konnte man an dieser Stelle leider nicht machen…

Es gibt zwei Möglichkeiten den Berg zu umrunden, einmal außen auf dem Surf Highway 45 und auf einem inneren Kreis. Den letzteren fuhren wir bis Kaponga, eine schöne Strecke mit Blick auf den Berg! 🏔 Hier erlebten wir einen herrlichen Sonnenuntergang.

An den nächsten beiden Tagen machten wir zwei schöne/anstrengende Wanderungen. 😇Leider war ich stark erkältet, das einzige Mal in der ganzen Zeit! Der erste Track führte uns ziemlich steil nach oben🔝, eine mühselige Angelegenheit, wenn man nicht fit ist. 😳Zuerst ging es durch den Wald, danach wuchsen nur noch Sträucher oberhalb der Baumgrenze. 🌴🌳🌲
Werner hatte sein ganzes Fotoequipment auf dem Rücken 📷📷⚖️ und auch ich benötigte viele Pausen. Wir sind halt keine Bergsteiger. 😉 Auf einer Picknickbank lernten wir Florence und Thorve kennen, die auch eine Pause eingelegt hatten.  Thorve macht gerade eine 2jährige Weltreise mit dem Fahrrad – auch nicht schlecht! 🚴‍♂️ Da der Wind 🌬💨immer weiter zunahm, gingen wir nicht bis zu unserem Ziel, sondern kehrten vorzeitig um. Nun war erst einmal Erholung angesagt! ☕️🍔

Der freie DOC-Platz, den wir an diesem Abend anfuhren, war ein Traum. 😎Wir standen auf einem Hochplateau im Egmont National Park – ein großer Platz mit wenigen Campern! Von hier aus konnten wir sogar am Abend und am nächsten Morgen die Bergspitzen des Tongariro Nationalparks sehen (Mt. Ruapehu, Mt. Ngauruhoe und Mt. Tongariro). 🏞🏔 Für uns sind das immer ganz besondere Momente. 😇

Die nächste Wanderung war nicht wirklich geplant. Wir wollten uns hier oben nur ein bisschen umsehen und zogen ohne Wasserflasche los. 🚶‍♂️🚶‍♀️Da alles so interessant war, gingen wir immer weiter, kamen durch einen Fußgängertunnel und landeten an einer Hütte mit Skilift. Hier genossen wir den Blick auf Mt. Taranaki und bedauerten, dass wir nicht den großen Rucksack gepackt hatten. 😳 Auf dem Rückweg beobachteten wir, wie gerade Gepäck mit der Seilbahn zur Hütte befördert wurde – spannend! Immer gibt es etwas Neues für uns zu sehen.😊

Zufrieden und etwas k.o. vom Vortag fuhren wir am selben Tag in Richtung New Plymouth. An unserem schönen, kleinen Stellplatz am Fluss Waiwakaiho gaben uns die Vögel ein Abendkonzert. 🐦🐦Wir sahen viele Tuis und eine neuseeländische Taube (Kereru). Herrlich! Die Taube erkenne ich inzwischen am Flügelschlag und den Tui am Gesang. 🎶Ein schöner Ort, um draußen am Blog zu arbeiten!💻

In New Plymouth wanderten wir am nächsten Tag auf dem Coastal Walkway. Wir gingen zum Hafen und in die Stadt immer am Wasser 🌊entlang. Es war ein wunderbarer Spaziergang, nur der Schatten fehlte uns in der Mittagssonne. ☀️ Bei der Wahl eines Lokals für eine kleine Stärkung hatten wir richtig Glück. 🍄🍀 Hier gab es verschiedene lecker zubereitete Salate, die uns richtig gut schmeckten. 

Bei unserem kleinen Rundgang durch die Stadt zog die Govett- Brewster Art Gallery unsere Blicke auf sich.🧐 In der gewellten Fassade spiegelte sich das gegenüberliegende Gebäude mit seinen Balkonen auf interessante Weise. Schade, dass so viele Autos dort parkten! 🚗🚕🚙  Auch einige schöne Skulpturen gab es zu bewundern. Wir hielten uns nicht sehr lange in der Innenstadt auf. ⏱ Bei unserem zweiten Besuch werden wir die Stadt bestimmt etwas genauer ansehen. 🔎
Uns zog es weiter zur Te Rewa Rewa Bridge, die wir auf vielen Postkarten gesehen hatten. Sie führt über den Fluss Waiwakaiho und ihre futuristische Form lädt zum Verweilen ein. 😎New Plymouth hat mit Sicherheit mehr zu bieten, aber wir hatten nicht mehr so viel Zeit, da wir eine Woche später unser Wohnmobil gründlich gesäubert in Auckland zum Storage bringen mussten‼️

Abschließend können wir sagen, dass uns die Tage am Mt. Taranaki und Umgebung richtig gut gefallen haben. 😊

Die Fahrt zum Mount Taranaki

Am 5.12.18 starteten wir bei starkem Wind 🌬💨von Wellington aus in Richtung Norden. Diesmal fuhren wir auf der SH2 durch den Tatarua Forest Park. 🌴🌲🌳Eine kurvige, traumhafte Straße! Wir passierten Featherston, Greytown, Carterton und Masterton. Diese Städte wurden nach Männern benannt, die an der Gründung maßgeblich beteiligt waren. In Greytown gab es das erste maorische Parlament.
Im Queen Elizabeth Park in Masterton sahen wir wieder seltene alte Bäume, z.B. Redwoods und Sequoias.😊

Auf die Fahrt durch den Manawatu Gorge mussten wir leider verzichten, denn er war seit zwei Jahren gesperrt. GORGE CLOSED! 😳Gut, dass wir nicht nach Wellington zurückfahren mussten, sondern auf dem Pamatua Track die Gebirgskette überwinden konnten!
Vorher übernachteten wir jedoch bei der „Tui Brewery“🍺 in Mangatainoka – abgelegen vom Trubel, den der Tourismus so mit sich bringt.😉

Am nächsten Tag machten wir noch einen Abstecher zum National Wildlife Centre Mt. Bruce. Hier wollten wir die seltenen Vögel 🐦Neuseelands beobachten. Der Besuch wurde zum Erlebnis, da Martin uns zu den Volieren begleitete und uns eine kleine Privatführung zukommen ließ. 😊Martin ist ein Volontier im Rentenalter und hat Freude an der freiwilligen Arbeit im Park. Als Werner versuchte den sehr seltenen Kokako ohne Zaun zu fotografieren, nahm Martin uns mit ins Gehege. Der Vogel war nur einen Tag alt, als er hierher kam. Da er von Menschen aufgezogen wurde, ist er sehr zutraulich. Leider kann er nicht für Nachwuchs sorgen, denn er erkennt seine Artgenossen nicht.🤔

Im Kiwihaus erfuhren wir viel über das Wappentier des Landes. Es steht seit 1953 unter Naturschutz. Wie viele andere Vögel Neuseelands können Kiwis nicht fliegen und sind ein gefundenes Fressen für die vielen eingeführten Säugetiere, wie z.B. Ratten, Possums, Wildkatzen. 🐱Diese Tiere haben wiederum keine natürlichen Feinde und vermehren sich schnell. Unzählige Fallen werden hier in den Wäldern aufgestellt, um den Kiwi zu retten.
Im verdunkelten Kiwihaus konnten wir zwei braune und einen weißen Kiwi bei der Futtersuche beobachten. Lange beobachteten wir die seltenen Vögel.

Außerdem sahen wir im Park noch Kakas, Bellbirds, Tuis und ein Dinoreptil. Das Spannende daran ist, dass es diese Vögel nur in Neuseeland gibt. 😇
Nach einem herzlichen Abschied von Martin, der drei Jahre in Ostfriesland gelebt hat, fuhren wir über Palmerston und Wanganui zum kleinen Ort Patea an der Tasman Sea.🚐

Dort standen wir direkt an der Steilküste und schauten auf das Meer, ein beeindruckender Blick! Der Spaziergang zum Meer und die Wanderung durch den schwarzen Vulkansand, an hohen Felsen und Dünen vorbei, war einfach herrlich. ☺️
Am Strand trafen wir einen Neuseeländer, der als Kind aus England nach NZ kam. Er erzählte uns von der Entwicklung der Immobilienpreise. Das Haus seiner Eltern ist nun das 30fache wert.

Im nächsten kleinen Ort kauften wir Briefmarken für unsere Weihnachtspost, die eine recht unterschiedliche Laufzeit nach Deutschland hatte. Leider kamen nicht alle Karten pünktlich an. 🙁Hier bestaunten wir ein Memorial – ein Whaka mit maorischen Figuren.

Ein Paradies für Wellenreiter fanden wir in Opunake vor und beobachteten die jungen Surfer, die teilweise viel Geschick bewiesen. 🏄🏽‍♀️🏄‍♂️
Es ist gar nicht so leicht, den richtigen Moment für die Welle zu erwischen. Kein Wunder, dass die Straße entlang der Küste Surf Highway 45 genannt wurde! 🤗

 

Bye bye South Island!

Bevor wir der Südinsel wieder den Rücken kehrten, machten wir am 2.12.18 noch einen Abstecher zum Lake Grassmere. In dieser Salinenanlage sahen wir ein Verdunstungsbecken neben dem anderen und schneeweiße Salzhalden. Da es sehr warm war, hielten wir uns nicht sehr lange hier auf. 🏃‍♀️🏃‍♂️

Von der schönen Küstenstrecke hatten wir uns schon verabschiedet und fuhren in Richtung Blenheim, dem „Wine Capital oft the World“. Diese Eigenwerbung ist zwar übertrieben, aber in dem milden sonnenreichen Klima gedeihen die Trauben besonders gut. Riesige Weinanbaugebiete erstrecken sich besonders im Wairau Valley. 🍇🍷

Auch wenn die ersten Rebstöcke schon 1820 von britischen Missionaren eingeführt wurden, dauerte es noch lange, bis der Weinanbau einen nennenswerten Platz in Neuseeland einnahm. Kein Wunder, denn das Nationalgetränk der Neuseeländer ist Bier.🍺

Unser Übernachtungsplatz war wieder ganz interessant. Für 5$ konnten wir auf einer Wiese übernachten, die eine ältere Dame zur Verfügung stellt. Außerdem schenkte sie uns noch Obst aus ihrem Garten. Einfach toll!🍊🍋

Am nächsten Tag fuhren wir in Picton auf die Fähre und erlebten eine wunderbare sonnige Fahrt durch den Fjord. Das Meer war ruhig und ich konnte die Rückfahrt auf die Nordinsel richtig genießen. ☺️

In Wellington angekommen steuerte Werner gleich auf den Freedom Campingplatz in der Evans Bay zu. 🚍Wo waren die Plätze geblieben? – Sie waren temporär verlegt worden, aber noch ganz in der Nähe. Glück gehabt!🍀

Unser Abendspaziergang an der Bay führte uns an individuellen Stelzenhäusern vorbei. Mir gefiel das Haus mit der Badewanne vor der Tür am besten. 🛀Dass es abends anfing zu regnen, wunderte uns überhaupt nicht. Denn wir waren ja in Wellington. 😉

Am nächsten Tag waren wir größtenteils damit beschäftigt, uns um ein Visum zu kümmern. Unsere 3monatige Aufenthaltserlaubnis endete am 20.12.18 und das Wohnmobil konnte erst am 28.12.18 verschifft werden. Nachdem wir alle Formulare online ausgefüllt hatten, konnten wir den Versuch, ein Visum zu beantragen abbrechen. Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens 3 Wochen, aber unser Flug ging schon in 2 Wochen am 19.12.18… 😳

Gut, dass wir im Museum of New Zealand/Te Papa Tongarewa so gut ins Internet kamen und gleichzeitig einen leckeren Cappuccino trinken konnten. 😊

Im Eingangsbereich des Museum stand ein prächtiger Weihnachtsbaum, an dem auch kleine Flip Flops und geflochtene Taschen hingen.🎄 Das sah lustig aus. Ein Mitarbeiter sprach uns an und wir kamen ins Gespräch. Daraufhin erzählte er uns die Geschichte der Pinien und wie es zur Holzwirtschaft in Neuseeland kam. Neuseeland besitzt eins der größten Waldgebiete, das von Menschen angepflanzt wurde. 🌲🌲🌲

Während unseres anschließenden Rundgangs durch die Stadt kam Wind auf, der immer mehr zunahm. 🌬Als wir an der Orientel Bay entlang zurück zur Evans Bay fuhren, wurde das Meer aufgepeitscht. Das war kein leichtes Fahren für Werner. 💨Im Hafen angekommen, beobachteten wir, wie zwei Personen versuchten ein kleines Rettungsboot auf einen Trailer zu fahren.🚤 Mindestens 15, wenn nicht 20 Versuche waren vergeblich.😳 Immer wieder drückte der Wind das Boot weg. Wir waren richtig erleichtert, als die Aktion endlich gelang. 😌

In dieser Nacht schliefen wir sehr unruhig, denn das Wohnmobil wurde vom Sturm richtig durchgeschüttelt. Der heftige Regen prasselte hörbar auf den Camper. ⛈🌬💨

Am nächsten Tag stürmte es weiter und ich filmte den Windmesser, eine riesige „Nadel“, die weit hin- und her pendelte. Gut, dass wir nicht diesen Tag für die Überfahrt auf die Nordinsel gewählt hatten! 😇🤗

Kaikoura

Schön, dass Neuseeland uns so viele Freedom Plätze zur Verfügung stellt! Eine Wiese, Bänke, ein Grillplatz, ein Trimm dich Pfad und nebenan der Ashley River. Auch für Einheimische ist dieser Platz in Rangiora ein Geheimtipp. Wir wanderten am 1.12.18 auf dem Damm am Fluss entlang und trafen viele Hundebesitzer. 😊
Die Regelung der Verschiffung nach Australien beschäftigte uns auch bei diesem Spaziergang.🤔

Der erste Teil der Fahrt war „langweilig“ 😉 : Felder, Wiesen, Kühe, Schafe, Wild und flaches Land. Als die Berge näher ans Meer herankamen, wurde die Landschaft wieder spannender. Seehunde, Felsen im blauen Meer, Sonne – alles wunderschön!☀️⛰

Auf der Kaikoura Peninsula legten wir in South Bay eine Pause ein. Obwohl es sehr warm war, pfiff uns ein kalter Wind um die Ohren.  ☀️🌬Nach einer Stärkung im Wohnmobil – draußen fanden wir keinen Schattenplatz – wanderten wir einen Hügel hinauf. 👟Von oben hatten wir eine wunderbare Aussicht auf das Meer mit all den Limestone-Felsen. Bei dem schweren Erdbeben im November 2016 wurde der Meeresboden angehoben und legte diese Felsen frei. Die Auswirkungen des Erdbebens sollten uns in der Stadt noch stärker ins Auge fallen…😔

In einem Busch konnten wir auf dem Rückweg einen Fantail beobachten. Dieser einheimische kleine Vogel bot uns eine kleine „Show“, flog hin und her, direkt an der Nase vorbei. An eine Aufnahme des Fantails mit dem gefächerten Schwanz war nicht zu denken! 😅

Auf der Fahrt nach Kaikoura –Town-Centre sahen wir im Hintergrund schneebedeckte Berge, einfach schön!🏔 In der Stadt wollten wir uns einen leckeren Crayfisch frisch aus dem Meer gönnen. Aber auf keiner Speisekarte fanden wir einen Hinweis. 😳Dafür hatten wir Glück mit dem Hotspot, den wir an der Library fanden.📖

An diesem Abend hieß es wieder: Wecker auf 6 Uhr stellen, um am nächsten Morgen einen Videochat zu starten. ⏰📱Gut, dass es diese Möglichkeit gibt! Wir freuten uns am nächsten Tag wieder sehr, unsere Enkel Theo und Oskar zu sehen und plauderten lange mit der Familie. 😊

Nach einem Camperfrühstück gingen wir ins örtliche Museum und informierten uns über das Erdbeben. Am 14.11.16 wurde die Stadt nachts um 00.02 Uhr von einem Erdbeben der Stärke 7,8 heimgesucht. Es starben zwei Menschen – am Tag wären mehr Menschen ums Leben gekommen. 
Die Ausstellung ist beeindruckend, da sie sehr persönlich gehalten ist: Fotografien, Schülerberichte, gebaute Welten im Karton und interessante allgemeine Informationen. Der Supermarkt wurde zerstört, sowie viele andere Geschäfte und Häuser. Als wir später noch einmal durch den kleinen Ort gingen, sahen wir viele Container, die uns vorher nicht so sehr aufgefallen waren. 😔

Da der Highway1 einen Riss bekommen hatte und die Straße lange Zeit nicht befahrbar war, war Kaikoura eine Zeitlang von der Außenwelt abgeschnitten. Außerdem lag eine Unmenge von Geröll auf der Straße, welches mit Hilfe von Löschhubschraubern weggeschwemmt wurde. 😌Am Strand war davon noch viel zu sehen. Auch an der Kaikoura Range war gut zu erkennen, an welcher Stelle Teile des Berges herausgebrochen waren. Dort wuchsen keine Bäume sondern nur Gras.

Lange Zeit mussten die Autofahrer einen großen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie von Christchurch nach Picton fahren wollten oder umgekehrt. Der Weg über die Berge dauerte natürlich viel länger. ⌛️So mancher kleine Ort in den Bergen profitierte jedoch davon, z.B. Murchison. Wir hatten Glück🍀, denn die Straße war wieder befahrbar, wenn auch teilweise nur einspurig. Übrigens werden täglich kleinere Erdstöße in Neuseeland gemessen. Mit der Gefahr, dass ein größeres Erdbeben ausbricht, müssen die Menschen hier leben.🤔

Wir verließen die Stadt und hatten danach gleich zwei schöne Erlebnisse. Seehunde (fur seals) tollten verspielt im Wasser herum. Stundenlang kann man sie dabei beobachten. Es wird nicht langweilig. 😊
Nach einer weiteren Fahrstrecke lachte uns eine Bude an, „Nins Bins“. Günstigen Crayfisch sollte es an solchen Buden geben – das hatte ich gelesen. 😎Ja, Crayfisch gab es, aber er war nicht günstig, sondern teuer. 💰Trotzdem gönnten wir uns einen und teilten ihn uns. Es schmeckte richtig gut.😇 Mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke.🤗

Banks Peninsula und Christchurch

Am 28.11.18 machten wir uns in der Mittagszeit auf den Weg nach Christchurch. Die Fahrt führte uns vorbei an Raps-, Getreide- und Kleefeldern. Schafe, Rinder und Wild grasten auf den Weiden – alles war flach wie auf Fehmarn. 😉
Bei einem Regenspaziergang durch den Stadtpark sahen wir in Ashburton große Sequoiabäume und beobachteten Wellensittiche, Papageien und Pfaue, die in Volieren lebten. Auch in Masterton sahen wir vor einigen Tagen (6.2.19) eine Voliere im Park. Das scheint hier in kleinen Städten wohl üblich zu sein. 😇

Unsere Zwischenübernachtung in Ellesmere am Selwyn River war o.k., aber wir haben nicht einmal ein Handyfoto dort gemacht. 😳

Als wir am nächsten Tag zur Banks Peninsula fuhren, waren die meisten Camper schon abgefahren. 🙃
Die Halbinsel ist wieder hügelig, daher die Fahrt auch recht kurvig. Ein Gruppe französischer Siedler erreichte diese Gegend noch vor den Engländern und gründete hier ihre Kolonie „Presqu`ile de Banks“. 🇫🇷Die Straßennamen in dem kleinen Ort Akaora (maorisch: langer Hafen) erinnern an diese Zeit und sollen wahrscheinlich auch Touristen anziehen. 
Denn früher hießen sie nicht Rue Jolie oder Rue Lavaud sondern xxx-Street. Dies erzählte uns die freundliche Frau, die uns in ihrer Fischbude einen besonders leckeren Fisch zubereitete. 🐟🍟„Alles Marketing!“, sagte sie. Da sie schon seit Jahrzehnte hier wohnt, muss sie es ja wissen.

😊 Trotzdem genossen wir die Stimmung in diesem Ort, wanderten zum Leuchtturm, machten einen Bushwalk und gönnten uns einen Cappucchino & Crêpe. ☕️
Bei unserem Spaziergang sahen wir riesige Bottiche, die an die florierende Walfangindustrie der Maori um 1820 erinnerten. 🐳 Als wir den herrlichen Freedomplatz entdeckten, war die Freude natürlich groß. Hier bereitete Werner den leckeren Lachs aus Twizel zu, ein Gedicht!! 🐟

Am 30.11.19 machten wir uns früher auf den Weg und kamen noch vor 10 Uhr in Christchurch an, nachdem wir unsere Flaschen, Dosen und Kartons zur Recycling Station gebracht hatten. 😊

Christchurch ist die Hauptstadt der Provinz Canterbury und mit etwa 366.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Neuseelands. John Robert Godley versuchte ein idealisiertes Ebenbild der anglikanischen englischen Gesellschaft auf den Antipoden zu errichten.🤔 Da auch andere europäische Siedler und Maoris hier lebten, stieß er schnell an seine Grenzen. Trotzdem erinnern viele historische Gebäude an diesen Beginn, z.B. die Christ Church Cathedral.⛪️

Als wir in die Stadt kamen, wurden wir an ein ganz anderes tragisches Ereignis erinnert. Am 4. September 2010 wurden die Bewohner der Stadt um 4.35 Uhr von einem Erdbeben der Stärke 7,1 aus dem Schlaf gerissen. Nur wenige Menschen wurden verletzt. Eine 30 km lange Verwerfung in den Canterbury Plains ist noch heute zu sehen.🧐

Einen wesentlich größeren Schaden richtete das nachfolgende Erdbeben der Stärke 6,3 am 22. Februar 2011 an. Da das Epizentrum hier näher an der Innenstadt lag, wurden viele Gebäude des historischen Zentrums zerstört. 180 Menschen starben und viele wurden schwer verletzt.
Baustellen, Zäune, leere Flächen und große Container kamen als erstes in unser Blickfeld. Alles sah zusammengewürfelt aus.
In der Innenstadt sahen wir große Kontraste: Neubauten – abgestützte Bauwerke – Reste (Säulen) von Gebäuden – Großbaustellen mit viel Lärm.

Die Neubauten sind sehr modern und auch das Ufer des Flusses Avon ist modern gestaltet. Erinnerungssterne wurden gerade auf den Bürgersteig geklebt. 😊
Auf den Hauswänden sind viele Gemälde zu sehen, die teilweise auf das Erdbeben bezogen sind, z.B. ein trauriges Gesicht.

Insgesamt herrscht hier Aufbruchstimmung. Viele Lokale waren an diesem Freitagnachmittag gut besucht. 😎

Besonders beeindruckend war der Besuch des Cathedral Squares. Der Turm der Christ Church Cathedral stürzte bei der Katastrophe auf den Platz. Es schien mir so, dass dies ein ganz besonderer Erinnerungsplatz ist. Viele Verkaufsstände stehen hier, Skulpturen sind zu sehen. Ein Mann sang aus vollem Halse, ein anderer verkündete die Botschaft Jesu. Auf die Infoschilder konnte ich mich bei diesen Geräuschen nicht konzentrieren. 😬

Kunst begegnete uns in dieser Stadt überall, z.B. sahen wir viele interessante Skulpturen, die bewusst in dieser Stadt stehen:

…“Thank you for enabling us to bring this explosion of colour to central Christchurch. An artwork to energise and inspire during the rebuild.

Public Art to make the city´s heart sing!“

 Eine Ausstellung vor dem Arts Centre, bei der verschiedene zeitgenössische Künstler mit einzelnen Werken vorgestellt wurden, begeisterte uns am späten Nachmittag. An einen Spruch erinnere ich mich immer wieder während unserer Reise:

„When was the Last time you did Something for the First time?“

Für einen Besuch der Art Gallery oder der Ausstellung „Quake City“ war es leider schon zu spät, da diese um 17 Uhr schließen. 🕰

Christchurch hat bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gerne hätten wir mehr Zeit in dieser Stadt verbracht, aber wir mussten weiter in Richtung Picton. Denn die Fährfahrt zur Nordinsel war schon gebucht. 🤗

P.S. Da wir morgen (13.2.19) wieder auf die Südinsel fahren, haben wir eine zweite Chance, diesen bemerkenswerten Ort noch einmal zu besuchen.

Am Waikati River entlang zum Lake Tekapo

Nachdem wir sechs spannende Tage am Pacific Ocean verbracht hatten, fuhren wir am 26.11.18 wieder landeinwärts. Unser Ziel war Lake Tekapo am gleichnamigen See, denn dort sollte in klaren Nächten ein wunderbarer Sternenhimmel zu sehen sein. ✨🌟Ein Meer aus Millionen von Sternen – mittendrin das Kreuz des Südens – das wollten wir unbedingt sehen.⭐️

Gleich zu Beginn der Fahrt sollten an einer Felswand Maorizeichnungen zu sehen sein. Leider war der Weg gesperrt. Auch der Umweg zu den Clay Cliffs – eine steinige Schotterstraße – lohnte sich nicht, denn wir wollten kein Wegegeld für die nächsten 4km bezahlen. 😳

Die Fahrt führte uns nun am Waikati River entlang, der mehrfach gestaut wurde. Ungefähr ein Viertel des neuseeländischen Strombedarfs wird hier in den Wasserkraftwerken produziert. 🔌An den Stauseen Lake Avienmore und Lake Benmore hielten wir an und bestaunten die mächtige Anlage. Schon beim Anblick des strudelnden Wassers wurde mir ganz schwindelig. 💫Die großen Wassermengen kommen aus den regenreichen Bergen.🌧⛰

Drei weitere Seen – Lake Ohau, Lake Pukaki und Lake Tekapo –  die alle durch Flüsse oder Kanäle miteinander verbunden sind, liegen den Bergen hier zu Füßen. 🏔

Kurz vor dem kleinen Ort Twizel erblickten wir eine Lachsfarm und einen POP-Platz (Park over Property). Wunderbar! Im türkisblauen Wasser sahen wir viele Wasservögel- einfach schön! 😊

Der „Salmon Spot“  wird von vielen Reisebussen angefahren. 🚌🚌Ob kalt oder heiß geräuchert, frisch oder als Sushi zubereitet – der Fisch kommt bei den Touristen gut an. 👍Als wir am nächsten Tag zum Café mit Verkauf spazierten, hatten die Mitarbeiter viel zu tun. Zwei Reisebusse standen gerade auf dem Parkplatz. Wir ließen uns von dem Trubel nicht abschrecken, suchten uns ein Stück Lachs aus und stellten uns in die Schlange. 😎

Nun ging es weiter auf dem Starlight Highway 🌟in Richtung Twizel. Dort steckten wir einige Postkarten ein und es ist kaum zu glauben: Während die einen Karten nach einer angemessenen Zeit von 2 WOCHEN ihr Ziel erreicht hatten, benötigte die Karte nach Eichenau doch glatt 2 MONATE. ❗️Wer weiß woran es liegt⁉️

Am Lake Pukaki mussten wir schon wieder anhalten.😉 Die türkisblaue Farbe des Sees strahlte uns einfach an. Wir wanderten 2 km zum Lookout – Bewegung muss sein – und waren nicht mehr allein. 🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♂️🚶‍♀️Alle fotografierten sich und ihre Gruppe vor dem wunderschönen See und der Bergkette, die mit Wolken verhangen war. ☁️☁️☁️
Mt. Cook/Aoraki konnten wir nur erahnen oder im Infocenter auf der Leuchttafel bewundern. 😇

Dafür erfuhren wir wieder etwas von Neuseelands Vergangenheit. Anfang des 20. Jahrhunderts wollte das „New Zealand Tourism Department“ die Attraktivität des Landes voranbringen. Da kam Duke of Bedford im Jahre 1904 zum richtigen Zeitpunkt mit seinem Geschenk beim Manager Thomas Donne an. 😉
Er schenkte dem Land fünf „Himalayan tahr“, die im Gebirge am Mt. Cook ausgebildet wurden. Da diese Tiere keine natürlichen Feinde hatten (außer den Jägern), wuchs der Bestand sehr schnell. 
Im Jahr 1970 zählte man 40.000 Tiere, die eine Gefahr für den Bestand des alpinen Grasslands darstellten. Schnell wurde ein neues Programm erstellt und schon 1984 lebten nur noch 1000-2000 Tiere im Gebirge.😳 Mit Hilfe von Helikoptern wurden die Tiere aufgestöbert.

So ist das mit der Einfuhr von Tieren, die keine Feinde im Land haben. Es wurden ja viele Tiere hier eingeführt, die sich fleißig vermehrt haben…

Nach einer weiteren Fahrt auf dem Starlight Highway ✨kamen wir bei unserem Ziel, Lake Tekapo, an. Blauer Himmel, türkisfarbener See und Sonnenschein, einfach herrlich! Wir waren sicher eine sternenklare Nacht vor uns zu haben. 🌟Die Wanderung am See bis zur steinernen „Church oft the Good Shepherd“ gefiel uns gut. Wieder war es nicht ganz einfach ein Foto ohne posierende Menschen zu machen. Die Kirche war ein besonders beliebtes Motiv bei den Touristen.⛪️

Leider zog sich der Himmel zu und bescherte uns „nur“ einen farbigen Abendhimmel. Von dem Meer aus Millionen Sternen🌟🌟🌟 keine Spur – geschweige denn das Kreuz des Südens mittendrin! Da waren wir schon etwas enttäuscht, 😯wollten aber nicht tagelang warten, bis wir den besonderen Moment erleben können.🤗