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Aoraki/ Mount Cook National Park

Der Aoraki/ Mount Cook NP liegt in den Neuseeländischen Alpen. Mit einer Höhe von 3754 m ist Mount Cook der höchste von 19 Bergen in diesem Gebiet, die alle über 3000 m hoch sind. Die Gletscher machen 40% des Parks aus, wobei der Tasman Glacier der größte von ihnen ist.
In den Gletscherseen Lake Ohau, Lake Pukaki und Lake Tekapo sammelt sich das Schmelzwasser der Gletscher. Die mitgeführten Mineralien geben ihnen die leuchtend blaue Farbe. 😊 Da wir bei unserer ersten Tour keinen Abstecher zum Aoraki gemacht hatten, freuten wir uns sehr, dass wir dieses Ziel bei unserer zweiten Tour anfuhren. 🚍

Wenn ich in mein handschriftliches Tagebuch schaue, lese ich immer wieder: „Diese Fahrt ist traumhaft schön.“ So auch die Fahrt vom Lake Tekapo zum Aoraki /Mt. Cook – Berge, Tussocklandschaften und PINIEN. Die Pinien sprießen hier überall aus dem Boden und es ist deutlich sichtbar, dass sie nicht hierhin gehören. Am liebsten hätte ich ein paar Sprösslinge entfernt… 😇

Peter´s Lookout lud uns zu einer längeren Pause ein – einsam waren wir an diesem Ort nicht. An dieser Stelle hatten wir einen wunderschönen Blick auf den höchsten Berg Neuseelands. Der schneebedeckte Gipfel von weißen Wolken umgeben und ein türkisfarbener See im Vordergrund – unglaublich schön! 😊

Der Mount Cook NP ist sehr beliebt und so waren wir froh, dass wir eine Lücke auf dem schon gut belegten DOC-Platz fanden. Wir freuten uns schon lange auf mehrere Wanderungen in diesem Gebiet. Nach den vielen Sonnentagen war jedoch eine Schlechtwetterperiode angesagt. 🌧🌬Am ersten Abend  (20.2.) konnten wir einen kleinen Gang unternehmen und auch die Nacht war bei 12° C sternenklar. 🌟

Unsere Wanderungen

Der nächste Tag bescherte uns jedoch heftigen Regen und Wind – eine längere Wanderung war nicht möglich. Also spielten wir, schrieben den Enkeln, besuchten das Info Centre mit seiner informativen Ausstellung und tranken eine köstlichen ☕️ Cappuccino. 

Erst am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum „Kea Point“. Es war ein einfacher Weg, vorbei an Moränengeröll, aber die Windstöße warfen mich fast um. 💨 Am Aussichtspunkt wurden wir durch eine tolle Sicht auf Berge und Wolken und den Müller Stream (Gletscherstrom) belohnt. Aoraki/Mount Cook versteckte sich hinter den Wolken. ☁️☁️☁️ Als eine größere Gruppe von Asiaten hinzukam, wurde der Aussichtspunkt schnell belegt und wir wurden Zuschauer einer ausgiebigen Fotosession.

Nach dieser kleinen Wanderung begann es wieder zu regnen und es gab erneut heftige Windstöße. In der Nacht stürmte es so sehr, dass das Wohnmobil wackelte. 😳

Am nächsten Tag konnten wir endlich den Hooker Valley Track gehen, ein einfacher bis moderater Weg zum Hooker Lake, der sich aus dem Hooker Glacier bildet. Wir mussten über drei „swing bridges“ gehen und das bei immer wiederkehrenden heftigen Windstößen! 💨💨💨

Viele Touristen aus Kanada, Australien, Deutschland, Frankreich, Israel, Asien und……waren hier unterwegs. 🚶‍♂️🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♀️

Am Ziel angelangt blieben wir so lange, bis die Wolken den Berg endlich freigaben. 🏔 Es war eine herrliche Wanderung, wolkig, teils sonnig und sehr windig. Teilweise war es so kalt, dass wir eine Mütze aufsetzen mussten. Erst auf dem Rückweg wurde es etwas wärmer. 🌤

Am nächsten Tag war bei 5° C keine Wolke am Himmel zu sehen. Wir gingen noch einmal bis zur ersten „swing bridge“ und genossen unsere Umgebung. ☀️

Tasman Glacier

Der Tasman Glacier liegt an den Hängen des Mount Cook und so war es für uns nur eine kurze Fahrt zum Parkplatz, von dem aus verschiedene Wanderungen möglich waren.

Bei unserer 1. Wanderung  zum Viewpoint Glacier Lake landeten wir mitten in einer sportlichen Gruppe: „Alps 2 Ocean“. Die Teilnehmer dieser Gruppe wanderten ca. 330 km in 7 Tagen und übernachteten in Zelten. Unsere Wege kreuzten sich später noch einmal. 😊

Wir mussten viele Treppen steigen um den erhabenen, aber auch schockierenden Blick auf den Gletschersee zu erhalten. 😅 Erst 2 Wochen vorher hatte der Tasman Glacier gekalbt – wir konnten die großen frischen Eisbrocken im See gut erkennen. Auch die von Geröll bedeckte Gletscherzunge und die Abbruchkante waren deutlich zu sehen. Die Landschaft hier ist karg – viele Steine und Felsbrocken und wenige Pflanzen. Direkt neben dem See sieht das Geröll „fein gemahlen“ aus. Wir kamen mit einem jungen Paar aus Malaysia ins Gespräch und tauschten unsere Erfahrungen aus. 😎

Unsere 2. Wanderung führte uns zu den „Blue Lakes“, die inzwischen grün sind. Hier waren nur wenige Menschen unterwegs, u.a. eine Italienerin aus Milano.
Die 3.Wanderung führte uns direkt zur Bootsanlegestelle am See. Von dieser Stelle aus sah alles noch viel beeindruckender aus. Man muss sich dabei vorstellen, dass sich der größte Teil der Eisberge unter Wasser befindet. Hier kamen wir mit zwei Männern aus San Francisco ins Gespräch und unterhielten uns auf dem Rückweg angeregt mit ihnen. Es war ein herrlicher Tag – auch wenn es mittlerweile eiskalt geworden war. ⛄️

Arthur´s Pass National Park

Unser nächstes Ziel war der Arthur´s Pass NP. Mit seinen 924 m ist der Arthur´s Pass der höchste Pass in den Southern Alps. Schon vor den Europäern nutzten die Mãori den Pass als Ost-West-Verbindung. Wir fuhren von Westen nach Osten durch den engen Otira Gorge. Hier war wieder Werners volle Konzentration gefragt, besonders als wir über den Otira Viaduct fuhren, der mit einer Steigung von 12%-16% auch LKW-Fahrer in ihre Schranken verwies. 

Bei einem ausgiebigen Halt genossen wir die Aussicht auf dieses im Jahre 1999 fertiggestellte Bauwerk. 📷

Am Parkplatz „Temple Basin“ hieß es: Wanderschuhe angezogen und auf zum Outlook und danach durch das Tal in Richtung See! 🥾Gräser, Blumen, Pflanzen – alles wunderschön! Als der Untergrund zu nass wurde, mussten wir leider umkehren.

Im kleinen Ort Arthur´s Pass beobachtete Werner, wie zwei Keas einem Urlauber das Sandwich vom Teller stiebitzten. 😳 Damit war klar, dass wir uns bei dem herrlichen Wetter nicht draußen hinsetzten. Im Lokal hingen schöne Pastelle, ein guter Ausgleich! Wir wanderten noch zum Wasserfall und machten uns wieder auf den Weg.

Immer wieder legten wir Fotostopps ein – manchmal lud die Stelle auch zu einem weiteren Spaziergang ein, so wie ein breites Flussbett am Abend. 🙂

Bei der Suche nach einem freien Übernachtungsplatz hatten wir großes Glück. Wir landeten im Cave Stream Scenic Reserve, einer breiten Ebene, umgeben von Hügeln und Bergen, traumhaft! 😊 Ein kleiner Gang führte uns zum Cave Stream, der an dieser Stelle einen Hügel durchbricht. Die ca. 600m lange Höhle war begehbar, aber das Wasser war eiskalt und reichte bis zur Hüfte. Wir beobachteten ein junges französisches Paar und am nächsten Tag eine ganze Schulgruppe, die mutig durch die Höhle gingen – immer gegen den Strom. Das letzte Stück musste man kriechend zurücklegen. 😳

Cape Palliser

Capes üben einen besonderen Reiz aus: Das Land – oft ein Felsen – ragt in das Meer hinein. Es sind einfach besondere Orte. ☺️

Dass wir an diesem Ort, naja fast an diesem Ort auch noch einen tollen Übernachtungsplatz am Meer vorfinden, ist einfach Glück – und alles für eine „Donation“. 😎 Als wir am Abend in dem kleinen Fischerort Ngawi ankamen, war ich recht müde. An diesem Tag waren wir eine lange Strecke gefahren, zumindest für neuseeländische Verhältnisse. 😉

Am 7.2.19 wanderten wir ca. 6,5 km an der Straße entlang zum Cape Palliser. Denn das Land ist in privater Hand und eingezäunt, auch der Strand. 😳
Eine schöne Abwechslung war es den Pelzrobben auf dem Weg zum Cape zuzuschauen. Denn in dieser Gegend befindet sich die größte Robbenkolonie der Nordinsel NZs. Besonders die jungen Tiere schwammen munter in natürlichen Becken umher und übten sich im Schwimmen, Klettern und Springen. 🌊 Von einem älteren Tier fühlten wir uns regelrecht beobachtet. Daher nannten wir sie „Wach-Robbe“. 🧐

Am Ziel angekommen gab es eine kleine Stärkung und schon ging es viele Treppenstufen (ca. 200) steil hinauf zum Leuchtturm, wo wir die Aussicht genossen. Da es keinen Rundweg gab, gingen wir den gleichen Weg flott zurück. 🚶‍♀️🚶‍♂️

Am nächsten Tag konnten wir beobachten, wie nach und nach die Fischer mit ihren Booten an Land kamen. 🚤 Ein Fischer verkaufte gerade eine Kiste mit Crayfish. Er gab mir einen Crayfisch in die Hand und schon war das Foto im Kasten.  📷 Geplant war das Ganze nicht…

Es war total spannend den Fischern bei ihrer Rückkehr vom Meer zuzuschauen. So waren wir eine ganze Weile damit beschäftigt, zu beobachten, wie die Schiffe auf die Trailer fuhren und mit Raupen an Land gezogen wurden. Alles ging Hand in Hand. 😊

Am Nachmittag machten wir eine wunderbare Wanderung im Aorangi Forest Park. Der Weg führte durch den Wald zu einem Lookout, der uns einen Blick von oben auf die sogenannten „Pinnacles“ erlaubte. Weiter ging es auf einem Weg, der uns mitten zwischen  hohe Felsformationen führte. 🏞
Diese bestehen aus einem Sandsteingemisch und verändern sich durch den Einfluss von Wind und Regen laufend. Das Geröll auf dem Weg sprach Bände und ich war froh, als wir aus dem engeren Bereich wieder herauskamen. 😳Wer weiß, wann die Spitzen nicht mehr stabil sind und herunterfallen – wir nicht! 

Zurück gingen wir an einem kleinen Fluss entlang, den wir immer wieder überqueren mussten, aufregend! Die Vögel sangen uns ein Abendkonzert 🎶 und wir konnten die Fantails beim Baden beobachten. Muscheln in einigen Felsbrocken zeugten davon, dass vor langer Zeit alles vom Meer bedeckt war. 🐚🐚

Diese Wanderung war eine von unseren ganz besonders schönen Wanderungen. 🤗

Vom Cape Kidnappers zum Cape Palliser

Die Küstenregion südlich von Napier hatten wir noch nicht gesehen. Also fuhren wir am 1.2.19 nach unserem spannenden Ausflug zum Cape Kidnappers über Hastings an die Küste. Eine gute Woche genossen wir die kleinen Orte und Strände am Pazifischen Ozean. Da es keine durchgängige Küstenstraße hier gibt, fuhren wir teilweise durch die dünn besiedelte Landschaft. 😊

New Zealand Pigeon / Kereru

Wir machten einen herrlichen Strandspaziergang in Waimarama, übernachteten ganz einsam in Elsthorpe und gingen dort im „alten Wald“ spazieren. Farne, alte Bäume und endemische Vögel erfreuten uns.🌿🌴🌳  In Kairakau Beach fanden wir unverhofft einen wunderschönen Übernachtungsplatz unter Bäumen mit Blick auf das Meer. Hier fuhren wir die Markise heraus, holten Tisch und Stühle aus dem Womo und machten mal wieder Urlaub. ☀️⛱ Ein langer Strandspaziergang und ein Bad in den Wellen gehörten natürlich dazu. Werner liebt die Wellen, wohingegen ich lieber schwimme 🏊‍♀️, was hier kaum möglich war. 🌊

Unsere nächsten Stationen waren Mangakuri Beach und Pourere, wo wir am folgenden Tag lange Wanderungen am Strand unternahmen. 🚶‍♂️🚶‍♀️Jeder Strand sieht anders aus – einfach spannend! Wir trafen nur wenige Menschen hier und genossen die Weite. Auch der Regen wartete, bis wir wieder am Auto eintrafen…🌧

Die Fahrt übers Land zwischen beiden Orten war wunderschön – einige Höfe, abseits von allem. 😊 Landschaftlich ist hier alles sehr natürlich, nur die Schotterstraßen sind schlecht zu befahren. Hier fahren wohl nur die Farmer. 🚜

Unser Abstecher ins Land nach Waipukurau hatte viele Gründe: z.B. Einkauf und Dumpstation. 🍎🥝🍞Der Hauptgrund war jedoch ein Anruf am 3.2.19 in Stodo früh am Morgen und in Koblenz am Abend. 📱📞 Dafür benötigen wir WLAN und einen Übernachtungsplatz in der Nähe…

Die Videoanrufe haben uns natürlich wieder viel Freude bereitet. Schön, dass es diese Möglichkeit heutzutage gibt! BNZ sei Dank! 🏦
Die Stadt war nicht so interessant, aber wir fanden zufällig eine „Scenic Road“, spazierten durch ein großes Flussbett und einen kleinen Wald🌳🌴. Bei 31° waren wir um jeden Schattenplatz froh. ☀️☀️☀️

Die Fahrt durch das Land von Waipukurau zum Te Paerahi Beach ist wieder sehr schön. Hier herrscht ein anderes Klima. Es ist trockener, sonniger, es gibt keine Farne, aber sanfte Hügel, Bäume und Schafe. 😊

Der natürliche Freedomplatz an den Dünen am Meer unter Pinien erinnerte uns an unsere Urlaube in Südfrankreich. 😎 Wieder ein herrlicher Tag am Meer mit einem kleinen Plausch mit unseren „Nachbarn“ aus Palmerston!

Für die nächsten 118 km von Te Paerahi Beach über Akitiko bis Pongaroa benötigten wir mehrere Stunden. 🕰 Das lag wohl an den vielen Kurven, Stopps und dem heftigen Wind in dieser Gegend. 💨

Der Halt am Akitio River bescherte uns viel Wind und noch mehr Sandflies, so dass der Spaziergang im Flussbett recht kurz ausfiel. 😳 Die Fahrt von dort aus bis Pangaroa ging durch ein „Dusty Gulli“ – links und rechts Hügel und dazwischen ein extremer Wind. Da waren wir froh, als wir heil am Übernachtungsplatz bei den Schafen ankamen. 🐑🐑🐑 Ein neugieriges Schaf entwich immer wieder, aber Werner schaffte es mit viel Geduld das Schaf wieder zu seiner Herde zu locken.😉

Ein Schild in dem Ort erinnerte uns an den Waitangi Day am 6.2. und so landeten wir am nächsten Tag in Masterton. Im Queen-Elizabeth-Park spielte die Band Waifest und die Menschen, hauptsächlich Maoris, feierten ihren Tag.  🎸🎷

An diesem Tag wurde im Jahr 1840 der Vertrag von Waitangi von Maori-Führern und dem englischen Vertreter der Krone, Hobson unterzeichnet. Da die Verträge in den beiden Sprachen nicht dasselbe bedeuteten, kam es danach zu großen Problemen zwischen den Maori und den europäischen Einwanderern. Seit 1974 ist dieser Tag ein Nationalfeiertag in Neuseeland. 🇳🇿

Die Musik der Band gefiel uns und wir blieben bis zum Ende der Veranstaltung (15 Uhr).  🎶 Der junge Bürgermeister sprach seine Dankesworte in beiden Sprachen. Den maorischen Spruch haben wir leider nicht verstanden. 🎤

Die Musik noch im Ohr fuhren wir weiter bis zum Cape Palliser. 🤗

 

 

 

Cape Kidnappers – Gannet Colony

Unsere Tour durch NZ haben wir nicht völlig durchgeplant – das ist ja das Schöne an dieser Art zu reisen. Aber es gibt schon Eckdaten, die wir berücksichtigen müssen. Die Gannet Colony wollten wir unbedingt sehen – im Februar ist es dort besonders interressant. 😊

Aber wir wären auch gerne am Waitangi Day (6.2.) in Whakatane gewesen um zu beobachten wie das große „waka“ (Kanu) feierlich zu Wasser gelassen wird.🛶  Die Stadt Whakatane hatten wir schon hinter uns gelassen und nun buchten wir eine Tour bei „Gannet Safaris – Overland“. Ohne Führung konnten wir diesen Ort nicht erreichen. 🤔

Die Bustour dauerte insgesamt 3 Stunden, wobei wir eine gute halbe Stunde Zeit hatten die Vögel zu beobachten. 🚌

Unser Fahrer und Tourbegleiter Graham erzählte uns viel von der Vergangenheit und der Gegenwart des Capes. Es war eine atemberaubende Fahrt durch ausgetrocknete Flussbetten und nahe an steil abfallenden Klippen. Da musste man schon Vertrauen in den Fahrer haben, der uns mit seinem Allradbus über das Cape fuhr und uns dabei auch noch unterhielt. 😳 😇

Das Cape gehört heute dem Amerikaner Julian Robertson. Ein Golfplatz, exklusive Lodges und eine Schaffarm sind hier zu finden, alles nichts für unseren Geldbeutel. 💰💰💰…
Es grasen keine Rinder mehr hier, der Wald wurde renaturiert, Kauris wachsen hier und bestimmt leben dort auch viele endemische Vogelarten. Es sei denn die ausgesetzten Katzen jagen diese zu eifrig…😳

Nun zu den den Gannets (Tölpeln). Hier am Cape Kidnappers befindet sich mit 8000 Paaren die größte von Land zugängliche Tölpelkolonie der Welt. 🐦 Es handelt sich hier um australische Tölpel, die im Frühling zum Brüten hierher fliegen und spätestens im April wieder nach Australien fliegen. 

Als wir die muntere Schar besuchten, übten sich die Jungen gerade im Fliegen. Es war spannend ihnen beim unbeholfenen Starten und Landen zuzusehen. Die Jungen waren verschieden alt, so dass wir noch einige Vögel mit Flaum am Körper beobachten konnten. Menschenscheu sind diese Tiere nicht…😊

Der Geräuschpegel war recht hoch, ich glaube sogar noch höher als in einem Klassenraum oder Lehrerzimmer. 🎶🎶🎶
Wir konnten uns gar nicht satt sehen, aber nach einer halben Stunde ging es wieder zurück zum Startpunkt. ⏱ Es war ein wirklich spannendes Erlebnis.

Gerne hätten wir auch die preisgünstigere Fahrt bei Ebbe am Strand gemacht. Aber der Strand wurde abgesperrt, da wenige Tage zuvor ein „landslap“ einige Besucher in Gefahr gebracht hatte. Ja, Mutter Natur ist unberechenbar…
🤗

 

Te Urewera National Park

Eine Fahrt in den Te Urewera NP hatten wir schon bei unserer ersten Tour ins Auge gefasst. Er wurde 1954 zum Schutz der größten noch erhaltenen unberührten Wälder in Neuseeland gegründet und ist der größte Urwald der Nordinsel. 🏞 Da dieses Gebiet dünn besiedelt ist, konnte sich die Natur hier behaupten und seltenen Vogelarten Schutz geben. 😊Die Europäer kamen erst spät in das von den Tūhoe bewohnte Terrain. Auch heute wird dieses Gebiet von den Maori bewohnt.

Im Info Centre wurde uns wegen der Schotterstrecke davon abgeraten. 😬 Aber Stewart aus Nelson war diese Strecke gefahren und zeigte mit einem Lächeln auf seinen verstaubten Camper. 🚐

Werner war hin- und hergerissen… – schließlich entschieden wir uns für das „Abenteuer“. Mit vollem Tank, Wasser und Vorräten ging es am 24.1.19 am Nachmittag in Whakatane los. Je näher wir an den Nationalpark kamen, umso schöner und uriger wurde die Landschaft. 🌿🌳🌱🌴 Im Nationalpark angekommen fuhren wir bergauf in den Urwald hinein.

Steile Abhänge ins Tal, in dem ein kleiner Bach floss,  erforderten Werners volle Konzentration. Eine Fahrt durch eine traumhafte Gegend! 😊 Unser Schlafplatz „Mimiha Bridge“ sah aus, wie im Märchen: Eine Wiese, Birken, ein Bach, eine alte Feuerstelle und rundherum Urwald. 🌳🌴🌲 Frische Spuren von Kühen und Pferden fanden wir bei unserem Gang in den Wald.

Weiter ging es am nächsten Tag  auf der Schotterstraße – immer schön langsam‼️ Bei einem Lookout kamen wir mit zwei Frauen aus Auckland ins Gespräch. Eine der beiden unterrichtet maorische Kinder und meint, dass die Maoris sich zwar integriert fühlen, aber ihrer Meinung nach nicht integriert sind.
Das ist sicher ein Seiten füllendes Thema. Wir sehen Maoris und Pakeha (Einwanderer aus Europa) gemeinsam arbeiten. Aber wir sehen auch Gegenden, in denen überwiegend Maoris wohnen. 🤔

Bei einem Picknick am Bach auf der Omahuru Campsite sahen wir zum ersten Mal den kleinen Vogel Tomtit. Auch die neuseeländische Taube Kereru flog von Baum zu Baum. 🐦Mit einem älteren Herrn, der früher Milchbauer war, plauderten wir hier lange über alle möglichen neuseeländischen Themen. Er jagt in diesem Gebiet seit Jahrzehnten Rotwild und erwartete noch seine Jagdfreunde. 🦌

Wir fuhren weiter zur Mokau Landing Campsite am Lake Waikaremoana, ein schöner Familiencampingplatz! 🏕 Längere Wanderwege gab es hier leider nicht. Aber lesen, skizzieren, schwimmen und einfach relaxen konnte man hier wunderbar. 😇 Außerdem durften wir an diesem Platz ein kleines Lagerfeuer machen. Das machte richtig Spaß. 🔥

Am nächsten Tag ging es weiter auf der Schotterstraße mit dem Ziel Rosy Bay Campsite, wo wir wieder den letzten Platz erwischten. Vorher entdeckten wir noch Wanderwege durch den Urwald. 🌴🌳 Wir wanderten zu den Wasserfällen, wo man deutlich sehen konnte, dass das Land vor vielen, vielen Jahren abgesackt war. Große Felsblöcke lagen überall auf dem Boden. 🧐

In der Rosy Bay machten wir einfach Urlaub, schwammen im See und bewunderten die kantigen Felsvorsprünge, die meterweit herausragten. 😎
Die Weiterfahrt bis Wairoa war zwar landschaftlich sehr schön, aber die Straße war schlecht befahrbar – eine Gravelroad mit großen Steinen, oh weh! 😳
Die Tage im Urwald haben uns so richtig gut gefallen. 🤗

Von Thames bis Waihi Beach

Auf den Spuren der Goldgräber

Am 21.1.19 durchquerten wir die Coromandel Peninsula von Thames bis Waihi Beach.

In der Vergangenheit war die Halbinsel das reinste Goldgräberparadies.  Überall sahen wir Spuren aus dieser Zeit. ⛏ Am Karangahake Gorge ergatterten wir den letzten Parkplatz (Ferienzeit) und wanderten auf den Pfaden der Goldgräber. 🚶‍♂️🚶‍♀️Der Weg führte uns durch ein Tunnelgeflecht zu einer größeren Mine mit 6 Leveln. Kaum vorstellbar, wie die Menschen dies alles gebaut haben! 😳 Wir sahen von allem nur noch Ruinen, einige Räder, Geräte und Bahnschienen. Eine spannende Erfahrung war auch die Wanderung durch den 1km langen Tunnel, der glücklicherweise beleuchtet war. 😇

Waihi Beach

Am Waihi Beach machten wir eine lange Wanderung bei bestem Sommerwetter und kühlten uns in den herrlichen Wellen ab. 🌊 Lange am Strand sitzen war hier nicht angesagt – dafür war es auch um 16 Uhr noch zu heiß. 🏖 Schon morgens um 10 Uhr war hier richtig warm. ☀️ Unsere Sonnencreme SPF 50+ war täglich im Einsatz. 😊

Summertime in New Zealand

Am 13. Januar 2019 landeten wir wieder in Auckland und holten einen Tag später unser Wohnmobil ein wenig beschädigt im Hafen ab. 😳

Nun konnten wir ein zweites Mal durch Neuseeland reisen und Gegenden erkunden, die wir zuvor nicht gesehen hatten. Diese drei wunderbaren Monate sind jetzt (5.4.19) fast vorbei. Daher wird es höchste Zeit für einen Rückblick mit den besonderen Eindrücken dieser zweiten Tour. 🚍

Die vielen Erlebnisse und das oft fehlende WLAN führten dazu, dass wir es nicht geschafft haben mit unseren Berichten am Ball zu bleiben. 🤨 Aber wir können sagen, dass wir Land und Leute immer besser kennengelernt haben. 😎

Uns ging es nicht darum noch einmal zu den Highlights der ersten Tour zu fahren. Nein, wir wollten ein wenig abseits der viel befahrenen Strecken das andere Neuseeland sehen. 🇳🇿Es ist uns gelungen und wir haben dabei mit vielen Kiwis (Neuseeländern) gesprochen. 🥝Während im Januar (Sommerferien) die Familien mit Kindern unterwegs sind, beginnt für alle anderen die Reisezeit im Februar. 🚐🚐🚐

Es ließ sich aber nicht vermeiden, dass wir hin und wieder die selben Orte besuchten und manchmal auf dem selben Stellplatz standen. Auch fuhren wir zu einigen Nationalparks, die bei Touristen sehr beliebt und daher recht bevölkert sind – auch das ließ sich nicht vermeiden. So z.B. Aoraki/Mount Cook National Park und Lake Tekapo. 🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♀️🚶‍♂️🚶‍♀️🚶‍♂️

Die zweite Tour unterschied sich völlig von der ersten, denn wir hatten die „wichtigen“ Highlights fast alle gesehen. Wir hatten viel Zeit und nahmen sie uns auch, verweilten länger an manchen Orten, spielten abends ein Spiel und lasen regelmäßig.

Über unsere besonderen Erlebnisse werden wir in den nächsten Tagen berichten.