Asilah

Asilah ist eine kleine Küstenstadt im Norden Marokkos, ein schöner Ort, um in diesem Land erst einmal anzukommen. Bedeutende Sehenswürdigkeiten und Museen gibt es hier nicht. Aber als wir mit Dinah am frühen Abend durch die blau-weiß getünchten Gassen der Medina schlenderten, genossen wir das besondere andalusische Flair dieser Stadt.
Wie das bei Gruppenunternehmungen so ist, waren leider immer die vielen Menschen im Weg, wenn Werner fotografieren wollte. Also wartete er ab und alle anderen warteten dann manchmal auf ihn….. Immer wieder höre ich auch heute noch: „Man muss einfach mehr Zeit haben und in Ruhe im eigenen Tempo durch die Altstadt gehen.“
Hier herrschte eine schöne Atmosphäre, in der freundliche Händler in Läden Waren verkauften. Auch an einer Musikgruppe gingen wir vorbei.

Der Gang endete in einem Lokal in der Neustadt, wo wir unser erstes gemeinsames Essen genossen. Einer fehlte jedoch – Bernd, der die ganze Zeit von einem Marokkaner in Beschlag genommen wurde. Seine Frau Petra machte sich auf die Suche und fand ihn schnell – natürlich in Begleitung des Marokkaners, der ihm eine Privatführung gab.
Nach dem Essen erfolgte die tägliche Besprechung für den nächsten Tag, ein aufregender Tag endete.

Mit den Kunstwerken der Stadt beschäftigten wir uns am nächsten Morgen, auch wenn die anderen Teilnehmer schon zum nächsten Ziel unterwegs waren. Mit Beginn der 1970er Jahre wurde von Künstlern eine Initiative ergriffen, die den schmutzigen Fischerort im Laufe der Jahre zu einer Künstlerstadt verwandelten. Es begann mit einer Initiative zur Straßenreinigung und mündete in das Kulturfestival Moussem Culturel International d´Asilah. Seitdem strömen jedes Jahr Künstler und Touristen zu diesem Kulturfestival im Juli und August in die Stadt. 
Wir betrachteten und fotografierten die Skulpturen, die vor den Mauern der Medina aufgestellt waren. Es war eine bunte Mischung aus mehreren Jahren von Künstlern verschiedener Länder – einfach sehenswert!

Als die Fahrt nun doch weitergehen musste, kauften wir noch schnell bei einem Händler eine große Tüte Erdnüsse aus der Gegend ein. Wir haben sie bis heute noch nicht geöffnet….

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