Alle Beiträge von Andrea und Werner Knopp
St. Siméon – Les Bélugas
Fleuve Saint-Laurent – Baie-Saint-Paul
Parc de la Chute – Montmorency
Nachdem wir unsere Berichte geschrieben (Andrea), die Fotos fürs Web optimiert haben (Werner), eingekauft und telefoniert haben, ging es am 4.8.15 weiter zum Parc de la Chute – Montmorency, 10 km nördlich von Québec. Schon zu Hause hatte Werner im ADAC Reiseführer von diesem Naturschauspiel gelesen: „Majestätische Gewalt: Die Montmorency Falls stürzen 83 m in die Tiefe“. Dazu ein Foto, dort mussten wir hin!! Mir hätte es nicht viel ausgemacht, wenn wir diesen Punkt weggelassen hätten 😉 .
Wer sich die Fotos anschaut, weiß was ich meine!!! Ich musste mich sehr überwinden, diese steilen Treppen hoch zu steigen und durfte nicht nach rechts oder links oder gar nach unten oder oben schauen. Also konzentrierte ich mich auf das Treppensteigen und ging stramm nach oben – Pausen machte ich immer dann, wenn genügend Platz vorhanden war. Wie froh war ich, als ich oben auf der Wiese stand und endlich den Wasserfall genießen konnte! In der Zeit hatte Werner schon unzählige Fotos gemacht. Die nächste Herausforderung war die Brücke über den gewaltigen Wasserfall. Während andere Besucher locker auf der Brücke standen und fotografierten, ging ich auch hier zügig hinüber. Gerne wäre ich mit der Bahn wieder herunter gefahren! Aber nach einigem hin und her entschlossen wir uns zu Fuß nach unten zu gehen. Das war wesentlich einfacher. Ein Bergsteiger wird aus mir wohl nicht mehr werden 😉 .
Am Abend wartete die nächste Herausforderung auf uns. Wir hatten uns am Vormittag einen Barbecuegrill gekauft, der nun zum Einsatz kommen sollte. Als wir die Packung öffneten, sahen wir lauter Einzelteile und unzählig viele Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben……Gut, dass wir eine genaue Anleitung hatten! Wir machten uns an die Arbeit und siehe da (es war schon dunkel…), wir konnten unser Fleisch noch grillen und ließen es uns schmecken. Nebenbei hörten wir einen kleineren Wasserfall des Parks und waren begeistert.
Fleuve Saint-Laurent – Québec
Fleuve Saint-Laurent – Die Rast
Fleuve Saint-Laurent – Rivière du Loup
In Rivière du Loup planten wir zwei Übernachtungen ein. Das Wetter war bestens, die Sonne schien und wir wollten die vielen neuen Eindrücke verarbeiten und aufschreiben. Schon von weitem fiel uns „Noel au Château“ ins Auge, ein Weihnachtsschloss im Sommer! Auch wenn ich sonst keine Weihnachtslieder im Sommer hören mag, hier sang ich die englischen Lieder, die aus einem Lautsprecher erklangen fröhlich mit. Der Weihnachtsschmuck, den man hier erstehen konnte, entsprach nicht meinem Geschmack. Wieder einmal Geld gespart! Auf auf eine Schlossbesichtigung konnten wir gut verzichten. 😉
Die Umgebung und die Stadt haben wir zu Fuß erkundet. Der Campingplatz lag nah am Fähranleger, denn hier fuhr eine Fähre über den St. Lawrence River nach St.-Siméon. Kurz überlegten wir, am nächsten Tag mit der Fähre überzusetzen, aber wir entschieden uns dagegen. Der Preis war recht hoch und das Wetter wechselhaft. Außerdem wollen wir noch eine Schifffahrt buchen, um Wale zu beobachten, die in den Sommermonaten hier anzutreffen sind. In der Stadt waren zwei Dinge interessant, die Einkaufsstraße und ein kleiner Wasserfall im Parc de la chute. Im Park hätten wir noch eine lange Wanderung machen können, aber der Weg in die Stadt war schon recht lang gewesen. Also wanderten wir zurück zum Campingplatz.
Der Campingplatz war sehr gut besucht, denn es war Wochenende und die Leute erholten sich beim Spiel: Pétanque und ein Hufeisenspiel waren angesagt. Beim Spiel war richtig Leben auf dem Platz! Abends wurde es ziemlich kalt, sodass wir nicht mehr draußen saßen.
Am Abend legten wir nach dem Essen eine lange Blogsession ein. Es macht Spaß über die Tour zu berichten, man erlebt alles noch einmal und liest so manches nach. Zum Spielen oder Lesen kommen wir kaum….
Grand Falls
Nun steuerten wir den St. Lawrence River an, den wir aber nicht am selben Tag erreichten. Gegen Abend entschlossen wir uns in Grand Falls zu übernachten, was sich wieder einmal als Glücksfall erwies. Am nächsten Tag (31.7.)deckten wir uns erst einmal mit Lebensmitteln und Getränken ein und fuhren zum Wasserfall. Ein tosendes Geräusch und ein toller Anblick! Wir informierten uns über die geschichtliche Entwicklung der Energiegewinnung und erfuhren, dass ein Mensch vor vielen Jahren den Wasserfall überquert haben soll; ich kann es mir kaum vorstellen. Heute kann man mit der Seilbahn schwebend über das Wasser gelangen. Es sieht toll aus, aber mein Ding ist es nicht!!!
Bei schönstem Sonnenschein picknickten wir am Wasserfall – Baguette mit Tomaten – herrlich! Nun ging es weiter in Richtung Norden. Auch die Fahrt war ein Erlebnis, weit und breit war nichts Anderes zu sehen als Wälder, Gebirge, Flüsse und Seen. Hin und wieder sahen wir Windräder in der Ferne stehen. Am späten Nachmittag kamen wir in Rivière du Loup an und hatten wieder eine Stunde Zeit gewonnen, da wir uns in einer neuen Zeitzone befanden. (Atlantic Time – Eastern Time) Auch hier bekamen wir wieder einen schönen Platz mit Blick auf das Wasser. Nach einem kleinen Abendspaziergang ließen wir den Tag ausklingen.
Der Weg ist unser Ziel
Liebe Leser!
Bald werden wir mit unserem Wohnmobil Nordamerika bereisen. Wir nehmen uns hierfür ausreichend Zeit und berichten auf dieser Website von unseren Erlebnissen. Ja, es wird ein Abenteuer. Wir sind gespannt auf die Weite und Schönheit des Landes und auf die Gastfreundlichkeit der Menschen. Unser Camper verlässt am 1. Juli mit dem Schiff Atl. Conveyor 5206 den Hamburger Hafen in Richtung Halifax.
Liebe Grüße
Werner und Andrea