Archiv der Kategorie: Reisetagebuch

The capital – Washington D.C.

Ein Jahr in Amerika (USA), ohne die Hauptstadt zu besuchen? Nein, Washington war für uns gesetzt, dafür ließen wir Philadelphia links liegen. Schade, denn in Philadelphia gibt es sogar einen deutschen Stadtteil. Die Hauptstadt sollte auf neutralem Boden entstehen, daher traten Maryland und Virginia Land ab,  der „District of Columbia“ entstand und die Hauptstadt konnte gebildet werden.

Unser schöner Campground liegt in Maryland, der Friedhof, auf dem sich das Kennedygrab befindet, liegt in Virginia und wir fuhren täglich mit Bus und Bahn nach Washington, D.C.. Den Campingplatz auf dem Cherry Hill können wir empfehlen, bequemer hätten wir nicht in die Stadt fahren können. Der Bus hält auf dem Gelände des Platzes. 😉

In Washington gibt es eine Besonderheit: „The Smithsonian“ ist eine Stiftung, die einen ganzen Museumskomplex unterhält. Auch Gallerien und der Zoo gehören dazu. Viele Museen und Gallerien liegen in der Innenstadt aneinandergereiht, so dass man von Museum zu Museum wandern könnte, denn der Eintritt ist in diesen Museen frei. 🙂 🙂 Aber wir halten uns immer recht lange in Museen und Gallerien auf…
Am ersten Tag (25.10.15) sahen wir eine Weile den Marathonläufern zu, die die National Mall umrundeten. Zweimal mussten wir schnell durch eine Lücke laufen, puh!, denn wir wollten das „National Museum of the American Indian“ besuchen. Von Einwanderern, Kriegen und wichtigen Orten und Persönlichkeiten hatten wir schon viel gelesen und gesehen während unserer Reise. Aber das Thema Natives – Indianer vermissten wir, ist diese Zeit schon zu lange her? Daher stand dieses Museum in Washington auf unserer Liste.
Das Gebäude fiel uns sofort ins Auge und das Gelände vor dem Museum lud zum Schauen und Informieren ein. Innen folgten wir dem Rat, sich zu Beginn den Einführungsfilm anzusehen, und wurden mit Bild und Ton in die Welt der Indianer geführt. Das Museum ist modern gestaltet und hat das Thema ansprechend aufbereitet. Schautafeln, Nischen, kleine Filme und viele Ausstellungsstücke konnten wir uns unter dem Sternenhimmel ansehen. 🙂 Uns gefiel, dass sowohl die Vergangenheit als auch das gegenwärtige Leben dargestellt wurde. Obwohl wir schon einiges über die Natives wussten, lernten wir viel Neues dazu. Auch die grausame Vergangenheit und das nicht Einhalten der Verträge wurden auf Tafeln dargestellt. Erschreckend, was wir da lasen!
Im Mitsitam Native Foods Cafe gab es ein riesiges Angebot an kleinen Köstlichkeiten. Die Entscheidung fiel schwer –  wir ließen es uns schmecken.

Auf dem Rückweg schlenderten wir durch den „Skulpture Garden“ der Nationalgalerie. Fast alle Skulpturen waren ein beliebtes Fotomotiv für die Besucher. 😉

Pennsylvania

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nahmen wir Abschied von New York. Gerne hätten wir noch so viel von dieser Stadt gesehen, die so viel zu bieten hat, aber wir freuten uns auch auf die Natur und etwas ruhigere Tage.
Zu Beginn unserer Fahrt sollte es jedoch noch einmal richtig hektisch werden. An New Jerseys Küste wollten wir fahren, das Meer schnuppern…Unser Navi, der treue Begleiter zeigte uns genau an, wohin wir fahren sollten. Die sechsspurige Autobahn verlangte volle Konzentration und zwischendurch kamen wir an Mauststationen. Lange Rede, kurzer Sinn: Dreimal verfuhren wir uns nach der Mautstelle und mussten immer wieder zurückfahren und wieder Maut bezahlen…. Zum Schluss hatten wir genug von dem Spiel, gaben ein anderes Ziel im Navi ein und verließen den schwierigen Knotenpunkt in Richtung Pennsylvania. In Elizabeth kauften wir ein und fuhren weiter nach King of Prussia, wo wir uns vom Turnpike-Stress erholten.

Am nächsten Tag fanden wir einen schönen Platz, auf dem wir die Vorteile des Passports America genießen konnten. Während auf dem Platz die letzten Vorbereitungen für das bevorstehende Fest (Halloween) getroffen wurden, saßen wir am Computer und aktualisierten unseren Reiseblog. Der Platz war am Wochenende ausgebucht und war überall herrlich gruselig geschmückt. 😉

Da wir über den Staat Pennsylvania nicht viel wussten, suchte ich im Internet Informationen und stieß auf  den Begriff: „Pennsylvania Deutsch“. https://hiwwewiedriwwe.wordpress.com/ In einem kleinen Film wird erklärt, wie die Sprache Pennsylvania Deitsch gepflegt wird. Und wir waren genau dort gelandet, wo besonders viele Menschen leben, die diese Sprache sprechen, im Amishfarmland, Lancaster County, PA. Die „Amish“ sind eine Glaubensgemeinschaft, die sich von den Mennoniten abgespaltet haben. Ihre Vorfahren wanderten nach Pennsylvania aus, um ihr von der Außenwelt abgeschiedenes Leben frei leben zu können. Ihre Häuser sind nicht an das Elektrizitätsnetz angebunden, was wir bei unserer Fahrt durch das Amishfarmland gut erkennen konnten. Sie lehnen den Fortschritt ab und besitzen keine Autos. Wie uns eine Restaurantbesitzerin erzählte, lassen sie sich jedoch durch einen „Fahrdienst“ überall hinfahren, kehren auch bei ihr ein und besitzen Handys, die sie schnell in der Tasche verschwinden lassen. 😉 Auf jeden Fortschritt zu verzichten ist sicher für jüngere Amish nicht leicht.

Die Amish leben auf Farmen, Pferde werden für die Arbeit eingesetzt. Wir konnten die Heuwende mit Pferdegespann und Heuwender beobachten. Es wirkte so, als ob wir in einer anderen Zeit gelandet sind. Überall sahen wir Wäsche im Wind flattern. Einige Frauen mit ihren Häubchen, langen Röcken und Schürzen konnten wir bei der Gartenarbeit sehen. Männer, die einen Vollbart ohne Schnurrbart und einen Strohhut tragen, sahen wir nur wenige.
Es waren jedoch viele Pferdewagen unterwegs, meistens saßen Frauen darin.
Die Restaurantbesitzerin erzählte noch, dass die Amish unter sich bleiben, sie jedoch mit einigen wenigen in ihrem Lokal Kontakt hat.

New York VII

Central Park oder Whitney Museum oder noch einen Tag verlängern? Wir entschieden uns für den Central Park mit einem Abstecher in den Fotoladen B&H Photo. Dieser Laden, in dem wir wieder unsere Rucksäcke abgeben mussten (!), führt alles was das Fotografenherz begehrt. 😉 Die Beratung war professionell und fast hätte Werner ein Objektiv erstanden…

Das Fotogeschäft befindet sich in der 33. Straße, der Central Park beginnt in der 59. Str.. Das Gehen ist des Campers Lust!? In den letzten Tagen spürte ich nach einer Weile den Asphalt direkt unter meinen Füßen. 🙁 Vorsorglich hatte ich an diesem Tag meine Wanderschuhe angezogen und wir verabredeten, dass wir vom Central Park mit der Metro zurück fahren und in den Zug nach Jersey umsteigen. New York ist einfach sehr groß!!! 😉

Nachdem wir die angebotenen Fahrrad- und Kutschtouren abgelehnt hatten, betraten wir den Park und wenig später trat Ruhe ein. Die Hektik und der Lärm der Stadt lagen hinter uns. Jetzt galt es eine Bank in der Sonne zu ergattern und unser kleines Picknick zu genießen. Herrlich! Große Granitblöcke erinnerten uns an Cape Ann, damit hatten wir hier nicht gerechnet. Großzügige Grünflächen zum Picknicken, für Spiel und Sport, Spazierwege, Fahrradwege, zahlreiche Brücken, Spielplätze, einige Seen – ein riesiger Park! Hier konnte man sich verlaufen. Gut, dass es einige Pläne zur Orientierung gab, denn unser Stadtplan war dafür zu grob. An einem See entdeckten wir einen jungen, scheuen Waschbär, der sich vor uns versteckte. Es war herbstlich im Park, die Blätter verfärbten sich. 🙂

Im Central Park befindet sich die Gedenkstätte „Strawberry Fields“, die sich Werner  unbedingt anschauen wollte. Wir mussten ein wenig suchen, fanden sie schließlich und blieben recht lange dort. Die Gedenkstätte  wurde von Yoko Ono gestaltet und John Lennon gewidmet. In einem Mosaik aus schwarzen und weißen Steinen steht „IMAGINE“. Wer kennt es nicht, dieses Lied? Ein Gitarrist spielte Lieder der Beatles, das ging unter die Haut!
Viele Leute ließen sich auf dem Mosaik fotografieren und schon erschien ein anderer Gitarrist, der den vorherigen ablöste. Er spielte die Lieder authentischer und wir hörten ihm lange zu… Als wir uns endlich von diesem Ort trennen konnten, entdeckten wir noch die Plakette, von der Peter uns erzählt hatte. 121 Staaten haben 1985 die Idee der Gedenkstätte im Namen des Friedens unterstützt. Die Namen der Staaten sind auf dieser Plakette zu lesen. Natürlich wird auch dieser Ort vermarktet: Es wurden Bilder und Fotografien von John Lennon und von der Gedenkstätte angeboten.

Zum Abschluss wollten wir zum Guggenheim Museum gehen, den interessanten Bau wollte Werner gerne fotografieren. Also mussten wir einmal quer durch den Park gehen und uns nördlich halten. Ja, was soll ich sagen? Nachdem wir einige Wege gegangen waren, kamen wir wieder in der Nähe der Gedenkstätte an. 😉 Bewegung tut gut! Nun passten wir auf, dass wir in die richtige Richtung gingen und kamen am Jackie Onassis Reservoir an. Der Weg um den See wurde bevorzugt für Jogger angelegt, die diesen „Running Track“ gut nutzten. Spaziergänger wurden wohl geduldet, denn wir waren nicht die einzigen. Endlich auf der östlichen Seite angekommen, fanden wir das Museum schnell. Es sah klein aus, verglichen mit dem, was wir bisher gesehen hatten. 😉

Der Weg zur Metro war nicht sehr weit (;-)). Wir fuhren bis zum World Trade Center, denn wir wollten ein Mitbringsel kaufen, das wir dort gesehen hatten. Wir kauften unsere Mitbringsel, deckten uns mit Karten ein und ab ging´s nach New Jersey! Auf der anderen Seite angekommen, gönnten wir uns ein thailändisches Essen. 🙂

 

New York VI

Nachdem wir 2004 das MoMA in Berlin angeschaut hatten, stand für uns fest: Einmal wollen wir ins MoMA in New York, um die Bilder der großen Maler des 20. Jahrhunderts an Ort und Stelle zu sehen. Da es so viele sehenswerte Museen in New York gibt, überlegten wir kurz, ob wir dem Guggenheim – oder dem Whitney Museum den Vorzug geben sollten. Denn diese reizten uns auch sehr, aber wir blieben bei unserer Planung und machten uns am Sonntag auf den Weg. Die Eintrittskarten hatten wir schon im Rockefeller Center erstanden, womit uns Wartezeiten erspart blieben. 😉

Unsere Bahn fuhr von Jersey bis zur 33. Straße; das MoMA liegt an der 53. Str.. Also hatten wir wieder einen ausgiebigen Spaziergang vor uns. 😉 Auf der 6th Avenue kamen uns viele WalkerInnen entgegen. Auffallend war, dass alle etwas Pinkes anhatten: Schuhe, T-Shirt, Schleife….Später erfuhren wir, dass an diesem Tag „THE WALK TO END BREAST CANCER“ (Avon 39) stattfand, an zwei Tagen 39,3 Meilen gehen, eine stolze Leistung!

Im MoMA gab es keine Sicherheitskontrolle, große Rucksäcke mussten jedoch abgegeben werden. Das Museum war gut besucht, aber nicht überfüllt. So konnten wir die Bilder in Ruhe betrachten. Erfreulich ist auch, dass die Ausstellungsräume größer sind als in Berlin. Nur von Monets großem Seerosenbild hätten wir uns einen größeren Abstand zum Betrachten gewünscht. Die MoMA App ist ein hilfreicher Begleiter in der Ausstellung. Manche Bilder erschlossen sich uns erst richtig, als wir die Erklärungen gehört hatten, z.B. die amerikanische Flagge „Flag“ von Jasper Johns. 😉
Um 5.15 pm ertönte die Durchsage, dass das Museum in 15 min schließt, schade! Denn wir haben uns nur zwei Etagen angesehen und Picassos Skulpturen verpasst. Was bleibt?
Gemälde der ganz Großen im Original zu sehen bleibt etwas ganz Besonderes. Viele der Bilder hatten wir vorher noch nicht gesehen.– Künstler wie Joseph Beuys überraschten uns mit dem Werk „Eurasia Sibirien Symphony“, das wir ohne Erklärung sicher nicht verstanden hätten. 😉 Wir werden sicher noch weitere Ausstellungen während unserer Reise sehen.

Auf dem Rückweg kamen wir an der „St. Patrick´s Cathedral“ vorbei, die Werner fotografisch festhielt, waren aber in Gedanken noch bei den Gemälden der Ausstellung. 🙂

 

New York V

Es gibt eine Reihe von Kombi-Karten und Pässen, mit denen man in New York Eintrittsgelder sparen kann. Für uns kamen sie nicht in Frage, denn wer will schon mehrere Highlights an einem Tag besuchen oder besucht Museen, die er gar nicht sehen möchte, nur weil sie im Pass enthalten sind? 😉 Beim Stöbern im Internet fanden wir dann doch eine Karte, die für uns wie geschaffen war: Rock- MoMA. Wir wollten beides am selben Tag ansehen, denn wir hatten noch viel vor….

Obwohl wir an diesem Tag relativ (!) früh dran waren, lief uns die Zeit davon und wir entschieden uns, das MoMA erst am nächsten Tag zu besuchen und stattdessen einen Blick in den Fotoladen „B&H Photo“ zu werfen. Von diesem Fotoladen, der aber leider geschlossen war, hatten Merula und Peter uns berichtet. Es ist ein jüdischer Laden und daher am Samstag geschlossen.

Also ging es ab zum Times Square! Ein kleiner Chat mit Tobi, denn wir hatten hier gerade Wifi. 😉 Wir kamen am Macy´s, dem größten Kaufhaus der Welt vorbei. Unglaublich, was hier los war! Gefühlt waren hier Menschen aller Nationen unterwegs. 😉 Werner wollte sich das Kaufhaus gerne ansehen und wir warfen einen Blick in die Eingangshalle.  Mich zog es in diesem Moment nicht hinein. Schade, im Nachhinein hätte es mich doch interessiert!

An der Kreuzung Broadway und Seventh Avenue wurde es schlagartig  hell. Am Times Square angekommen wurden wir mit Reizen überflutet und wussten nicht, was wir zuerst anschauen sollten. Natürlich war die Straße am Samstag Nachmittag voller Menschen! Die Reklametafeln zeigten laufend andere Werbespots wie im Fernsehen und das alles in grellen Farben… Lange Schlangen bildeten sich beim vergünstigten Kauf von Theaterkarten – beim nächsten New York- Besuch sind wir auch dabei. 😉

Nun war das Rockefeller Center nicht mehr weit. Nach einer kleinen Stärkung im Chinarestaurant machten wir uns auf die Suche nach dem Eingang. Das Rockefeller Center besteht jedoch aus 21 Hochhäusern und so mussten wir uns wieder durchfragen. Zur Aussichtsplattform „Top of the Rock“ im 70. Stockwerk des „General Electric Buildings“ (259 m hoch!, der 13.größte Wolkenkratzer in NYC) wollten wir gehen/fahren und den Blick auf New York genießen. Wir waren nicht die einzigen….Alles ist hier durchorganisiert, wer zu lange im Gang steht, wird aufgefordert weiter zu gehen. Wahrscheinlich geht es bei den Menschenmengen nicht anders…
Draußen wurden wir auf den bevorstehenden Winter eingestimmt: Auf der Eislaufbahn des Rockefeller Centers tummelten sich schon die Schlittschuhläufer. Es fehlte nur noch „Rudolph the Red Nosed Rendeer“. 😉

Als unser Zeitfenster in der Anzeigetafel erschien, stellten wir uns an, unterzogen uns der Sicherheitsprüfung und fuhren mit dem Fahrstuhl blitzschnell nach oben. Lichteffekte erhöhten die Spannung. 😉 Von den Wartezeiten muss ich hier nicht berichten, die verstehen sich von selbst, besonders am Wochenende.

Drei mal konnten wir die Aussicht auf New York genießen, immer wieder ging es eine Treppe höher. Das wussten wir leider nicht, der Blick wurde immer besser – einfach genial.
🙂 Zum Schluss war es für eine gute Aufnahme zu dunkel – Stative waren nicht erlaubt. Es war sehr kalt, trotzdem waren wir ziemlich lange oben. 😉

Auf dem Rückweg kamen wir wieder am Times Square vorbei, der am Abend noch greller leuchtet. Erstaunlicherweise beeindruckte er uns weniger als vorher – der Anfangszauber war vorbei. 😉
Dass wir an diesem Abend erschöpft früh ins Bett fielen, wen wundert es? – Der Besuch einer Großstadt ist anstrengend, leise ist es hier nie.

New York IV

Ein Treffen mit Freunden aus der Heimat in New York, das ist schon etwas Besonderes! Wie der Zufall es wollte, waren Merula und Peter zur selben Zeit bei ihrer Tochter und Familie in New York. Wir trafen uns am Freitag am Whitney Museum, das wir gemeinsam besuchen wollten. Dieser Plan änderte sich im Laufe des Nachmittags, denn es gab genug zu erzählen. 😉 Freudig begrüßten wir die vier New Yorker und freuten uns auch M.-B. und ihren kleinen Sohn zu sehen. Zuerst stärkten wir uns in einem kleinen Restaurant, denn es war schon Nachmittag und das Frühstück eine Ewigkeit her. –
Außerdem hatten wir schon einen langen Marsch hinter uns, da ich mir eine falsche Straße gemerkt hatte. 🙁 Also mussten wir die Strecke vom World Trade Center bis zur Gansevoort St. gehen und zwar zügigen Schrittes, denn wir wollten ja pünktlich sein. 😉 –
Nach dem gemütlichen Essen wurden wir zur High Line geführt, die wir sonst sicher nicht kennen gelernt hätten. Die Hochbahn wurde 1929 gebaut um die Straßen vom LKW Verkehr zu entlasten. Nach der Stilllegung lag sie jahrzehntelang brach und wurde dann zu einem Park (3 km) umgestaltet. Ein schöner Blick auf den Hudson River und die vielen interessanten Hochhäuser und Hotels in dieser Gegend! Bänke laden zum Verweilen ein und wir spielten sogar Fußball mit M., der mit seinen 15 Monaten noch nichts von Hochschüssen weiß. 😉
Ja, da hatten die Stadtplaner und Architekten einmal eine geniale Idee! Schon beim Hinweg war uns der Meat Packung District aufgefallen, den wir von hier oben gut überblicken konnten. Die ehemaligen Schlachthöfe wurden zu einem Szeneviertel am Hudson. Die High Line war gut besucht am Freitag Nachmittag, aber eine kleine Ecke zum Wechseln der Windel findet sich immer. 😉 Da Merula und Peter schon mehrmals in NYC waren und M.-B. hier lebt und arbeitet, erfuhren wir viel und bekamen eine Menge Tipps für die nächsten Tage. 🙂

Nach dem Spaziergang überlegten wir kurz, ob wir unser Treffen in Brooklyn gemeinsam in der „Stammkneipe“ ausklingen lassen. Wir entschieden uns dafür und das war gut so!!! Die Metro war nach Büroschluss voll, aber wir fanden auch mit dem Kinderwagen ein kleines Plätzchen in der Bahn. 😉 M. machte die Tour wunderbar mit und wir sangen „Zwei kleine Fische, die schwammen im Meer…“. M. ist ein fröhlicher Junge und offen für kleine Späße und Lieder. 🙂
In Brooklyn ließen wir es uns in der Stammkneipe gut gehen und genehmigten uns ein Sünner Kölsch; sogar Reibekuchen konnten wir bestellen. 😉 Später gesellte sich auch H. hinzu, der direkt von seinem Sohn in Beschlag genommen wurde. Nun hieß es Abschied nehmen, noch ein letztes Foto und den Heimweg zum Campground antreten. Wie so oft hatten wir Glück: M.-B. und Peter begleiteten uns, während Merula und H. mit dem kleinen M. nach Hause gingen. Gemeinsam fuhren wir mit der Metro zur Brooklyn Bridge und schlenderten über die Brücke, die den East River überquert. Von M.-B. erfuhren wir noch viel über das Leben in den USA/ NYC, was wir auf unserer Tour nicht alles mitbekommen….
Jetzt hieß es noch einmal Abschied nehmen und wir fuhren in verschiedene Richtungen „nach Hause“.
Noch lange Zeit klang dieses Treffen in uns nach. Vielen Dank für die schönen Stunden!
🙂 🙂 🙂

 

 

 

New York III

Eigentlich wollten wir in New York täglich von unseren Erlebnissen berichten, aber die Abende im Wohnmobil sind kurz und wir recht müde. 😉
Also berichte ich heute von unserem dritten Tag, der Tour zur Freiheitsstatue. „Early birds“ sind wir nicht, daher kommen wir nicht vor 11 am los, eher später… Wir wollten mit der Fähre von New Jersey City zum Liberty State Park fahren, denn dort fährt die Fähre nach Ellis Island und Liberty Island ab. Als wir uns im Office des Campgrounds nach der Anlegestelle erkundigten, bot uns ein Busfahrer an, uns kostenlos mitzunehmen, da er mit vier Campinggästen in die gleiche Richtung fuhr. Wohin die Bustour insgesamt gehen sollte , wussten wir nicht, aber wir nahmen das Angebot an und unterhielten uns mit den zwei Paaren, die auch „on tour“ waren.

Die Karten waren schnell gekauft, aber es dauerte eine ganze Weile, bis das Schiff losfuhr. Geduldig muss man schon sein, wenn man bekannte Sehenswürdigkeiten besichtigt. Auch darf man größere Menschenmengen nicht scheuen. 😉 Vorher mussten wir noch durch eine Sicherheitskontrolle wie beim Flughafen, durften jedoch unsere Wasserflaschen behalten. Wir genossen wieder den Blick auf die New Yorker Skyline und stiegen auf Ellis Island aus, um uns das „Immigration Museum“ anzuschauen. Die Geschichte Amerikas wird hier anschaulich dargestellt, leider reichte die Zeit nicht, um alle Räume anzusehen. („Early birds“ sind da im Vorteil!!!) Denn wir wollten genügend Zeit für die „Statue of Liberty“ haben. Nun fuhren wir mit dem nächsten Schiff in Richtung Liberty Island. Werner stand wie immer in der Pool Position am Heck und fotografierte. Je näher wir an unser Ziel kamen, umso aufgeregter wurden die Leute an Bord. Ein tolles Gefühl, die Freiheitsstatue vom Wasser aus zu sehen! 🙂 🙂 🙂

Auf der Insel angekommen, mussten wir den Rucksack einschließen und die nächste Sicherheitskontrolle durchlaufen. Endlich war es so weit! Wir konnten in das Innere des Sockels gehen und schauten uns zuerst die Ausstellung an, in der Teile der Statue in Originalgröße zu sehen waren. Ganz schön groß ist so ein Fuß! Beeindruckend ist die Konstruktion aus Stahl und Kupferblech. Ein Meisterwerk der Bildhauerei und Ingenieurkunst ! 🙂 Nun stiegen wir die Treppen hoch bis zur Aussichtsplattform auf dem Sockel, denn die Wendeltreppe zur Krone durften wir nicht hoch klettern. 400 Menschen dürfen pro Tag bis zur Krone – bis Januar alles ausgebucht! Wenn man von der Plattform nach oben schaut, wird einem ganz schnell schwindelig, aber einer kleiner Blick muss sein! Der Rundblick auf New York gefiel uns und wir sahen uns die Stadt ausgiebig von allen Seiten an. 🙂
Wieder unten angekommen umrundeten wir das Denkmal noch auf verschiedenen Ebenen und genossen den Anblick, bis die Ranger kamen und allen erklärten: „Only 5 minutes, take your last photo!“ Auch ich machte noch ein Foto, das ich Benno schickte, denn er ist ganz begeistert von der Freiheitsstatue. Sein großer Wunsch ist, dass sein Opa die Statue für ihn malt. 😉

Mit dem Schiff ging es zurück zum Liberty State Park und mit der Fähre zurück zum Campground am Hafen. Im State Park entdeckten wir ein Denkmal, das an 9/11 erinnert,  mit den Namen der Verstorbenen versehen:
„Empty Sky: New Jersey September 11th Memorial“
Das Denkmal forderte uns richtig dazu auf, einmal zwischen den Wänden hindurch zu gehen und viele Namen zu lesen…….

New York II

Manhattan bei Tageslicht und eine Tour durch Chinatown, das hatten wir uns für den zweiten Tag vorgenommen. Gut, dass wir so bequem mit der U-Bahn von New Jersey nach New York fahren können! Die U-Bahn, PATH (Port Authority Trans-Hudson) unterquert den Hudson River und gehört nicht zur New York City Subway. Schon nach zwei Stationen kommen wir an der „World Trade Center Site“ an und halten an der Gedenkstätte noch einmal inne, lesen die Namen vieler Menschen, die dort ums Leben kamen. –

Das „One World Trade Center“ (früher: Freedom Tower), ein beeindruckendes Gebäude, ist nun das höchste Gebäude der Stadt. Interessant sind die Spiegelungen in den Hochhäusern. New York strotzt nur so vor interessanten Gebäuden, Skulpturen, Plastiken und und… Nachdem wir am Vortag den „Red Cube“ entdeckt hatten, gingen wir wieder auf die Suche nach der Skulptur the „Charging Bull“. Naiv zu glauben, dass wir den Stier allein fotografieren können! 😉 Eine Schar von Touristen umringte ihn und jeder wollte sich mit ihm fotografieren lassen. Mir war es ein wenig peinlich, aber ich ließ mich auch von Werner fotografieren.
Nach unserem Picknick in einem kleinen Park in der Nähe spazierten wir zur südlichen Spitze Manhattans ans Wasser und landeten im Battery Park. Gerade fuhr das letzte Schiff nach Ellis Island und zur Freiheitsstatue ab, ein Vorhaben für den nächsten Tag! Im Park entdeckten wir das Mahnmal „The Sphere“, eine Weltkugel, die am World Trade Center stand und am 11. September 01 nur leicht beschädigt wurde. Das sollte nicht die letzte Erinnerungsstätte sein, die uns in diesen Tagen begegnete. Einige Schritte weiter wurde es bunt: Wir erblickten eine Reihe von Weltkugeln, die uns dazu aufforderten, sich mit den aktuellen Themen der Gesellschaft auseinander zu setzen. Jeder Planet war zu einem anderen Thema gestaltet, z.B. Strom sparen, Kinder: „Unplugged Fun“, Regenwald, Müllvermeidung…. Die lebendige Auseinandersetzung mit diesen Themen findet auch in Amerika statt.
An die Seeleute, die nicht gerettet wurden, werden die Besucher New Yorks in beeindruckender Weise am Pier A erinnert. Schnell vergisst man die Zeit, wenn man das Werk betrachtet.

Nun wurde es aber Zeit nach Chinatown zu wandern! 🙂 Denn wir wollten diesen Teil Manhattans erleben und gleichzeitig den Tee für Jane bei „TenRens Tea“ kaufen. Diesen guten Tee aus Taiwan kann man nur in wenigen Städten kaufen. Warum nicht in New York? 😉 Auf dem Weg dorthin bekamen wir einen kleinen Einblick in das Alltagsleben der Stadtbewohner. Wir sahen einen belebten Spielplatz, Basketballspieler und einen liebevoll angelegten Garten mit kleinen Parzellen – und das alles zwischen Wolkenkratzern!

In Chinatown fanden wir eine ganz andere Welt vor! Im Teeladen angekommen wurden wir so gut beraten, dass wir uns auch gleich  etwas mitnahmen und in der Teestube nebenan  einen Jasmintee tranken, köstlich! 🙂 🙂 🙂 Nachdem der Tee gekauft war, ging ich beschwingt durch die Straßen und ließ die bunten Läden auf mich wirken. Es wurde langsam dunkel und die Geschäfte leuchteten in allen Farben. Werner schleppte den ganzen Tag sein Stativ mit, das nun zum Einsatz kam. 😉 In einem kleinen Lokal stärkten wir uns mit einer Suppe, bevor wir uns wieder zur Brooklyn Bridge aufmachten. Denn die Nachtaufnahmen vom Vortag sollten nun mit dem Stativ wiederholt werden!!! Dieser Weg hat sich gelohnt, denn wir konnten gleich zwei beleuchtete Brücken ins Visier nehmen, die Manhattan Bridge und die Brooklyn Bridge. Das imposante Segelschiff „Peking“ war leider nicht beleuchtet.

Auf dem Weg zur Brücke fiel uns ein geschäftiges Treiben auf dem Gehweg auf. Müllsäcke und Pappen wurden an den Straßenrand gelegt, je nach Größe des Geschäftes mehr oder weniger. Schon bald kamen uns Mülltransporter entgegen, die alles einsammelten.

Dieser Tag war wieder voll von neuen Eindrücken, nicht alles lässt sich in Worte fassen.

Ankunft in New York

Nun hieß es Abschied nehmen und das schöne ländliche Vermont hinter uns lassen. Wir fuhren in zwei Etappen, zuerst bei herrlichem Sonnenschein in Richtung New York (State). Auf der einen Seite leuchteten die Green Mountains in den schönsten Rottönen, auf der anderen Seite die Adirondack Mountains. Die Berge verabschiedeten sich von uns in den schönsten Farben. 🙂 Am „Champlain Canal“ fuhren wir entlang und machten eine Pause in Hudson Falls. Ab Albany folgten wir dem Hudson River, den Werner in Stillwater fotografisch festhielt. Auch die Wildgänse machten dort eine Rast. Ein Ahornbaum fiel uns ins Auge, der zur Erinnerung an eine Einwohnerin Stillwaters gepflanzt wurde. Sie war ein Opfer des Anschlags 9/11 in New York City.

Am nächsten Tag waren nach unserem obligatorischen Supermarkteinkauf nur noch 100 km zu fahren. Die Fahrt lief gut, aber je näher wir dem Ziel kamen, umso konzentrierter musste Werner fahren. Ich schmetterte derweil mit Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“… Wir waren beide voller Vorfreude. 🙂 🙂 🙂

Der Campground direkt an der Marina ist ein schöner, strategisch gut gelegener Stadtplatz. Wir sehen die Freiheitsstatue in der Ferne und haben die Skyline von NYC im Blick. Am Nachmittag fuhren wir schon mit der Fähre nach Downtown Manhattan, eine rasante Fahrt (12 min). Die Kamera war mit 1/125 s kaum noch  zu halten!! Ein beeindruckender Anblick der Skyline vom Wasser aus! Drüben angekommen ließen wir die Stadt in der Abendstimmung auf uns wirken. Geschäftsleute eilten an uns vorbei, lange Schlangen bildeten sich vor der Fähre – Feierabend. Die Stadt war voller Leben: Banker, junge Leute, Touristen. Wir –  auf der Wallstreet! Zum Abschluss gingen wir zur Brooklyn Bridge,  wir hatten einen schönen Blick auf die Brücke, auf Brooklyn und auf Manhattan, den auch andere Paare im Abendlicht genossen. 🙂

Es war aber nicht der Abschluss, denn es kam doch anders! Wir wollten mit der Subway zurück fahren, fanden aber nicht die richtige Station. Wieder einmal fragten wir einen Polizisten, der uns den Weg erklärte. Die Station war am World Trade Center, so dass wir schon am ersten Tag die Gedenkstätte aufsuchten. Das Denkmal besteht aus zwei in die Erde eingelassene Brunnen, zwei riesige Becken, in denen das Wasser in die Tiefe fließt, wie ein schwarzes Loch. Das geht unter die Haut. Der Gedenkbrunnen heißt „Reflecting Absence“.
Werner jagte mir an dieser Stelle eine Schrecksekunde ein. Eilig zog er am Beckenrand seine zweite Kamera aus der Tasche, als seine Speicherkarte heraus und ins Wasser flog. Er wollte doch glatt über den Rand klettern, um die Karte herauszufischen!!! Mein lautes Veto hat wohl genützt, aber mein Schirm kam zu spät, die Karte glitt in die Tiefe. Kaum auszudenken, was passiert wäre, wenn…

Da wir keinen Plan von New Jersey hatten, mussten wir uns noch einige Male durchfragen, bis wir am Liberty Harbor angekommen waren. Für die nächsten Tage wissen wir nun Bescheid. 😉

 

Indian Summer

Der Indian Summer kommt in diesem Jahr mit Verspätung, denn im September war es ungewöhnlich warm und der Sommer war zu trocken. Schon seit Wochen habe ich mir die „Foliage Reports“ im Internet angesehen – überall war es noch grün. Je nördlicher der Ort liegt, umso eher beginnt der Herbst und somit die Färbung der Blätter. Vom Quechee Valley fuhren wir in den „Green Mountain Natural Forest“ in Richtung Killington und landeten in einem unserer geliebten State Parks. Eine tolle Einrichtung, diese Parks, die teilweise schon über 80 Jahre alt sind und immer erweitert wurden. 🙂

Im „Gifford Woods State Park“ lebten wir wieder in einer Idylle mit Lagerfeuer ohne Strom, aber mit Bären!!! Die Rangerin wies uns extra darauf hin, keine Lebensmittel und keinen Müll draußen stehen zu lassen, da Bären im Park leben……Wir haben keinen gesehen. 😉 Der Appalachian Trail führt über den Campground, direkt an unserem Platz vorbei, so dass wir vom Wohnmobil aus eine Wanderung in die Berge machen konnten. Es machte richtig Spaß den Trail zu gehen, auch bergauf ;-), und wir wurden mit dem „Deer Leap Overlook“ belohnt. Oben auf einem Felsen angekommen genossen wir die Sonne und nach und nach kamen mehrere Wanderer mit Hunden an, ein kleiner Hundetreff auf dem Berg. 😉 Nach dieser Wanderung gingen wir früh ins Bett. Wir freuen uns jetzt schon auf unseren nächsten „hike“. 🙂

Willst du Leute treffen, dann male „En Plein Air“. Der Kent Pond ist ein idyllischer Platz, ein kleiner See in einem Gebirge. Hier halten die Fotografen an, um den „Indian Summer“ fotografisch festzuhalten. Ja, ein ganzer Fotokurs aus Ostfriesland schwärmte aus, um die Stimmung mit verschiedenen Objektiven, Blenden, Zeiten und Stativ einzufangen. Es war ein unterhaltsamer Tag, für Werner teilweise nicht einfach, sich auf das Malen zu konzentrieren. Ein Einheimischer aus Woodstock zeigte auf seinen Landkarten, wo der „Indian Summer“ noch viel schöner zu sehen ist, denn in diesem Jahr ist alles anders, da der Sommer so heiß und trocken war. Paare aus Rendsburg, Bern, Hannover und Illionois sprachen uns an, andere betrachteten Werners Bild und fotografierten es…. 🙂
Das Wetter war wechselhaft, so dass wir ständig andere Lichtverhältnisse hatten und die bunten Wälder sich immer wieder neu zeigten. 🙂

Dem Tipp des Woodstocker Fotografen, der auch Ölbilder malt, wollten wir gerne am nächsten Tag folgen, aber vorher noch einen Blick auf den See werfen. Schon am Morgen wurden wir mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt, was den ganzen Tag so bleiben sollte. 🙂 Wieder gab uns ein Vermonter am See den Tipp, den Trail am See zu gehen, da dort so schöne Ausblicke zu sehen sind. Also gingen wir schon am Vormittag wieder ein Stück auf dem Appalachian Trail – diesmal ohne nennenswerte Steigung 😉 –  und genossen die vielen schönen Aussichten auf den See und die Berge aus einem anderen Blickwinkel. Wir bewunderten und fotografierten interessante Spiegelungen auf dem See.

Danach wurde es Zeit, die Route 100 gen Norden zu fahren, um den Indian Summer in Downingville und Lincoln zu sehen und fotografisch festzuhalten. Auf der Fahrt dorthin waren Anblicke, die der Amerikaner „breathtaking“ nennt, aber Werner durfte oft nicht anhalten…. In Rochester, einem typischen kleinen Ort, machten wir eine Pause und gönnten uns in einem urigen „Store“ eine kleine Stärkung. Außerdem fanden wir dort eine Post für unsere Hochzeitskarte, die wir dringend abschicken mussten. 😉

Weiter fuhren wir und waren gespannt, welcher Blick uns im Norden der Green Mountains erwartet. Oft hielten wir an, genossen den Blick auf die bunten Berge oder machten ein Foto (Werner). Am Ziel angelangt wurde das Stativ herausgeholt und mit verschiedenen Objektiven alles festgehalten. 😉 Manchmal störten die Strommasten, manchmal die langen Schatten….
Und immer wieder staune ich, wenn Werner auf die Bremse geht und einen Blick sieht, den ich so gar nicht gesehen habe. Wir fuhren auch noch zur zweiten Stelle, bevor es dunkel wurde und waren voll im „Indian Summer Fieber“. Gut, dass wir im Dunkeln noch einen Campground mit Strom fanden, an dem Werner seine Bilder direkt auf den Computer ziehen und ansehen konnte. Einen Fernseher benötigen wir in den USA nicht. 🙂

Der nächste Tag (9.10.) war regnerisch und daher gut geeignet, den Blog zu aktualisieren, diesmal ganz zeitnah. Nun haben wir noch drei Tage hier in den Bergen vor uns, der Indian Summer wird sich uns noch intensiver zeigen und eine Wanderung wollen wir noch unternehmen, bevor wir uns in die Großstadt begeben werden.