Back to Vermont – The Green Mountain State

Schon in der Nacht setzte der angekündigte Regen ein und prasselte auf unser Wohnmobil. Mit dem Regen fielen Blätter auf die Markise, die weggefegt werden mussten, denn eins war klar: Bei diesem Wetter hielt uns nichts mehr auf Cape Ann, der Waldboden weichte durch den Regen langsam auf. Da ist schon so mancher stecken geblieben. 😉 Gut, dass wir die Capes von den Niagarafällen behalten hatten, sie dienten Werner nun zum Schutz vor dem strömenden Regen. (Jedenfalls teilweise……)Nachdem wir innen und außen alles klar gemacht hatten, reservierten wir noch den Campground in New Jersey für unseren Besuch in New York Mitte Oktober. 🙂 🙂 🙂

Nun hieß es dem Regen zu entkommen und dem Indian Summer in Vermont entgegen zu fahren. Wir fuhren an Boston vorbei, verließen Massachusetts und setzen unsere Reise in New Hamsphire fort. Nachdem wir Manchester rechts liegen gelassen hatten, lud uns der Sunapee Lake zu einer Pause ein. In Claremont, das ganz in der Nähe liegt, kehrten wir am nächsten Tag in einem netten kleinen Lokal ein. Zeitungen, eine gestimmte Gitarre, Wifi Stromanschluss, dazu verschiedene Sorten Fair Trade Kaffee und natürlich ein Sandwich mit Bio – Zutaten. Alles ganz nach unserem Geschmack, aber leider nur bis 3.30 pm geöffnet!

Die nächsten Tage verbrachten wir wieder in Vermont und lernten diese Gegend immer besser kennen, sei es durch Gespräche mit Leuten, die dort leben, durch den Besuch der Sugarbush Farm, die Wanderung zum Deer Leap Overlook, das „En Plein Air Painting“ am Kent Pond oder durch Ellen Stimsons Buch „Mud Season“.

Nun eins nach dem anderen: Vermont ist bekannt für seinen guten Cheddar und für den Maple Syrup. Beides durften wir in allen Variationen in der Sugarbush Farm probieren, vier Maple Syrup – Sorten, vom frühen leichten bis zum späten kräftigen Syrup. Von den mindestens 20 Käsesorten probierten wir einige und fanden zwei, die uns besonders gut schmeckten. Auch Marmelade, Senf, Relish stand zum Probieren bereit, so dass wir nicht die „Katze im Sack“ kauften, sondern lauter Köstlichkeiten erstanden. Spannend war es den „evaporator“, der aus einer großen Pfanne und einer Feuerstelle besteht, zu sehen. Dort wir der Ahornsaft zu Sirup gekocht, wofür eine große Menge Holz benötigt wird. Bei einem kleinen Rundgang durch den Wald konnten wir sehen, wie die Farmer heute vorgehen, um den Ahornsaft zu erhalten. Sie schleppen keine Eimer mehr, sondern leiten den Baumsaft durch ein Plastikröhrensystem, das von Baum zu Baum führt weiter.
Vor dem Haus beeindruckte uns eine Markierung der Schneehöhen der letzten Jahre. Kaum vorstellbar, wie hart die Winter in dieser Gegend sind!

Die Vermonter haben fünf Jahreszeiten (die Rheinländer ja auch ;-)): Frühling, Sommer, Herbst, Winter und „Mud Season“, wenn der Schnee schmilzt und alles im Matsch versinkt…. Früher hatten die Kinder in dieser Zeit auch schon einmal schulfrei! Das Buch mit diesem Titel schildert das Leben der Vermonter hautnah und so konnte ich vieles entdecken, was ich im Buch gelesen hatte und umgekehrt.

Die kleine Stadt Woodstock sollten wir unbedingt besuchen… ein Einheimischer erzählte uns, wer hier so alles einen Wohnsitz hat: Jonny Depp, Tom Cruise und Robert Redford. Auch Charles Bronzon habe hier gelebt und sei hier begraben. New Yorker und Bostoner suchen in Vermont Erholung, denn es gibt viel Natur und nur kleine Städtchen und Dörfer mit ihren urigen „Stores“.

Als wir zum Quechee Gorge fuhren und gerade parkten, setzte sich  ein alter VW Käfer Jeep rasant vor uns. Ein uriger Typ mit Zopf stieg aus, ließ den Motor laufen und fragte Werner stolz, ob er das Auto erkenne. ( 43 Jahre alt!!! – das Auto 😉 ). Wir plauderten noch eine ganze Weile und bekamen viele Tipps für diese Gegend. Unser Wohnmobil gefiel ihm sehr gut und prompt zeigte er uns ein Foto von seinem riesigen Camper, den er jedoch verkaufen wollte……. 🙂

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