Die Metropole – Montréal

Nun war es nur noch ein Katzensprung bis Montréal 😉 . Wir waren gespannt und freuten uns auf die Metropole, die nach Paris die zweitgrößte frankophone Stadt der Welt ist. Wir lieben Frankreich, die französische Sprache und haben schon einige Hauptstädte in Europa mit Freude besichtigt.

So ganz einfach sollte unser Aufenthalt in Montréal jedoch nicht werden, denn es ist keine Stadt für Camper. In Berlin, Prag, Paris und Barcelona war es kein Problem, einen Stellplatz in der Stadt zu finden. In Amsterdam und Marseille hatten wir die Möglichkeit in Außenbezirken zu übernachten und mit dem Bus oder der Bahn in die Stadt zu fahren. Wunderbar! Wir landeten auf einem Platz ca. 30 km vom Zentrum entfernt, der eine äußerst schlechte Anbindung zur Stadt hatte. Aber wir wollten nicht länger fahren und buchten direkt zwei Tage. Das passiert uns so schnell nicht noch einmal!  Ein Taxi brachte uns zum Bahnhof und nach einer einstündigen Bahnfahrt kamen wir nachmittags mitten in der Stadt an. 🙂 🙂 🙂

Der 1992 errichtete Turm „Rue de la Gauchetière 1000“, mit 205 m das höchste Bauwerk der Provinz, lag direkt vor uns. Höher durfte er nicht gebaut werden, da kein Gebäude in der Stadt den Mont Royal überragen soll. Wir besichtigten die „Cathedrale Marie-Reine-du-Monde“, die sich mit ihrer historischen Bauweise gegenüber der Hochhausarchitektur zu behaupten weiß. Ja, dieser Nachbau der Peterskirche  in Rom wirkt schon etwas eingeklemmt zwischen den ganzen Hochhäusern. Er wurde im Maßstab 1:3 gebaut und 1894 fertiggestellt.

Wir schauten uns das alte Montréal und den Hafen bei Sonnenschein an. Es herrschte ein lebhaftes Treiben, denn das Freizeitangebot war groß. Ein großes Piratenschiff, auf dem Kinder angeseilt akrobatisch klettern konnten, fiel uns sofort ins Auge. Wir sahen auch Gegensätzliches: Pferdekutschenidylle und rostige Getreidesilos neben verschmutzten Hafenbecken und  die verblasste Habitat 67 (Weltausstellung Expo 67) aus der Ferne. Überall begegnete uns die Geschichte der Stadt, die auch hier auf Schautafeln anschaulich dargestellt war. Die riesige „Basilique Notre-Dame“ konnten wir nur von außen bewundern, denn den Zug zurück nach Vaudreuil-Orion wollten wir auf keinen Fall verpassen.

Gern hätten wir uns noch viele andere Sehenswürdigkeiten der Stadt angesehen. Heftige Regenfälle hielten uns jedoch davon ab, die komplizierte Anfahrt zu wiederholen und wir verbrachten den Tag auf dem Campingplatz, brachten den Blog auf den neuesten Stand und ließen die Waschmaschine für uns arbeiten. Dabei lernten wir ein Ehepaar aus Montréal kennen, das uns wertvolle Tipps für unsere Weiterreise gab. 🙂

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