Little River State Park – Waterbury

In den USA die richtige Batterie, (Gel-Batterie), für unser Wohnmobil zu bekommen, das ist nicht so leicht. Bei Pete`s RV erhielten wir den Tipp zu Interstate Batteries zu fahren und wir hatten mal wieder Glück! Denn dort erhielten wir, was wir benötigten, Made in Germany. 😉 Gut, dass wir uns vorher im Internet informiert hatten, denn in den USA werden die Angaben zur Batterie in Amperestunden gemacht! So konnten wir nach anfänglichem Zweifeln feststellen, dass wir die richtige Batterie bekamen. Schnell wurde sie eingebaut und wir waren um einige Dollar erleichtert. Die Freude war groß, da wir nun wieder autark waren und abends nicht auf die Taschenlampe angewiesen waren.

Müde von der letzten kurzen Nacht fuhren wir nicht sehr weit und landeten im „Little River State Park“, wo wir uns direkt für zwei Tage anmeldeten. Dies war der günstigste Platz, den wir bisher hatten, und wieder ein ganz besonders schöner –  am Steilufer mit Blick auf das „Waterbury Reservoir“. Der Motorradfahrer aus Buffalo, der auf dem Nachbarplatz zeltete, kam zu uns um unseren schönen Blick auf den See zu fotografieren. Kurzerhand fotografierte er auch Werner und mich. Die Musik, die vom Nachbarplatz zu hören war, gefiel uns auch und jeden Abend fuhren zwei Motorboote mit lauter Musik über den See. Wir waren so erholt, dass uns nichts stören konnte, wir wunderten uns nur ein wenig. 😉

Am nächsten Tag liehen wir uns ein Kanu aus, frühstückten auf dem See und paddelten in verschiedene Richtungen. Einfach herrlich! David und Benno hätten auch ihre Freude daran gehabt. Wir genossen die Ruhe auf dem Wasser und die vier Stunden vergingen wie im Flug.

Der „Little River State Park“ hat noch eine Besonderheit, die wir durch Zufall entdeckten. Der Hügel oberhalb des Wassers war im 19. Jahrhundert besiedelt. Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Familien ihre Heimat zu verlassen, um in den Westen zu ziehen. Im Jahr 1927 wurde das Tal durch sintflutartige Regenfälle überschwemmt. „THE FLOOD“. Der „Little River“ trat 1934 erneut über die Ufer: Die zweite Flut!! Das spornte das Land an, einen Damm zu bauen, den „Waterbury Dam“, wodurch das „Waterbury Reservoir“ entstand. Der Hügel war nicht mehr bewohnt und die Natur holte sich das Land zurück. Nun ist der Hügel wieder bewaldet. Kein Baum ist 100 Jahre alt, erzählte uns ein Ranger, der uns wertvolle Tipps für unsere Wanderung durch die Geschichte gab.

Vier Stunden wanderten wir den natürlich angelegten „History Hike“. Wir gingen über die Straßen, die die Siedler vor 200 Jahren gebaut hatten. Es ging steil bergauf und wir tauchten in die Vergangenheit ein. Mauerreste, viele Fundstücke aus Metall, Friedhöfe, Kellerlöcher, ein „27 feet“ tiefer Brunnen und immer eine Geschichte der Farmer auf einer Schautafel. Die Fundstücke lagen am Rand, keiner bewachte sie. 😉  Das war Geschichte zum Anfassen, zum Erleben. Zum Abschluss kamen wir an dem einzigen Haus, das noch dort stand vorbei, ein Apfelbaum war inzwischen verwildert und trug ganz kleine Früchte. Fasziniert verließen wir diesen Ort. So haben wir Geschichte noch nicht erlebt. 🙂

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