Alle Beiträge von Andrea und Werner Knopp

Outer Banks – National Seashore II

„Sands Of Time“ heißt der Campground, auf dem wir drei Tage standen. Er gehört einem älteren Paar, das diesen Platz eigenständig führt. Hier trafen wir zum ersten Mal Leute, die immer im Wohnmobil leben und in Amerika herumreisen. Der Mann ist „Carpenter“ und findet immer wieder Arbeit an den unterschiedlichsten Orten.
Wir nutzten das sonnige Wetter, erkundeten den Strand, liefen durch das Wasser und genossen die wunderbare Stimmung in der Nachsaison. Viele Angler gingen ihrem Hobby nach – ob am Strand oder auf dem Pier – und waren erfolgreich. Stolz zeigten uns die Angler ihre Fische, wenn wir sie danach fragten. Auf dem Pier – diesmal zahlten wir 2$ – sahen wir den passionierten Anglern zu. Ein Angler hatte einen großen Fisch am Haken, der nicht so schnell aufgab. Der Angler, ein junger Mann, kämpfte und kämpfte mit dem Fisch. Als sein Kumpel die Angel übernahm, riss kurz darauf die Schnur und der Fisch schwamm davon. Die Männer vermuteten, dass es ein Hai war, einer von den vielen Arten, die hier leben. Die Flosse ist auf dem Foto zu erkennen.

Am nächsten Tag fand ein Angelwettbewerb statt, so dass die Strände in dieser Gegend voll in der Hand der Angler war. Viele fuhren mit ihren Allrad – Pickups auf den Strand, auch viele Frauen waren aktiv dabei. 🙂
Wir gingen indessen unseren Neigungen nach: Werner fotografierte und suchte die „perfekte Welle“. Ich suchte „Muschelsteine“, Schneckenhäuser und Muscheln. Noch haben wir ein wenig Platz im Wohnmobil für meine Fundstücke. 😉

Für eine Radtour waren die Entfernungen zu groß. Also fuhren wir mit dem Wohnmobil los, zuerst zum überschwemmten State Park und entdeckten Mönchsgeier. Sie lauerten auf Fischreste, die die Angler dort in einen großen Müllcontainer warfen. Noch nie haben wir diese Vögel in so geringer Entfernung in der Natur gesehen. Spannend! Weiter ging es zum Cape Hatteras Lighthouse. Leuchttürme haben etwas Besonderes an sich. 😉 Die „Off Season“ macht sich bemerkbar – Leuchtturm und Museum waren geschlossen. 🙁 Im Infocenter schauten wir uns lange um und kamen mit der Rangerin ins Gespräch – Hurricanes, 2. Weltkrieg, Natives, Leuchtturm und und und.
Wie schon auf Cape Cod geschehen, wurde der Leuchtturm an einen anderen Standort versetzt, da die Gefahr bestand, dass er auf dem Sand umkippt. Der alte Standort war direkt am Strand.
Stürme sind von den Outer Banks nicht weg zu denken, sie haben die Inseln geformt und verändern sie weiterhin. Die Rangerin erinnerte sich an Hurricane Isabel, der 2003 die Insel teilte, so dass sie mit einem Boot nach Hause fahren musste. Dass deutsche U-Boote 1941/42 hier vor der Küste lagen und mehr als 60 amerikanische Schiffe versenkt haben, machte uns wieder nachdenklich. Das Jugendbuch „Taffy of Torpedo Junction“ von Nell Wise Wechter gab mir einen kleinen Einblick, was in dieser Zeit dort vor Ort geschah.

Da es in letzter Zeit häufig geregnet hatte, waren einige Wege überschwemmt. Trotzdem wollten wir uns den Strand in Hatteras anschauen. Es war nicht so leicht, sich einen Weg durch die vielen Wasserläufe zu bahnen. Daher sprang Werner einmal beherzt hinüber, was er jedoch schnell bereute. Ein heftiger Schmerz ging durch seine Schulter – er hatte die schwere Kamera in der Hand, die seinen Arm mit Wucht nach vorne zog. 🙁 Ich watete hindurch und bekam nasse Füße. 😉 Kurze Zeit später war der Schmerz – vorerst – vergessen.

In Frisco schauten wir uns den vom Hurrican zerstörten Pier an – Pelikane flogen in der Luft – eine schöne Stimmung. 🙂 Leider war für die nächste Zeit Regen und Gewitter angesagt, so dass wir schweren Herzens die Fähre zum Festland buchten, damit wir eine schöne und ruhige Überfahrt haben. 😉 Gerne wären wir noch länger in dieser traumhaften Gegend geblieben. 🙂 🙂 🙂

Outer Banks – National Seashore I

Nach den sonnigen Tagen in Williamsburg verbrachten wir einen Regentag im Gebiet Camden in der Nähe von Shiloh 40 Meilen von den Outer Banks entfernt. Ein fauler Lese- und Computertag! 🙂 Wir waren froh, dass wir auf festem Untergrund standen, denn es goss in Strömen. Da ich Bücher aus der Gegend lese („A life of joy“ von Amy Clipston), knüpfe ich immer an unsere Erlebnisse/Eindrücke an und lerne nebenbei ein paar neue englische Wörter. 😉
Da die Tage hier immer kürzer werden 6.30am – 5pm, beschlossen wir uns umzustellen, damit wir mehr vom Tag haben. So kam es, dass wir am 3.11.15 schon um 8.15am auf der „Piste“ waren. Vorbei ging es an Bäumen, die im Wasser stehen, Adlern in der Luft, Weinanbaugebieten, Lobsterkäfigen vor den Häusern und vielen Feldern. Was dort angebaut wurde, konnten wir nicht genau bestimmen; es kam uns nicht bekannt vor.

An diesem herrlichen Sonnentag kamen wir um 10am in Southern Shores auf den Outer Banks an. 280 km lang ist die Inselkette vor der Küste North Carolinas. Einen Teil der nördlichen Insel Bodie Island wollten wir an diesem Tag erkunden. Schon im nächsten Ort, Kitty Hawk hielten wir an und gingen an den Strand (20°C :-)). Endlich wieder am Meer und tief durchatmen! Schäumende Wellen, nur wenige Menschen zu sehen, einige Sanderlinge suchen sich Nahrung. Das ist lustig anzusehen: Sobald das Wasser ins Meer zurückfließt, laufen die Sanderlinge der Welle hinterher und picken ihre Nahrung aus dem Sand. Schnell flitzen sie wieder weg, wenn die neue Welle kommt und das immer im Zickzack. So kommen sie immer weiter voran. 🙂 Wir wanderten bis zum Kitty Hawk Pier um, wie an der Ostsee gewohnt, auf diese Seebrücke zu gehen. Ganz so einfach ging es jedoch nicht, denn er gehörte zum Hotel und man musste durch ein Lokal gehen. Wir gingen durch die offen stehende Seitentür und mischten uns zwischen die Angler. 😉 Erst als wir den Pier wieder verließen, lasen wir, dass wir einen Pier-Pass benötigten…Ein anderes Schild berichtete von den Schildkröten, die hier im Meer leben und ihre Eier im Mai am Strand ablegen. Diese Bereiche werden geschützt.

Nicht nur der Pier sondern auch die Häuser in den kleinen Ortschaften stehen auf Holzpfählen, ein ganz typischer Anblick auf den Outer Banks, der mir sehr gut gefiel.
Als nächstes fuhren wir zu zum „Wright Brothers National Memorial“. Hier tüftelten die Brüder Orville und Wilbur Wright jahrelang, bis es ihnen gelang ein Flugzeug zu bauen, das am 17.12. 🙂 1903 viermal von der Erde abhob. Der 4. Flug dauerte 59 s und war 852 ft weit!
Wir hörten uns den Vortrag der Rangerin an und schauten uns das Gelände und Memorial an. Dies war wieder ein Moment zum Staunen: Fliegen, vor gut 100 Jahren ein Weltereignis und heute eine Selbstverständlichkeit!
Nun ging es zum „Jockey`s Ridge State Park“, wo wir die hohe Sanddüne erklommen. Rotwildspuren waren dort zu erkennen. An einer bestimmten Stelle konnte man rundherum nur Sand sehen, wenn man sich hinhockte…
Kurz bevor wir danach das „Bodie Island Lighthouse“ erreichten, wurde der Himmel schwarz vor lauter Wildgänsen, ein sagenhafter Anblick! Immer wieder kam eine neue Schar von Vögeln geflogen. Auf dem Weg zum Leuchtturm wies ein Schild auf giftige Schlangen hin. Da blieben wir doch gerne auf dem richtigen Weg. 😉

Am späten Nachhmittag war es an der Zeit einen Campground aufzusuchen. Ein deutscher Camper, den wir schon auf mehreren Plätzen getroffen hatten, erzählte uns von einem Campground in einem State Park, der noch geöffnet hatte. Die meisten Campingplätze in State Parks sind leider schon geschlossen. 🙁 Also machten wir uns auf den Weg, fuhren wieder über eine schöne Brücke und erreichten Pea Island. Ca. 50 Meilen fuhren wir durch eine herrliche Dünenlandschaft und einige kleine Ortschaften. Erinnerungen an Sylt und Dänemark kamen auf, es ist nur alles viel größer. 🙂 Endlich am Campground im State Park angekommen stand dieser unter Wasser und war geschlossen. 🙁 In der Dämmerung liefen uns Rehe und andere kleine Tiere über die Straße und ein wenig Stress kam auf. Nach einigem Hin und Her fuhren wir zurück und steuerten einen Platz in Avon an, den wir uns auch schon herausgesucht hatten. Gut, dass es keine Schranke gab, denn das Office war nicht besetzt.

 

Urlaub in Williamsburg

Urlaub – ein leerer Campingplatz, Sonne, Ruhe, nichts Außergewöhnliches zu sehen – Erholung pur für ein paar Tage. 😉 Das genießen wir genauso, wie die besonderen Städte und Landschaften. In Ruhe am Reisebericht arbeiten, die Route erstellen und in der Sonne lesen – einfach herrlich! 😎 Von Marvin Presley, dem einzigen Mitarbeiter, den wir hier gesehen haben, erfuhren wir, dass der Hurrikan von der Westküste hier angekommen war und den heftigen Regen in der Nacht brachte. Außerdem sammelte er Pecanüsse und erzählte uns von den Köstlichkeiten, die seine Frau daraus zubereitete. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen am nächsten Tag auch einige Nüsse zu sammeln, die gut getarnt unter den Bäumen lagen. Nun müssen sie erst einmal trocknen. Die Walnüsse, die wir hier finden, haben eine dicke, harte Schale, die man nur mit dem Hammer öffnen kann. Außen sehen sie aus wie kleine Birnen.  😉

Am 31.10. sind wir in die Stadt gefahren und staunten nicht schlecht: Nachdem wir einen kostenlosen Parkplatz gefunden hatten, sahen wir überall Schilder: 10$ für einen Parkplatz, auch auf den Plätzen der vielen Kirchen. 😉 Die Leute standen an ihren Autos – teilweise waren Tische aufgebaut – und plauderten, tranken und aßen.
Ein Footballspiel fand gestern in Williamsburg statt und vorab wurde mit Freunden gefeiert…. Direkt am Stadion hatten die „Donators“ ihre Stände auf dem Parkplatz aufgebaut und die Leute prosteten sich zu. Wir fragten eine Ordnerin, ob es ein wichtiges Spiel sei und sie antwortete, es sei ein gutes Spiel. Von allen Seiten strömten die Menschen herbei, Musikkapelle, viele Studenten und und und…
Wir stärkten uns in der Mensa, denn wir befanden uns auf dem Gelände der  William & Mary Universität, der zweitältesten Uni nach Harvard in Boston. 😉
Es spielten die Mannschaften der W&M Uni und der James Madison Universität aus Harrisonburg – daher auch die vielen Studenten rund um das „Zabel Stadium“. 🏈
Da dieses Spiel an Halloween stattfand, waren viele Leute, besonders die Studenten verkleidet – lustig! Zu Beginn sang eine Sängerin die Nationalhymne, alle Menschen standen von ihren Sitzen auf oder blieben stehen. – 🇺🇸
Wir schauten uns das Ereignis als Zaungäste eine Weile an und ließen uns von der Begeisterung der Zuschauer mitreißen. Die Kapelle spielte immer wieder auf, wenn Punkte zu verzeichnen waren. Ein junges Pärchen erklärte uns die Regeln und wollte uns überreden, ins Stadion zu gehen – sie wollten uns sogar ihre Karten geben. „Come on, come on!“ Aber wir hatten genug zugeschaut und wollten noch ein wenig von der Stadt sehen. Vielleicht ein anderes Mal?! http://www.tribeathletics.com/news/2015/10/31/FB_1031152159.aspx

Nun ging es in die Altstadt, die an vergangene Zeiten erinnert. Auf der breiten Einkaufsstraße, auf der früher Pferdekutschen unterwegs waren, kam man sich fast verloren vor. 😉 Mit Lübecks engen Straßen haben sie nicht gemein. Nach einer Reihe von Läden in historischen Häusern kamen wir in das „Colonial Williamsburg“, in den Teil der Stadt, der im Stil des 18. Jh. restauriert wurde. Wieder einmal war John D. Rockefeller, Jr. der Sponsor für dieses Projekt. Auch hier fielen die breiten Straßen auf, Anbindebalken für Pferde vor manchen Häusern waren zu sehen – die Bilder sprechen für sich. 🙂 In diesem Living History – Museum fahren Pferdekutschen, es werden verschiedene Handwerke ausgeübt, natürlich in historischen Kostümen. Am Tag unseres Besuches kam noch ein herausragendes Ereignis hinzu: Es war Halloween! 👻💀👻
In den schönsten/gruseligsten Kostümen gingen ganze Familien durch die Straßen. Es waren auch viele historisch verkleidete Menschen zu sehen. Ein (e) Zombie erklärte uns, dass in diesem Jahr zum ersten Mal ein großes Halloweenfest für Kinder und abends für Erwachsene gefeiert wird. Hätte ich es gewusst, wäre ich auch verkleidet in die Stadt gegangen! 🙂 Es machte Spaß sich in der Menge umzuschauen und erinnerte mich ein wenig an Karneval und St. Martin.
Unsere Reise bleibt spannend; mal sehen, wo unser nächster Halt sein wird. 😉

 

 

 

U.S. Capitol and Hirschhorn Museum

Einmal das U.S. Capitol von innen ansehen und den Abgeordneten und Senatoren bei ihrer Debatte zuhören, das war Werners Wunsch. Bei mir stand das US Holocaust Memorial Museum auf dem Plan. Obwohl wir in diesen Tagen immer den Wecker stellten, waren die Tage zu kurz für unsere Pläne. 😉

Am Capitol angekommen strömten die Leute in Richtung Eingang. Eine Frau hielt ein Plakat in der Hand – sie wies den Kongressteilnehmern, die gerade eine Rallye machten, den Weg, wie sie uns erklärte. In diesen Tagen fand ein Kongress der „American Academy of Pediatrics“ statt. Im selben Moment eilte eine Gruppe von Menschen an uns vorbei, von der mir eine Frau sehr bekannt vorkam: Renate Künast 🙂 . Als ich abends herausfinden wollte, an welchem Treffen Renate Künast in Washington D.C. teilnahm, erfuhr ich in allen Beiträgen nur von ihrem Fauxpas bei Facebook. 😉 (Sie hatte das Lincoln Memorial mit George Washington verwechselt.) Hier eine deutsche Politikerin zu sehen fand ich schon spannend. 🙂

Am Eingang zum Capitol standen mehrere Polizisten und wir erfuhren, dass wir keine Lebensmittel und Wasserflaschen mitnehmen durften. 🙁 Wegwerfen wollten wir unseren Kuchen nicht, also setzten wir uns draußen auf die Mauer und picknickten erst einmal. Die Cracker verschenkten wir, denn manche Paare gingen getrennt hinein, um ihren Proviant zu retten. 😉 Drinnen angekommen mussten wir durch den Sicherheitskontrollbereich gehen und standen ehe wir uns versahen in der Schlange. Zeit zum Fotografieren blieb uns anfangs nicht. Ein freundlicher und witziger Touristenführer erzählte uns die Geschichte des Gebäudes und benannte alle Statuen. – Es waren, glaube ich, Vertreter aller Bundesstaaten dabei, jedoch aus verschiedenen Jahrhunderten. – Er bezog das Publikum mit ein, es kam aus vielen verschiedenen Staaten der USA. Leider war das Capitol sowohl innen als auch außen eingerüstet, so dass unser Blick eingeschränkt war,  zum Leidwesen des anwesenden Fotografen W.K.. „Schade, dass das Capitol eingerüstet ist!“, hörte ich in diesen Tagen mehr als einmal!!!

Nach der Führung wurde es noch einmal spannend. Nachdem wir uns die „Eintrittskarten“ für die Besuchergalerie des Senats und des Repräsentantenhauses geholt hatten, gingen wir wieder durch eine Sicherheitskontrolle und gaben unsere Rucksäcke und Fotoapparate ab. Denn es war nicht erlaubt zu fotografieren. Eigentlich war alles verboten, außer leise zuzuhören. (Lesen und schlafen durfte man auch nicht. 😉 Beim Senat angekommen hieß es, dass es sich nicht lohnt hineinzugehen, da gerade eine Pause war. Im Repräsentantenhaus waren viele Abgeordnete zugegen, aber es fand keine Debatte statt.
Wir erlebten mindestens drei Abstimmungen, worüber genau war nicht zu erkennen, auch für unseren Nachbarn zur Rechten aus Kalifornien nicht. Hin und wieder erklärte er uns das eine oder andere oder sprach seine Vermutungen aus, z.B., dass links sicher die Demokraten sitzen, da dort mehr Frauen und dunkelhäutige Politiker zu sehen waren. Es stimmte, wie wir später in unserem Infoheft lasen. Seine Frau beklagte, dass im Senat jeder Bundesstaat mit zwei Senatoren, also zwei Stimmen, vertreten ist, egal wie groß der Staat ist. In Kalifornien (2 Stimmen) leben 1/8 der US Amerikaner!
Wir konnten genau sehen, welcher Politiker mit ja und welcher mit nein abgestimmt hatte. Die Namen wurden gestochen scharf oben auf die Wand projiziert und es erschien „ja“ oder „nein“daneben, wenn der Abgeordnete abgestimmt hatte. Es war ein geschäftiges Treiben, viele standen und sprachen miteinander, einige gingen hin und her, sogar Kinder waren vor Ort und wurden dem ein oder anderen vorgestellt. Unser Nachbar zur Rechten zeigte uns den Journalisten, der Hillary Clinton vor kurzem im Visier hatte… Da die Abstimmungen kein Ende nahmen, verließen wir nach einer längeren Zeit die Galerie. 😉

Ab ging es zum Senat. Es waren nur wenige Senatoren anwesend. Der erste Senator sprach sich für saubere Energien aus, wohingegen ein anderer Senator die Energiegewinnung aus Kohle vertrat. Er behauptete, dass ganz andere Länder beim Kohleverbrauch das größere Problem für die Umwelt darstellten… Floridas Senator, Bill Nelson (Demokrat), schilderte die Situation in Puerto Rico und erläuterte, dass dieser Staat dringend Hilfe benötige. Die besondere Situation von Puerto Rico (US-amerikanisches Außengebiet) kann man im Internet nachlesen. Interessant ist, dass viele Puerto Ricaner nach Florida umziehen…In unmittelbarer Nähe stand ein Mitarbeiter, der die Rede mitschrieb. Der Computer ähnelte einem Bauchladen… Laufend wurden die Mitarbeiter von anderen abgelöst.

Nach dieser interessanten Erfahrung war es zu spät für das US Holocaust Memorial Museum. –  Wir schlenderten zur Museums Mall und gingen kurzentschlossen in das Hirschhorn Museum, um wenigstens ein bisschen von dem hiesigen Kunstangebot wahrzunehmen. Interessante Objekte waren zu sehen, aber für einen dauerhaften Eindruck reichte die Zeit leider nicht. Die Skulpturen im Garten haben wir jedoch noch gut in Erinnerung. 🙂 🙂

Zum Abschluss stärkten wir uns in einem Lokal, das „Native Food“ anbot, ohne vorher zu wissen, dass es ein vegetarisches Restaurant ist. Es schmeckte ausgesprochen gut – ich bin auf dem Weg, Petra! 😉

Washington D.C. – Memorials

Am nächsten Tag standen der Besuch des Arlington Friedhofs und die Memorials auf dem Programm. The „Arlington National Cemetry“ – „America`s Shrine to those who honorably served our Nation“ ist ein riesiger Friedhof und wieder wurden wir mit den vielen Kriegen konfrontiert. Wir besuchten das Grab John F. Kennedys und seiner Familie, auf dem die ewige Flamme brennt. Auf einer Mauer konnten wir Zitate lesen. Wir gingen noch zum „Civil War Unknown Monument“, um dann an den vielen Grabsteinen vorbei in Richtung Washington D.C. zu gehen.
Bei herrlichem Sonnenschein erreichten wir das Lincoln Memorial (einen Tag vor Renate Künast 😉 ). Hier trafen sich die Touristen! In einem großen Tempel ist Lincoln auf einem Stuhl sitzend dargestellt. Viele Treppen führen hoch zu diesem „Thron“. Die Skulptur wirkte auf uns übermächtig und überhöht. Heute las ich, dass sie eigentlich wesentlich kleiner geplant war, aber dann nicht zu diesem Tempel gepasst hätte…. Auf jeden Fall war der Blick auf den „Reflecting Pool“ und das „Washington Monument“ genial. 🙂

Weiter ging es zum „Korean War Memorial“, einem denkwürdigen Ort. Mit gemischten Gefühlen gingen wir an den Skulpturen  (Soldaten im Krieg) vorbei. Erschreckend! – Wir schauten uns die Gesichter an – ernst, ängstlich, fragend. Sie gingen in ein Land, das sie nicht kannten und trafen Menschen, die sie nicht kannten….lasen wir auf einer Tafel.

So wie die Museen stehen auch die Denkmäler in einem Gebiet. Gespannt steuerten wir nun das “ Martin Luther King, Jr. Memorial“ an. Viel Raum wurde ihm gegeben und wir lasen auf einer Mauer viele Zitate. Es ist noch lange nicht erreicht, was er in seiner Rede am Lincoln Memorial „I had a dream“ kundtat.

Das nächste sehr viel Raum einnehmende Denkmal ist das „National World War II Memorial“. (2004) Was soll mit diesem monumentalen Denkmal ausgedrückt werden? An diesem Denkmal wurde auch in den USA Kritik geübt… Ganz anders als die 52 Säulen wirkte auf uns „The Freedom Wall“. Jeder Stern auf dieser Wand steht für 100 Menschen, die im Krieg starben oder vermisst wurden.

Nun kamen wir am „Washington Monument“ vorbei, dem höchsten Gebäude Washingtons, das überall in der Stadt von weitem sichtbar ist. Denn Washington hat keine Skyline, wie Boston oder New York. 😉 Danach wanderten wir zum Weißen Haus, das wir uns einmal „aus der Nähe“ anschauen wollten. Seit 9/11 sind die Sicherheitsvorkehrungen so, dass man dort nichts mehr besichtigen kann. Wir gaben uns mit dem Blick durch den Zaun zufrieden und wurden nach einiger Zeit von der Polizei aufgefordert, diesen Bereich zu verlassen, da diese Straße um ca. 5 pm abgesperrt wird.

Nach so vielen Eindrücken waren wir hungrig und suchten den „Old Ebbitt Grill“, der uns empfohlen worden war, wenn wir mit Insidern essen wollen. Dieses alte Restaurant liegt ganz in der Nähe des Weißen Hauses. Nach einigem Hin und Her gingen wir hinein und gönnten uns ein Essen mit „Insidern“. Das Restaurant war gut besucht, leise war es nicht 😉 und ständig kamen und gingen die Gäste. Als wir das Lokal verließen, warteten schon einige Leute draußen, Taxen kamen mit VIPs an und ein Schuhputzer hoffte auf Kundschaft.
Durch die City schlenderten wir zurück zur Metro, kein Müll lag am Straßenrand, nur wenige Leute waren unterwegs, alles ganz anders als in New York. 😉

 

The capital – Washington D.C.

Ein Jahr in Amerika (USA), ohne die Hauptstadt zu besuchen? Nein, Washington war für uns gesetzt, dafür ließen wir Philadelphia links liegen. Schade, denn in Philadelphia gibt es sogar einen deutschen Stadtteil. Die Hauptstadt sollte auf neutralem Boden entstehen, daher traten Maryland und Virginia Land ab,  der „District of Columbia“ entstand und die Hauptstadt konnte gebildet werden.

Unser schöner Campground liegt in Maryland, der Friedhof, auf dem sich das Kennedygrab befindet, liegt in Virginia und wir fuhren täglich mit Bus und Bahn nach Washington, D.C.. Den Campingplatz auf dem Cherry Hill können wir empfehlen, bequemer hätten wir nicht in die Stadt fahren können. Der Bus hält auf dem Gelände des Platzes. 😉

In Washington gibt es eine Besonderheit: „The Smithsonian“ ist eine Stiftung, die einen ganzen Museumskomplex unterhält. Auch Gallerien und der Zoo gehören dazu. Viele Museen und Gallerien liegen in der Innenstadt aneinandergereiht, so dass man von Museum zu Museum wandern könnte, denn der Eintritt ist in diesen Museen frei. 🙂 🙂 Aber wir halten uns immer recht lange in Museen und Gallerien auf…
Am ersten Tag (25.10.15) sahen wir eine Weile den Marathonläufern zu, die die National Mall umrundeten. Zweimal mussten wir schnell durch eine Lücke laufen, puh!, denn wir wollten das „National Museum of the American Indian“ besuchen. Von Einwanderern, Kriegen und wichtigen Orten und Persönlichkeiten hatten wir schon viel gelesen und gesehen während unserer Reise. Aber das Thema Natives – Indianer vermissten wir, ist diese Zeit schon zu lange her? Daher stand dieses Museum in Washington auf unserer Liste.
Das Gebäude fiel uns sofort ins Auge und das Gelände vor dem Museum lud zum Schauen und Informieren ein. Innen folgten wir dem Rat, sich zu Beginn den Einführungsfilm anzusehen, und wurden mit Bild und Ton in die Welt der Indianer geführt. Das Museum ist modern gestaltet und hat das Thema ansprechend aufbereitet. Schautafeln, Nischen, kleine Filme und viele Ausstellungsstücke konnten wir uns unter dem Sternenhimmel ansehen. 🙂 Uns gefiel, dass sowohl die Vergangenheit als auch das gegenwärtige Leben dargestellt wurde. Obwohl wir schon einiges über die Natives wussten, lernten wir viel Neues dazu. Auch die grausame Vergangenheit und das nicht Einhalten der Verträge wurden auf Tafeln dargestellt. Erschreckend, was wir da lasen!
Im Mitsitam Native Foods Cafe gab es ein riesiges Angebot an kleinen Köstlichkeiten. Die Entscheidung fiel schwer –  wir ließen es uns schmecken.

Auf dem Rückweg schlenderten wir durch den „Skulpture Garden“ der Nationalgalerie. Fast alle Skulpturen waren ein beliebtes Fotomotiv für die Besucher. 😉

Pennsylvania

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nahmen wir Abschied von New York. Gerne hätten wir noch so viel von dieser Stadt gesehen, die so viel zu bieten hat, aber wir freuten uns auch auf die Natur und etwas ruhigere Tage.
Zu Beginn unserer Fahrt sollte es jedoch noch einmal richtig hektisch werden. An New Jerseys Küste wollten wir fahren, das Meer schnuppern…Unser Navi, der treue Begleiter zeigte uns genau an, wohin wir fahren sollten. Die sechsspurige Autobahn verlangte volle Konzentration und zwischendurch kamen wir an Mauststationen. Lange Rede, kurzer Sinn: Dreimal verfuhren wir uns nach der Mautstelle und mussten immer wieder zurückfahren und wieder Maut bezahlen…. Zum Schluss hatten wir genug von dem Spiel, gaben ein anderes Ziel im Navi ein und verließen den schwierigen Knotenpunkt in Richtung Pennsylvania. In Elizabeth kauften wir ein und fuhren weiter nach King of Prussia, wo wir uns vom Turnpike-Stress erholten.

Am nächsten Tag fanden wir einen schönen Platz, auf dem wir die Vorteile des Passports America genießen konnten. Während auf dem Platz die letzten Vorbereitungen für das bevorstehende Fest (Halloween) getroffen wurden, saßen wir am Computer und aktualisierten unseren Reiseblog. Der Platz war am Wochenende ausgebucht und war überall herrlich gruselig geschmückt. 😉

Da wir über den Staat Pennsylvania nicht viel wussten, suchte ich im Internet Informationen und stieß auf  den Begriff: „Pennsylvania Deutsch“. https://hiwwewiedriwwe.wordpress.com/ In einem kleinen Film wird erklärt, wie die Sprache Pennsylvania Deitsch gepflegt wird. Und wir waren genau dort gelandet, wo besonders viele Menschen leben, die diese Sprache sprechen, im Amishfarmland, Lancaster County, PA. Die „Amish“ sind eine Glaubensgemeinschaft, die sich von den Mennoniten abgespaltet haben. Ihre Vorfahren wanderten nach Pennsylvania aus, um ihr von der Außenwelt abgeschiedenes Leben frei leben zu können. Ihre Häuser sind nicht an das Elektrizitätsnetz angebunden, was wir bei unserer Fahrt durch das Amishfarmland gut erkennen konnten. Sie lehnen den Fortschritt ab und besitzen keine Autos. Wie uns eine Restaurantbesitzerin erzählte, lassen sie sich jedoch durch einen „Fahrdienst“ überall hinfahren, kehren auch bei ihr ein und besitzen Handys, die sie schnell in der Tasche verschwinden lassen. 😉 Auf jeden Fortschritt zu verzichten ist sicher für jüngere Amish nicht leicht.

Die Amish leben auf Farmen, Pferde werden für die Arbeit eingesetzt. Wir konnten die Heuwende mit Pferdegespann und Heuwender beobachten. Es wirkte so, als ob wir in einer anderen Zeit gelandet sind. Überall sahen wir Wäsche im Wind flattern. Einige Frauen mit ihren Häubchen, langen Röcken und Schürzen konnten wir bei der Gartenarbeit sehen. Männer, die einen Vollbart ohne Schnurrbart und einen Strohhut tragen, sahen wir nur wenige.
Es waren jedoch viele Pferdewagen unterwegs, meistens saßen Frauen darin.
Die Restaurantbesitzerin erzählte noch, dass die Amish unter sich bleiben, sie jedoch mit einigen wenigen in ihrem Lokal Kontakt hat.

New York VII

Central Park oder Whitney Museum oder noch einen Tag verlängern? Wir entschieden uns für den Central Park mit einem Abstecher in den Fotoladen B&H Photo. Dieser Laden, in dem wir wieder unsere Rucksäcke abgeben mussten (!), führt alles was das Fotografenherz begehrt. 😉 Die Beratung war professionell und fast hätte Werner ein Objektiv erstanden…

Das Fotogeschäft befindet sich in der 33. Straße, der Central Park beginnt in der 59. Str.. Das Gehen ist des Campers Lust!? In den letzten Tagen spürte ich nach einer Weile den Asphalt direkt unter meinen Füßen. 🙁 Vorsorglich hatte ich an diesem Tag meine Wanderschuhe angezogen und wir verabredeten, dass wir vom Central Park mit der Metro zurück fahren und in den Zug nach Jersey umsteigen. New York ist einfach sehr groß!!! 😉

Nachdem wir die angebotenen Fahrrad- und Kutschtouren abgelehnt hatten, betraten wir den Park und wenig später trat Ruhe ein. Die Hektik und der Lärm der Stadt lagen hinter uns. Jetzt galt es eine Bank in der Sonne zu ergattern und unser kleines Picknick zu genießen. Herrlich! Große Granitblöcke erinnerten uns an Cape Ann, damit hatten wir hier nicht gerechnet. Großzügige Grünflächen zum Picknicken, für Spiel und Sport, Spazierwege, Fahrradwege, zahlreiche Brücken, Spielplätze, einige Seen – ein riesiger Park! Hier konnte man sich verlaufen. Gut, dass es einige Pläne zur Orientierung gab, denn unser Stadtplan war dafür zu grob. An einem See entdeckten wir einen jungen, scheuen Waschbär, der sich vor uns versteckte. Es war herbstlich im Park, die Blätter verfärbten sich. 🙂

Im Central Park befindet sich die Gedenkstätte „Strawberry Fields“, die sich Werner  unbedingt anschauen wollte. Wir mussten ein wenig suchen, fanden sie schließlich und blieben recht lange dort. Die Gedenkstätte  wurde von Yoko Ono gestaltet und John Lennon gewidmet. In einem Mosaik aus schwarzen und weißen Steinen steht „IMAGINE“. Wer kennt es nicht, dieses Lied? Ein Gitarrist spielte Lieder der Beatles, das ging unter die Haut!
Viele Leute ließen sich auf dem Mosaik fotografieren und schon erschien ein anderer Gitarrist, der den vorherigen ablöste. Er spielte die Lieder authentischer und wir hörten ihm lange zu… Als wir uns endlich von diesem Ort trennen konnten, entdeckten wir noch die Plakette, von der Peter uns erzählt hatte. 121 Staaten haben 1985 die Idee der Gedenkstätte im Namen des Friedens unterstützt. Die Namen der Staaten sind auf dieser Plakette zu lesen. Natürlich wird auch dieser Ort vermarktet: Es wurden Bilder und Fotografien von John Lennon und von der Gedenkstätte angeboten.

Zum Abschluss wollten wir zum Guggenheim Museum gehen, den interessanten Bau wollte Werner gerne fotografieren. Also mussten wir einmal quer durch den Park gehen und uns nördlich halten. Ja, was soll ich sagen? Nachdem wir einige Wege gegangen waren, kamen wir wieder in der Nähe der Gedenkstätte an. 😉 Bewegung tut gut! Nun passten wir auf, dass wir in die richtige Richtung gingen und kamen am Jackie Onassis Reservoir an. Der Weg um den See wurde bevorzugt für Jogger angelegt, die diesen „Running Track“ gut nutzten. Spaziergänger wurden wohl geduldet, denn wir waren nicht die einzigen. Endlich auf der östlichen Seite angekommen, fanden wir das Museum schnell. Es sah klein aus, verglichen mit dem, was wir bisher gesehen hatten. 😉

Der Weg zur Metro war nicht sehr weit (;-)). Wir fuhren bis zum World Trade Center, denn wir wollten ein Mitbringsel kaufen, das wir dort gesehen hatten. Wir kauften unsere Mitbringsel, deckten uns mit Karten ein und ab ging´s nach New Jersey! Auf der anderen Seite angekommen, gönnten wir uns ein thailändisches Essen. 🙂

 

New York VI

Nachdem wir 2004 das MoMA in Berlin angeschaut hatten, stand für uns fest: Einmal wollen wir ins MoMA in New York, um die Bilder der großen Maler des 20. Jahrhunderts an Ort und Stelle zu sehen. Da es so viele sehenswerte Museen in New York gibt, überlegten wir kurz, ob wir dem Guggenheim – oder dem Whitney Museum den Vorzug geben sollten. Denn diese reizten uns auch sehr, aber wir blieben bei unserer Planung und machten uns am Sonntag auf den Weg. Die Eintrittskarten hatten wir schon im Rockefeller Center erstanden, womit uns Wartezeiten erspart blieben. 😉

Unsere Bahn fuhr von Jersey bis zur 33. Straße; das MoMA liegt an der 53. Str.. Also hatten wir wieder einen ausgiebigen Spaziergang vor uns. 😉 Auf der 6th Avenue kamen uns viele WalkerInnen entgegen. Auffallend war, dass alle etwas Pinkes anhatten: Schuhe, T-Shirt, Schleife….Später erfuhren wir, dass an diesem Tag „THE WALK TO END BREAST CANCER“ (Avon 39) stattfand, an zwei Tagen 39,3 Meilen gehen, eine stolze Leistung!

Im MoMA gab es keine Sicherheitskontrolle, große Rucksäcke mussten jedoch abgegeben werden. Das Museum war gut besucht, aber nicht überfüllt. So konnten wir die Bilder in Ruhe betrachten. Erfreulich ist auch, dass die Ausstellungsräume größer sind als in Berlin. Nur von Monets großem Seerosenbild hätten wir uns einen größeren Abstand zum Betrachten gewünscht. Die MoMA App ist ein hilfreicher Begleiter in der Ausstellung. Manche Bilder erschlossen sich uns erst richtig, als wir die Erklärungen gehört hatten, z.B. die amerikanische Flagge „Flag“ von Jasper Johns. 😉
Um 5.15 pm ertönte die Durchsage, dass das Museum in 15 min schließt, schade! Denn wir haben uns nur zwei Etagen angesehen und Picassos Skulpturen verpasst. Was bleibt?
Gemälde der ganz Großen im Original zu sehen bleibt etwas ganz Besonderes. Viele der Bilder hatten wir vorher noch nicht gesehen.– Künstler wie Joseph Beuys überraschten uns mit dem Werk „Eurasia Sibirien Symphony“, das wir ohne Erklärung sicher nicht verstanden hätten. 😉 Wir werden sicher noch weitere Ausstellungen während unserer Reise sehen.

Auf dem Rückweg kamen wir an der „St. Patrick´s Cathedral“ vorbei, die Werner fotografisch festhielt, waren aber in Gedanken noch bei den Gemälden der Ausstellung. 🙂

 

New York V

Es gibt eine Reihe von Kombi-Karten und Pässen, mit denen man in New York Eintrittsgelder sparen kann. Für uns kamen sie nicht in Frage, denn wer will schon mehrere Highlights an einem Tag besuchen oder besucht Museen, die er gar nicht sehen möchte, nur weil sie im Pass enthalten sind? 😉 Beim Stöbern im Internet fanden wir dann doch eine Karte, die für uns wie geschaffen war: Rock- MoMA. Wir wollten beides am selben Tag ansehen, denn wir hatten noch viel vor….

Obwohl wir an diesem Tag relativ (!) früh dran waren, lief uns die Zeit davon und wir entschieden uns, das MoMA erst am nächsten Tag zu besuchen und stattdessen einen Blick in den Fotoladen „B&H Photo“ zu werfen. Von diesem Fotoladen, der aber leider geschlossen war, hatten Merula und Peter uns berichtet. Es ist ein jüdischer Laden und daher am Samstag geschlossen.

Also ging es ab zum Times Square! Ein kleiner Chat mit Tobi, denn wir hatten hier gerade Wifi. 😉 Wir kamen am Macy´s, dem größten Kaufhaus der Welt vorbei. Unglaublich, was hier los war! Gefühlt waren hier Menschen aller Nationen unterwegs. 😉 Werner wollte sich das Kaufhaus gerne ansehen und wir warfen einen Blick in die Eingangshalle.  Mich zog es in diesem Moment nicht hinein. Schade, im Nachhinein hätte es mich doch interessiert!

An der Kreuzung Broadway und Seventh Avenue wurde es schlagartig  hell. Am Times Square angekommen wurden wir mit Reizen überflutet und wussten nicht, was wir zuerst anschauen sollten. Natürlich war die Straße am Samstag Nachmittag voller Menschen! Die Reklametafeln zeigten laufend andere Werbespots wie im Fernsehen und das alles in grellen Farben… Lange Schlangen bildeten sich beim vergünstigten Kauf von Theaterkarten – beim nächsten New York- Besuch sind wir auch dabei. 😉

Nun war das Rockefeller Center nicht mehr weit. Nach einer kleinen Stärkung im Chinarestaurant machten wir uns auf die Suche nach dem Eingang. Das Rockefeller Center besteht jedoch aus 21 Hochhäusern und so mussten wir uns wieder durchfragen. Zur Aussichtsplattform „Top of the Rock“ im 70. Stockwerk des „General Electric Buildings“ (259 m hoch!, der 13.größte Wolkenkratzer in NYC) wollten wir gehen/fahren und den Blick auf New York genießen. Wir waren nicht die einzigen….Alles ist hier durchorganisiert, wer zu lange im Gang steht, wird aufgefordert weiter zu gehen. Wahrscheinlich geht es bei den Menschenmengen nicht anders…
Draußen wurden wir auf den bevorstehenden Winter eingestimmt: Auf der Eislaufbahn des Rockefeller Centers tummelten sich schon die Schlittschuhläufer. Es fehlte nur noch „Rudolph the Red Nosed Rendeer“. 😉

Als unser Zeitfenster in der Anzeigetafel erschien, stellten wir uns an, unterzogen uns der Sicherheitsprüfung und fuhren mit dem Fahrstuhl blitzschnell nach oben. Lichteffekte erhöhten die Spannung. 😉 Von den Wartezeiten muss ich hier nicht berichten, die verstehen sich von selbst, besonders am Wochenende.

Drei mal konnten wir die Aussicht auf New York genießen, immer wieder ging es eine Treppe höher. Das wussten wir leider nicht, der Blick wurde immer besser – einfach genial.
🙂 Zum Schluss war es für eine gute Aufnahme zu dunkel – Stative waren nicht erlaubt. Es war sehr kalt, trotzdem waren wir ziemlich lange oben. 😉

Auf dem Rückweg kamen wir wieder am Times Square vorbei, der am Abend noch greller leuchtet. Erstaunlicherweise beeindruckte er uns weniger als vorher – der Anfangszauber war vorbei. 😉
Dass wir an diesem Abend erschöpft früh ins Bett fielen, wen wundert es? – Der Besuch einer Großstadt ist anstrengend, leise ist es hier nie.