Sydney IV

Sydney Opera House

Das von allen Seiten weithin sichtbare Opernhaus zog von Anfang an immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf sich. Mal betrachteten wir es von der Harbour Bridge, mal von der Fähre oder auch von den umliegenden Parkanlagen aus.

Ein besonderes Highlight war jedoch der Besuch einer Veranstaltung im Joan Sutherland Theatre im Sydney Opera House. Die Opernabende waren schon seit Monaten ausverkauft, aber wir konnten Karten für die Vorstellung „Great Opera Hits“ erstehen. 😁
Am 2. Weihnachtstag hörten wir Lieder aus vielen verschiedenen Opern u.a. von Rossini, Verdi, Bizet, Puccini und Guinot. Es war eine gelungene Vorstellung, die spritzig moderiert wurde und uns sehr gut gefiel. Dem Moderator war klar, dass am „Boxing Day“ nur Touristen die Veranstaltung besuchen. 😉

Die Bauarbeiten für dieses ikonische Gebäude dauerten 16 Jahre, wobei der Preis auf sagenhafte 102 Mio. Dollar stieg.😳  Das Design des Opernhauses mit seinen 67m hohen Segeln schuf der dänische Architekt Jørn Utzon.

Museum of Contemporary Art Australia (MCA)

Für den letzten Tag des Jahres (2018) hatten wir uns etwas ganz Besonderes vorgenommen. Im MCA war eine bewegende Fotoausstellung von David Goldblatt zu sehen. Er fotografierte Südafrikas Menschen, Plätze und Geschichte mit dem unnachgiebigen Blick auf das, was Recht und Unrecht ist.

David Goldblatt: „Apartheid became very much the central area of my work but my real preoccupation was with our values … how did we get to be the way we are?“

Mehr als 350 Fotografien aus der Zeit von 1948 – 2018 waren mit einigen Hintergrundinformationen zu sehen. Diese Ausstellung hat uns nachhaltig beeindruckt. 🤔

Ein Besuch in Cowan

Wie der Zufall es will, leben Christianes ehemalige Nachbarn Anni und Oli im Großraum Sydney. Wir verabredeten uns und fuhren noch im alten Jahr mit dem Zug nach Hornsby, wo Anni uns netterweise abholte. 😊 Schon in Sydney war es heiß gewesen, aber in Hornsby war es kaum auszuhalten – kein Lüftchen wehte. 😳

Anni und Oli empfingen uns herzlich in ihrem Haus in Cowan und hatten spontan ein leckeres Essen zubereitet. ☺️ Da es so heiß war, tranken wir auch noch Kaffee mit einem Stück Kuchen, bevor wir in die Umgebung fuhren. Ja, wir wurden so richtig verwöhnt. 😍 In Brooklyn gingen wir mit ihren beiden Hunden spazieren und schon war der Nachmittag vorbei. Da die beiden schon viele Jahre hier wohnen, erfuhren wir von ihnen einiges über Land und Leute. Ein wunderbarer Sonntag! 😎

Cockatoo Island

Am Sonntag kann man in Sydney den ganzen Tag für 2,70$ mit Bussen, Zügen und Fähren in alle Richtungen fahren. Dies erfuhren wir zufällig am zweiten Tag (Sonntag) unseres Aufenthaltes in Sydney von einem Paar, das gerade auf dem Weg zur Fähre war. 😊

Diese Vergünstigung nahmen wir gerne jeden Sonntag in Anspruch. So fuhren wir zweimal nach Manly, einmal nach Hornsby und zum Schluss zur Insel „Cockatoo Island“. 🛳

Diese Insel ist die größte Insel in Sydneys Hafen und hat eine lange Geschichte. Hier gab  es nacheinander eine Sträflingskolonie, ein Gefängnis, eine Besserungsanstalt, eine Handwerks- und Religionsschule für Mädchen.

Die Sträflinge mussten in Sydney hart arbeiten und bauten z.B. den Circular Quay in Sydney.
Die Unterkünfte für die Sträflinge waren teilweise erhalten, teilweise waren nur Ruinen übrig.  Ein Schauder ging uns über den Rücken, als wir die Infotafeln über die Unterbringung von sogenannten „Schwerstverbrechern“ lasen. Menschenunwürdig!

Das Cottage des Superintendenten stand auf der höchsten Erhebung der Insel. Mit seinem großen Garten und dem wunderschönen Blick auf das Meer stand es im krassen Gegensatz zu den übrigen Gebäuden. 😳

Im Juli 2010 wurde die Insel ins UNESCO – Welterbe eingetragen, ein Beispiel für die Entwicklung von einer Sträflingskolonie zu einer maritimen Industrienation.

Auch das erste australische Trockendock wurde von den Gefangenen auf Cockatoo Island erbaut. Der Standort gewann an Bedeutung, als die australische Regierung die Insel übernahm und das Trockendock zum Naval Dockyard der Royal Australian Navy machte.
Im 1. Weltkrieg waren teilweise 4000 Menschen mit dem Bau und der Reparatur von Kriegsschiffen beschäftigt.

Heutzutage finden kulturelle Veranstaltungen auf der Insel statt wie z.B. di „Biennale of Sydney“. Auch kann man in den aufgestellten Zelten ein Wochenende auf der Insel verbringen (oder länger…). ⛺️⛺️⛺️

Ein interessanter und lehrreicher Besuch! 🤔

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