Lake Tahoe und Mono Lake

Mit den neuen Reifen fuhr unser Wohnmobil fast von alleine. 😉 Begeistert fuhr Werner in Richtung Lake Tahoe, während ich die Strecke langweilig fand… 🙄Nach 25.000 „spannenden“ Kilometern kommt auch das einmal vor. Hügeliges Gelände, Wiesen, Obstanbaugebiete und keine Restareas oder Parkplätze! Das ungemütliche Wetter nutzten wir in Gold Run zum Aktualisieren unseres Blogs. Zum Schreiben und Aussuchen der Bilder saßen wir gemütlich im warmen Wohnmobil. Zum Hochladen mussten wir wie so oft in die Nähe des Office gehen. Ganz schön kalt war es draußen! ☔️

Im Regen kamen wir am Lake Tahoe an, wurden im Visitor Center prima beraten und gingen eine Runde am See spazieren. 🚶🏻Wolken, Nebel und Kälte begleiteten uns. Nach einer Stärkung fuhren wir verschiedene Aussichtspunkte an und staunten über das türkisblau schimmernde Wasser. 😀Die Spuren der Eiszeit waren deutlich sichtbar: Große Felsbrocken vom Wasser geschliffen lagen im glasklaren See und am Sandstrand. Mit einer Tiefe von 501m ist Lake Tahoe der zweittiefste See der USA. Die Größe des Sees wird durch folgende Tatsache deutlich: In 24 Stunden verdunsten 1.400.000 Tonnen Wasser, was den Wasserstand nur um 0,24 cm verringert. 🤔Nördlich des Ortes Incline Village gibt es einen Aussichtspunkt in den Bergen mit einem herrlichen Blick auf den See – bei guter Sicht versteht sich! Voller Erwartung fuhren wir zum „Overlook“ und standen plötzlich im Nebel. 🌫Unter der dichten Nebeldecke gab der See nur einen Teil seiner Schönheit preis. 😁

Wir übernachteten in Carson City, Nevada. Erst ging es hoch zum „Donner Summit“ (7227 ft), es folgte die Fahrt ins Tal. Auf dieser Seite der Berge herrscht ein ganz anderes Klima. Die Bäume sind verschwunden, kleine Büsche stehen hier und da. 🌄Am nächsten Tag fuhren wir am östlichen Ufer des Sees entlang und legten eine längere Sonnen- Picknick-Pause am Cave Rock ein. Dieser Ort ist den Washoe Indiandern noch heute heilig; ihre Vorfahren verbrachten den Sommer am See und hielten religiöse Zeremonien in der Höhle ab. Der Weg zur Höhle sah nicht gerade zugänglich aus….

Am großen Hundestrand konnten wir den niedrigen Wasserstand des Sees beobachten; das Schild „Private Property!“ kürzte unseren Spaziergang jedoch ab. 🐕 Beim „Overlook“ an der Emerald Bay bestimmten dunkle Wolken und ein wenig Sonne in der Ferne das Bild. 🌧🌦Die Fahrt nach Gardnerville führte uns wieder auf den Pass (7000 ft), um dann mit einem starken Gefälle ins Tal zu führen. 🎢Die neuen Reifen waren im Regen voll im Einsatz! Schneeberge, wohin wir auch blickten, und ein Abendhimmel, der nicht interessanter sein könnte, rundeten diesen schönen Tag am See ab. 🏔

Die Gegend um Gardnerville, NV, wirkte sehr aufgeräumt – große Grundstücke, weiße Zäune, Pferde, Rinder und Schafe. 🐎🐄🐏

Machen wir einen Abstecher zum Mono Lake, oder fahren wir direkt zum Yosemite NP? 🤔Wir fuhren zum See und verlebten dort zwei erholsame Tage. Ein zweites Mal fuhren wir in Kalifornien durch eine Kontrolle und wurden befragt, woher wir kämen. Dies führte dazu, dass wir einige Tage später nicht wagten in Nevada frische Lebensmittel einzukaufen, obwohl der Supermarkt so gut sortiert war…😬

Die traumhafte Fahrt (Scenic Drive) auf der 395 South führte am Fluss entlang. 🏞Vor uns sahen wir Schneeberge in der Ferne – alle Passstraßen über die Sierra Nevada waren gesperrt. 🏔Im Little Antilope Valley fanden wir bei Walker einen schönen Rastplatz mit Sportgeräten am Fluss gelegen. Eine kleine Übung an den Geräten zeigte mir, dass die Autofahrten nichts zur Erhöhung der Beweglichkeit beitragen… 🏋 Weiter ging es über „Devils Gate Summit“ (7519 ft) und den netten Ort Bridgeport (teurer Sprit) zum Viewpoint mit Blick auf den Mono Lake. Der See breitete sich in einem weiten Tal vor uns aus und ließ seine Besonderheit nur vermuten. 😀

Am See angekommen, hielten wir am County Park, der gerade für die Sommergäste renoviert wurde und wanderten über den Boardwalk. Hier wurde uns deutlich veranschaulicht, wie sich der See verändert hat. Im Jahre 1941 begann die Stadt Los Angeles Flüsse, die den See speisten, umzuleiten. Dadurch sank der Wasserspiegel um 40 ft und der Gehalt an Mineralien stieg. Der See ist 2,5 mal so salzig und 8mal so alkalisch wie Meerwasser. 😳In diesem Wasser wird selbst das schmutzigste Wäschestück sauber, bemerkte schon Mark Twain. 😉 Erstaunlicherweise leben zwei Tierarten hier, die vielen Zugvögeln als Nahrung dienen: „The brine shrimp and the alkali fly“.

Unser nächster Ziel war die „Old Marina“, wo wir so weit ans Wasser gehen konnten, bis wir einsanken. (Werner ging noch weiter…) 😉Hier sahen wir interessante Tuff-Formationen und entdeckten sogar ein Nest auf einer hohen Säule. Uns war jedoch nicht klar, wovon sich die Fischadler hier ernährten. 🤔

Eine „Überraschung“ hielt der Tag noch für uns bereit. 😉 Wo finden wir den BLM-Campground❓, denn die Wegbeschreibung ist nicht immer so genau. Diesmal schickte uns das Navigationsgerät über eine unbefestigte Straße mit vielen Schlaglöchern, die jäh endete, da sie überflutet war! 💧Mit viel Glück fanden wir eine andere Zufahrt und genossen die tolle Aussicht (6727 ft.) auf den Mono Lake. Der Platz reichte für 2-4 Wohnmobile und ein Camper stand schon dort! Glück gehabt‼️

Am nächsten Tag genossen wir die Ruhe und ließen uns mit allem Zeit. ⏲Werner wollte das Auto heute nicht bewegen und schlug vor, zu Fuß zum See zu wandern, um weitere Tuff-Formationen anzusehen und zu fotografieren. Im Laufe der Zeit und nach zwei steilen, rutschigen Auf- und Abgängen 😳 wurde uns klar, dass wir die Strecke unterschätzt hatten. Also wanderten wir zurück zum Wohnmobil, packten die Stühle ein und fuhren zur „South Tufa Area“.

Gigantisch, wie viele Säulen und andere Formationen wir hier sahen. 😊Die Stimmung lässt sich kaum beschreiben. Wir blieben bis zur blauen Stunde nach Sonnenuntergang. Wie das Licht immer wieder alles veränderte, einfach fantastisch! In der Dämmerung kamen einige Fotografen mit ihren Stativen hinzu, Werner war begeistert. 😄 Da ich bei diesen Fotoshootings nicht ganz so aktiv bin, wird mir etwas schneller kalt. (10°C) Die Fotos zeigen jedoch, dass es sich lohnt auf das richtige Licht zu warten…

Die folgende Nacht war eine der wenigen schlaflosen Nächte, die wir bisher hatten. Der Wind hatte derart zugenommen, dass das Wohnmobil schaukelte. 🌬🌬🌬Erst als der Wind am Morgen abschwächte, kamen wir zur Ruhe und schliefen noch ein wenig. 💤Zum Abschluss fuhren wir zur „Mono Crater Chain“ und schauten uns den „Panum Crater“ an. Ein Trail führte uns in der Kälte zum Dom und wir konnten uns am Kraterrand stehend den Vulkanausbruch lebhaft vorstellen. 😀

Die Tage an Kaliforniens Seen haben uns gut gefallen, auch wenn sie etwas kalt, windig und regnerisch waren. 😉

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