Grand Canyon National Park

Die fünf Tage, die wir im Grand Canyon verbrachten, waren überwältigend – in jeder Hinsicht: 1,8 Milliarden Jahre Erdgeschichte, grandiose Blicke in den Canyon, Wetterwechsel, eine Touristenschwemme und ein gut funktionierendes Shuttlebus – Angebot, um nur einige Eindrücke zu nennen. 🌎

Die Campingplätze waren belegt, so dass wir einen der wenigen freien Parkplätze ergattern mussten – mit Erfolg! 😀 Spätestens in diesem Moment wurde uns klar, dass an allen interessanten Stellen viel los sein wird. Es war nicht „crowded“, informierte uns ein Einheimischer. Erst in den Sommerferien wird es richtig voll… Aber auch jetzt war es schon schwierig, einen Platz für das Stativ zu finden, besonders am Hopi Point in der Abendstimmung. 🌙Wir nutzten den Bus 🚍und fuhren viele Aussichtspunkte an oder gingen am Rim entlang und genossen jeden Moment, den wir in den Grand Canyon blicken konnten. ☺️ Am ersten Tag schien meist die Sonne, die die unterschiedlichen Gesteinsschichten zum Leuchten brachte, besonders im Abendlicht. Ein Condor saß auf einem Felsen im Canyon und wirkte richtig klein aus der Entfernung.

Beeindruckend war der „Trail of Time“, den wir am nächsten Tag am Rim gingen❗️Bei dieser Zeitreise erfuhren wir viel von der Entstehung der verschiedenen Gesteinsschichten und des Canyons. Die Zeit, in der der Canyon entstand (durch den Colorado River), war ein Augenzwinkern im Vergleich zur Entstehung des Gesteins. 😉 An manchen Stellen konnten wir tief unten die älteste und härteste Gesteinsschicht sehen, die der Fluss nun schon erreicht hat. Es machte Spaß, die Schichten zu bestimmen. Ob wir immer richtig lagen, weiß ich nicht… 🙃 Manchmal konnten wir ein kleines Stück des Colorado Rivers sehen – Schautafeln und Blickrohre halfen uns dabei. Spannend fand ich, dass die Erosion sehr ähnlich verläuft und wir lauter verschiedene „Tempel“ im Canyon sahen.

Werner wagte sich näher an den Rand des Canyons heran als ich – manchmal musste ich wegschauen…😳 Gut, dass es genügend Ausblicke mit Geländer gab! Viele Familien mit Kindern waren an diesem Wochenende unterwegs – ein Wunder, dass nichts passierte!🏃🏻

Nun muss ich einmal auf das Wetter zu sprechen kommen, auch wenn die Fotos eine klare Sprache sprechen (T-Shirt oder Mütze?). Während das Thermometer am ersten Tag 23°C anzeigte,☀️ sank es am nächsten Tag auf 7°C und bescherte uns in der Nacht Schnee, der im Laufe des Morgens schmolz. ❄️ Mit Freude hielten wir uns an diesem Tag im Visitor Center auf, schauten uns den Info-Film an und schlenderten durch die Ausstellung. Als für eine kurze Zeit die Sonne zwischen den Wolken hervor kam, gingen wir schnell zum Rim und erblickten den Canyon in ganz anderen Farben. 😀
In diesen Tagen kamen wir mit vielen Leuten ins Gespräch, so auch mit zwei Paaren aus Barcelona, die mit einem Unimog unterwegs waren. Spanisch 🇪🇸kann ich nicht sprechen, also versuchte ich es mit englisch🇬🇧 – Fehlanzeige! Schließlich unterhielten wir uns bestens auf französisch 🇫🇷– wunderbar!

Die Trails in den Canyon hinunter sahen abenteuerlich und beschwerlich aus. 😒Die Beschreibung „steep trail“ bestätigte meine Vermutung – diese Trails kamen für mich nicht in Frage‼️ Ein Ranger war da ganz anderer Meinung: Um den Canyon richtig zu erleben, sollten wir auf jeden Fall ein Stück hinunter wandern, riet er uns❗️ So kam es, dass wir am vierten Tag zum Bright Angel Trailhead fuhren und ca. 1,8 Meilen bergab wanderten. Regen, Pfützen, matschige Wege – nur nicht ausrutschen! 😇 Es war ein tolles Gefühl durch die Zeit zu gehen und die obersten Gesteinsschichten über sich zu lassen! Die roten Pfützen sahen gut aus und waren nicht zu übersehen. 😉 Regen und Sonne wechselten sich ab, aber wir hatten keinen Sonnenschutz dabei, nur Mützen und Regencape. Unglaublich, wie schnell sich das Wetter in diesen Höhenlagen ändert! Nach einer ausgiebigen Pause traten wir den etwas anstrengenderen Rückweg an, der gut zu bewältigen war. Beim nächsten Mal gehen wir eine Etappe weiter nach unten…😃

Da die Campgrounds im NP alle belegt waren, fuhren wir jeden Abend zum Übernachten in den nahe gelegenen National Forest. 🌲🌲🌲 Dort war freies Campen erlaubt und wurde auch von den Amerikanern gut angenommen. Am ersten Abend sahen wir einen stattlichen Hirsch am Waldesrand stehen. Es ist immer wieder spannend, ob wir eine Bucht finden, die wir mit unserem Wohnmobil anfahren können. 🚙 Auch, wenn es zum Wochenende hin voller wurde, fanden wir jeden Abend einen schönen Platz. 😊 Ein Baumstamm diente uns sowohl als Tisch als auch als Beinablage, wunderbar! Am letzten Morgen jedoch – wir hatten ausnahmsweise eine klare Sicht – wurden wir schon früh geweckt. Ein Hubschrauber nach dem anderen flog über uns hinweg in den Canyon.  🚁🚁🚁Bei diesem Lärm suchte ein Vogel immer wieder Schutz auf dem nahe gelegenen Baum. 🐦

Ein letztes Mal fuhren wir an diesem Morgen in den Nationalpark und fuhren von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt bis zum „Desert View Watchtower“. Die Wandmalereien innen, von Natives hergestellt, waren total interessant. Leider wurde der Turm kurz nach unserer Ankunft geschlossen. 😬 Am Nachmittag kam ein heftiger Wind auf, so dass wir sehr auf unsere Kopfbedeckung aufpassen mussten. 👒 (Im Grand Canyon gelang es uns noch…) Ein letztes Mal genossen wir den Blick in den Canyon; die „Tempel“ zeigten sich abends im Westen als geheimnisvolles Schattenbild. Nun mussten wir uns von dem grandiosen Canyon verabschieden – es fiel uns schwer. 🤗🤗🤗

Wir haben inzwischen noch einige Nationalparks des Colorado Plateaus gesehen. Ich muss gestehen, dass der Grand Canyon mich besonders nachhaltig beeindruckt hat.      😀😀😀

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