Vom Cape Kidnappers zum Cape Palliser

Die Küstenregion südlich von Napier hatten wir noch nicht gesehen. Also fuhren wir am 1.2.19 nach unserem spannenden Ausflug zum Cape Kidnappers über Hastings an die Küste. Eine gute Woche genossen wir die kleinen Orte und Strände am Pazifischen Ozean. Da es keine durchgängige Küstenstraße hier gibt, fuhren wir teilweise durch die dünn besiedelte Landschaft. 😊

New Zealand Pigeon / Kereru

Wir machten einen herrlichen Strandspaziergang in Waimarama, übernachteten ganz einsam in Elsthorpe und gingen dort im „alten Wald“ spazieren. Farne, alte Bäume und endemische Vögel erfreuten uns.🌿🌴🌳  In Kairakau Beach fanden wir unverhofft einen wunderschönen Übernachtungsplatz unter Bäumen mit Blick auf das Meer. Hier fuhren wir die Markise heraus, holten Tisch und Stühle aus dem Womo und machten mal wieder Urlaub. ☀️⛱ Ein langer Strandspaziergang und ein Bad in den Wellen gehörten natürlich dazu. Werner liebt die Wellen, wohingegen ich lieber schwimme 🏊‍♀️, was hier kaum möglich war. 🌊

Unsere nächsten Stationen waren Mangakuri Beach und Pourere, wo wir am folgenden Tag lange Wanderungen am Strand unternahmen. 🚶‍♂️🚶‍♀️Jeder Strand sieht anders aus – einfach spannend! Wir trafen nur wenige Menschen hier und genossen die Weite. Auch der Regen wartete, bis wir wieder am Auto eintrafen…🌧

Die Fahrt übers Land zwischen beiden Orten war wunderschön – einige Höfe, abseits von allem. 😊 Landschaftlich ist hier alles sehr natürlich, nur die Schotterstraßen sind schlecht zu befahren. Hier fahren wohl nur die Farmer. 🚜

Unser Abstecher ins Land nach Waipukurau hatte viele Gründe: z.B. Einkauf und Dumpstation. 🍎🥝🍞Der Hauptgrund war jedoch ein Anruf am 3.2.19 in Stodo früh am Morgen und in Koblenz am Abend. 📱📞 Dafür benötigen wir WLAN und einen Übernachtungsplatz in der Nähe…

Die Videoanrufe haben uns natürlich wieder viel Freude bereitet. Schön, dass es diese Möglichkeit heutzutage gibt! BNZ sei Dank! 🏦
Die Stadt war nicht so interessant, aber wir fanden zufällig eine „Scenic Road“, spazierten durch ein großes Flussbett und einen kleinen Wald🌳🌴. Bei 31° waren wir um jeden Schattenplatz froh. ☀️☀️☀️

Die Fahrt durch das Land von Waipukurau zum Te Paerahi Beach ist wieder sehr schön. Hier herrscht ein anderes Klima. Es ist trockener, sonniger, es gibt keine Farne, aber sanfte Hügel, Bäume und Schafe. 😊

Der natürliche Freedomplatz an den Dünen am Meer unter Pinien erinnerte uns an unsere Urlaube in Südfrankreich. 😎 Wieder ein herrlicher Tag am Meer mit einem kleinen Plausch mit unseren „Nachbarn“ aus Palmerston!

Für die nächsten 118 km von Te Paerahi Beach über Akitiko bis Pongaroa benötigten wir mehrere Stunden. 🕰 Das lag wohl an den vielen Kurven, Stopps und dem heftigen Wind in dieser Gegend. 💨

Der Halt am Akitio River bescherte uns viel Wind und noch mehr Sandflies, so dass der Spaziergang im Flussbett recht kurz ausfiel. 😳 Die Fahrt von dort aus bis Pangaroa ging durch ein „Dusty Gulli“ – links und rechts Hügel und dazwischen ein extremer Wind. Da waren wir froh, als wir heil am Übernachtungsplatz bei den Schafen ankamen. 🐑🐑🐑 Ein neugieriges Schaf entwich immer wieder, aber Werner schaffte es mit viel Geduld das Schaf wieder zu seiner Herde zu locken.😉

Ein Schild in dem Ort erinnerte uns an den Waitangi Day am 6.2. und so landeten wir am nächsten Tag in Masterton. Im Queen-Elizabeth-Park spielte die Band Waifest und die Menschen, hauptsächlich Maoris, feierten ihren Tag.  🎸🎷

An diesem Tag wurde im Jahr 1840 der Vertrag von Waitangi von Maori-Führern und dem englischen Vertreter der Krone, Hobson unterzeichnet. Da die Verträge in den beiden Sprachen nicht dasselbe bedeuteten, kam es danach zu großen Problemen zwischen den Maori und den europäischen Einwanderern. Seit 1974 ist dieser Tag ein Nationalfeiertag in Neuseeland. 🇳🇿

Die Musik der Band gefiel uns und wir blieben bis zum Ende der Veranstaltung (15 Uhr).  🎶 Der junge Bürgermeister sprach seine Dankesworte in beiden Sprachen. Den maorischen Spruch haben wir leider nicht verstanden. 🎤

Die Musik noch im Ohr fuhren wir weiter bis zum Cape Palliser. 🤗

 

 

 

2 Gedanken zu „Vom Cape Kidnappers zum Cape Palliser

  1. Kia ora ihr Beiden,

    monatelang haben wir nun eure tollen Beiträge verfolgt. Immer wieder kamen ganz viele Erinnerungen und Sehnsüchte hoch. Wunderbar eure Bilder und Texte zu geniessen.
    Über ein halbes Jahr intensiv Neuseeland ist wirklich unglaublich (zwischenzeitlicher Städtetrip Sydney mit eingerechnet :-).
    Ich hoffe sehr, dass wir es auch noch einmal dorthin schaffen, wenigstens für ein paar Wochen. Die Rente ist ja nicht mehr so weit (hahaha).
    Die Stinky Bucks haben uns hier auch ganz schön geärgert. Den ganzen Winter durch krochen sie immer wieder ins Haus, saßen gerne abends auf unserer Bettdecke.
    Das die ausgerechnet Schuld waren an eurer Planänderung , führte hier zu Erstaunen und Schmunzeln, aber da war euch anfangs wahrscheinlich gar nicht danach.
    Es hat so sollen sein und alles hat seinen Grund….
    Oder wie es zu Hause heißt, …et kütt wie et kütt!

    Wir hören raus, dass ihr bald die Heimreise antretet, also wünschen wir Euch noch schöne Tage, und einen guten Flug.
    Das WoMo schrubben braucht ihr ja hoffentlich nicht, in Deutschland dürfen doch bestimmt die Erdkümpchen noch im Reifen stecken…

    Liebe Grüße und wir hoffen, dass wir uns gesund und bald wiedersehen!
    Ka kite ano
    Katja

    1. Kia ora Katja,

      das ist ja eine Überraschung und eine Freude von dir zu hören! Ja, diese Reise war wirklich wunderbar und nach der anfänglichen Enttäuschung über die Änderung unserer Reisepläne sind wir nun sehr zufrieden, da wir Neuseeland so intensiv genießen konnten.
      Wir kannten die Stinky Bugs vorher nicht, haben aber schon von einigen gehört, dass sie in Deutschland angekommen sind.
      Natürlich haben wir das Womo geputzt, aber nicht mehr so pingelich wie für Neuseeland und Australien.😉 Morgen geben wir es im Hafen ab und am Donnerstag geht unser Flug nach Hause.
      Wir landen in Frankfurt und besuchen zuerst einmal Christiane und David. Kaum zu glauben, dass es jetzt alles so schnell geht!

      Liebe Grüße
      Andrea und Werner

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