Dunedin und Otago Peninsula

Am 20.11.18 fuhren wir am frühen Nachmittag los in Richtung Dunedin. Das Wetter ist nicht erwähnenswert, denn es regnete und regnete. 🌧Das Red Tussock Reserve bot den gleichen Anblick wie auf der Hinfahrt, das Leuchten in der Sonne fehlte. In Mossburn hielten wir, um die leckere Venison Pie zu essen, die uns vor einer Woche so angepriesen wurde. Sie schmeckte köstlich und der Cappuccino natürlich auch. 😊

Red Tussock Reserve

Danach wurde die Fahrt bei Regen und heftigem Wind wieder aufregender. Erst waren nur Felder und Wiesen überschwemmt, dann auch die Fahrbahn und zum Schluss lag ein großer Baum quer auf der Straße. 😳Zum Glück wurde er gerade von Straßenarbeitern zersägt und nach und nach beseitigt. Kühe und Schafe standen im Regen und wir überlegten, welche Tiere wohl mehr unter diesem Wetter leiden. 🐄🐑🐑🐄

Als wir abends unversehrt auf dem Campground des NZMCA ankamen, waren wir wieder einmal froh, dass der Club so viele Plätze für seine Mitglieder bereithält. 👍

Da das Wetter recht ungemütlich war, sahen wir uns nur einen Teil der spannenden Stadt Dunedin an. Die Stadt wurde von schottischen Presbyterianern gegründet. Sie brachten die Stadtpläne und viele Siedler gleich mit, um ihr neues Edingburgh (gälisch: Dunedin) zu gründen. Wie viele andere Städte auch erlebte Dunedin den ersten Boom durch Goldfunde. Viele Bauwerke weisen auf die Bedeutung hin, die die Stadt früher hatte und zum Teil auch noch heute hat. Hier wurde die erste Universität des Landes gegründet, 🎓die erste Tageszeitung herausgebracht, die erste Hochschule für Medizin errichtet, das erste Cable Car und die erste Straßenbahn 🚋des Landes gebaut. 

Wir hielten uns die meiste Zeit mitten in der Stadt rund um das Octagon auf. Die Gallery ist nicht sehr umfangreich. Dafür ist die Dunedin Railway Station überaus sehenswert. Der Bahnhof wurde im niederländischen Renaissance-Stil gebaut und wir sahen uns die vielen Details an Türen, Fenstern und Erkern genau an. 🧐Beim Fotografieren störten manchmal jedoch die vielen Menschen. Der Verkehr nach Christchurch wurde 2002 eingestellt und es fahren nur noch Sonderzüge ins Landesinnere oder an der Küste entlang. Vier Stunden im Zug zu sitzen käme meinem Bewegungsdrang jedoch kein bisschen entgegen. 😉Auch hatten wir bei diesem Wetter keine vielversprechenden Fotos zu erwarten.

Also stiegen wir die schöne Freitreppe aus Takaka Marmor hoch zur St.Paul´s Anglican Cathedral und warfen einen Blick in die Kirche. Der moderne Altar gefiel uns besonders gut.⛪️
Zum Schluss aßen wir im Pub eine schmackhafte Pie und machten uns auf den Weg zur Otago Peninsula. 

Die Erlebnisse auf dieser Halbinsel waren ein Höhepunkt unserer Neuseelandreise. Aber eins nach dem anderen! 😇 Die Fahrt auf der Küstenstraße war wieder abenteuerlich, denn streckenweise war ein Teil der Straße weggebrochen. Werner musste ganz schön nah am Wasser über die Schotterpiste fahren. Gut, dass ich nicht fahren musste! 🚐

Am Nordcap der Halbinsel, Taiaroa Head, angekommen schauten wir uns im Royal Albatross Centre um. Wir hatten die Möglichkeit noch am selben Abend an einer Führung teilzunehmen, bei der wir die Blue Penguins beobachten konnten. 🐧Das ließen wir uns nicht entgehen, buchten die Tour und warteten gespannt auf die Abenddämmerung. Die Zwergpinguine – die kleinsten Pinguine der Welt – werden etwa 40 cm groß und haben ein Gewicht von ca. einem Kilogramm. Sie kommen in Neuseeland an allen Küsten vor.

Die Führung begann mit einem kleinen Vortrag und dann marschierten wir in einer relativ großen Gruppe zur Aussichtsplattform. Werner hatte sein Stativ dabei, welches aber nicht so richtig zum Einsatz kommen konnte. 😬Von unserem Platz aus konnten wir den Strand und das Meer beobachten. Plötzlich kam Bewegung auf: Eine große Anzahl von Pinguinen kam an Land und bewegte sich wuselnd auf uns zu. Ihre Nester lagen nah an der Aussichtsplattform und die meisten Tiere verschwanden schnell um ihre Küken zu füttern. Manche standen jedoch eine Weile im „Rampenlicht“, schauten umher oder warteten auf die nächste Gruppe. 🐧🐧Wir genossen dieses Schauspiel, beobachteten, fotografierten und filmten das Ereignis. Nach einiger Zeit kam die nächste gut zu hörende Gruppe an und alles wiederholte sich. Wir konnten sogar einer Pinguinfamilie zuschauen, die ihre Jungen fütterte. ☺️

Es ist übrigens kein Zufall, dass die Pinguine gemeinsam am Strand ankommen. Nach einem Tag im Meer versammeln sie sich in Küstennähe in Gruppen, wo sie sich durch Laute bemerkbar machen. 🐧🐧🐧
Ein tolles Erlebnis im Regen! Werners Kamera bekam die Nässe weniger gut, denn sie streikte nach einiger Zeit. 😯

Die Suche nach einem Übernachtungsplatz gestaltete sich im Dunkeln etwas schwierig. Aber wie immer fanden wir ein Plätzchen, diesmal ganz für uns allein. 🤗

 

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