Die Westküste

Westport bescherte uns zwei heftige Regentage und wir hatten endlich Zeit in Ruhe an unserem Blog zu arbeiten. 😉 Bei dem starken Wind konnten wir unseren Schirm im Wohnmobil lassen, da er uns wegwehte. Das Wetter erinnerte sehr uns an unsere Herbst- und Osterurlaube an der Nordsee. 🌬Bei dem strömenden Regen war es nicht so leicht unserem Enkel Mattis ein Geburtstagsständchen zu singen. Aber wir fanden einen halbwegs geschützten Platz neben dem Supermarkt….. (Ohne WLAN geht es nicht.) ☔️Ein kleiner Spaziergang zur Mündung des Buller Rivers tat uns gut, auch wenn wir  danach völlig durchnässt waren. 😬Bei dem heftigen Wind war das Meer richtig aufgewühlt, riesige braune Wellen kamen uns entgegen. 🌊Am nächsten Tag erfuhren wir von Maya und Tobi aus Berlin, dass die schöne Küstenstrecke gen Süden zwei Tage lang gesperrt war, da sie an manchen Stellen aufgrund der starken Regenfälle nicht passierbar war. Gut, dass wir nicht drauf los gefahren sind.😇

Die beiden nutzten die Elternzeit um mit ihrer Tochter Lotte durch Neuseeland zu reisen. Wir trafen uns in diesen Tagen zufällig an verschiedenen Orten wieder, einfach nett! 😎

Als der Regen eine Pause machte und die Sonne wieder durch die Wolken kam, fuhren wir schnell zum Cape Foulwind. ⛅️Dort konnten wir zum Leuchtturm wandern und Seehunde in der Tauranga Bay beobachten. Hochwasser am Buller River und schäumendes Meer ließen das Wetter der vergangenen Tage erahnen. Abel Tasmann umsegelte als erster das Kap und nannte es Kap der Klippen. James Cook nannte diesen Ort jedoch Cape Foulwind, da er hier Pech mit den Windverhältnissen hatte. Wer hat sich da mal wieder durchgesetzt?! 🤔

Am nächsten Tag fuhren wir in Richtung Punakaiki, eine sehr schöne Strecke mit bewachsenen Felsen im Wasser. Unser Ziel waren die Pancake Rocks mit ihren Blowholes. Das Naturschutzgebiet wurde erst 1987 zum Paparoa National Park erklärt. Die bizarren Kalksteinformationen sehen tatsächlich ein bisschen so aus wie übereinander liegende Pfannkuchen. 🙂Flache Kalksteinschichten liegen, deutlich voneinander abgegrenzt übereinander. Wie es zu diesen Schichten kam, ist laut Infotafel nicht eindeutig geklärt. 🤔Wir schauten uns alles ausgiebig an und konnten uns nicht von dem Schauspiel trennen, das uns die Blowholes boten. 😎Tiefe Grotten und Höhlengänge, die durch die Brandung entstanden, lassen das Phänomen der Blowholes entstehen. Die Flut presst das Meereswasser mit hohem Druck in senkrechte und waagerechte Höhlengänge. Fasziniert warteten wir immer wieder auf die nächste heraustretende Fontäne. Zwischendurch beobachteten wir einige Möwen bei der Fütterung der Jungen. 🏞

Anschließend machten wir von unserem Parkplatz aus noch eine Wanderung in den Wald immer am Pororari River entlang. Hier konnten wir kurz einen endemischen Vogel (New Zealand Pigeon) betrachten, der leider wegflog, als er uns bemerkte.🐦

Weiter ging es nach Greymouth auf einen schönen Freedom Platz an der Copden Bridge. Diese alte Goldgräberstadt 💰hatte zu ihren besten Zeiten 50.000 Einwohner, jetzt sind es nur noch ca.13.000. Heute bestimmen Kohleabbau und Holzindustrie das wirtschaftliche Leben der Stadt. ⛏Mit einer hohen Mauer schützt sich die Stadt vor Überschwemmungen durch den Grey River, der hier ins Meer mündet. 👍

Auch der kleine Ort Hokitika liegt an einer Flussmündung (Hokitika River). Dass dieser Ort (4000 Einwohner) einmal zur „Gold-Hauptstadt“ avancierte und den viertgrößten Hafen Neuseelands besaß, ist für uns nicht mehr zu erkennen. 🤔Alle 10 Tage kollidierte hier ein Schiff mit einem anderen und kenterte; so groß war das Gedränge hier im Wasser.⛵️

Wir stärkten uns mit einer Whitebait Pattie, die zwar nicht sättigend aber lecker war. 😊Hokitika hat jedoch noch mehr zu bieten: Unzählige Läden verkaufen hier Schmuckstücke aus Greenstone (neuseeländische Jade), der hier an der Westküste gefördert wird. Ein Blick in die Werkstatt war erlaubt und interessant. Jede Form hat eine bestimmte Bedeutung. Wie schön, dass mein Geburtstag immer näher rückte! Wir ergriffen die Gelegenheit und suchten einen schönen Anhänger für mich aus. ☺️

Nun fuhren wir weiter nach Ross, wo wir wieder den Goldgräbern auf der Spur waren. Auf dem Water race way konnten wir so manches verrostete Teil bestaunen. Alte Wasserleitungen, ein Cottage und zwei „Höhlen“ sind mir in Erinnerung geblieben.🧐

Auf dem weiteren Weg zum Franz Josef Glacier hielten wir am Lake Ianthe. Der Wasserstand war so hoch, dass die Bänke im Wasser standen, also war dieser Platz für eine Übernachtung nicht geeignet. 
Eine kurvenreiche Strecke später kamen wir am Lake Mapourika an. Schneebedeckte Berge in der Ferne und ein blauer Himmel am See! Wir setzten uns ans Wasser und genossen den Sonnenuntergang, einfach herrlich! 🏔☀️

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