Vom Waikoropupu zur Tasman Sea

Nachdem wir das Cape Farewell bei stürmischem Wetter verlassen hatten, fuhren wir zurück in Richtung Takaka. Auf dem Weg hielten wir bei den „Te Waikoropupu Springs“ an, einer großen Frischwasserquelle. Hier sprudeln riesige Wassermengen aus der Erde heraus. „The World´s Largest Freshwater Spring“ lesen wir auf den Infotafeln. Mehr als 2 Milliarden Liter Wasser sprudeln hier täglich aus der Erde. 💧Das Phänomen der Quelle ist äußerst interessant, lässt sich aber nicht mit wenigen Worten erklären. Hohe Niederschläge in den Takaka Hills und poröser Kalkstein über einer Schicht aus Marmor spielen dabei eine große Rolle. 🤔
Wir hatten großes Glück, denn die Sonne warf ihre Strahlen auf das Wasser und ließ die Quellen in einem wunderschönen Blau leuchten. Das für die Maori heilige Wasser – wahi tapu – darf nicht berührt werden. Werner war völlig beeindruckt von der Stille und der Kraft dieses Ortes. Mich lud er zum Träumen ein. ☺️

Wie der Zufall es wollte, landeten wir an diesem Abend auf dem Freedom Platz „Pupu Springs Private Power Station“ und hatten den Platz in der Natur ganz alleine für uns. Wir genossen die Ruhe und ließen den spannenden Tag Revue passieren. 🌙

Bei der Wahl unseres Übernachtungsplatzes wussten wir nicht, dass uns am nächsten Morgen eine solch interessante Wanderung erwartete: Der Pupu Hydro Walkway ist in drei Etappen unterteilt. Zuerst kam die Kletterpartie auf den Hügel , danach die lehrreiche Etappe und zum Schluss ein langer Weg, der nicht mehr so aufregend war. 😉Oben auf dem Hügel wird ein Teil des Flusses Waikoropupu in ein Kanalsystem mit einem geringen Gefälle abgeleitet. An einer bestimmten Stelle wird das Wasser durch ein Rohr ins Tal geleitet und treibt dort mit voller Kraft die Turbine an. ⚙️Diese historische Anlage wurde auf Jim Bairds Initiative hin restauriert ⛏und ist voll in Betrieb. Wir fanden es beeindruckend. 😊

Auf dem letzten Teil der Wanderung lief uns ein Weka über den Weg, ein endemischer Vogel, der oft mit dem Kiwi verwechselt wird, aber einen viel kürzeren Schnabel hat. Viele verschieden Farne 🌿wachsen in dieser Gegend und unglaublich viele Fallen waren hier aufgestellt. 😳Darüber berichte ich später. 
Nach dieser spannenden Wanderung fuhren wir nach Takaka und aßen in einem hippen Lokal eine sehr leckere Fish-Chowder und tranken einen Cappuccino. 🍜🍮Werner: „Das war die beste Fischsuppe, die ich jemals gegessen habe.“ Nun lagen die Takaka-Hills wieder vor uns und mussten bewältigt werden, was diesmal ohne Probleme gelang. 😇Werner sagte heute (12.12.) übrigens, dass er diese Straßen vermissen wird. Tja, des einen Leid ist des andern Freud´. 😉
Die Sicht war sensationell – blaues Wasser, Berge….⛰☀️

Zwei Nationalparks liegen im Norden der Südinsel: Kahurangi National Park (der 2.größte NP Neuseelands) und Abel Tasman National Park. 🏞 Wir entschieden uns dafür den kleineren an der Tasman Bay liegenden NP zu erkunden, zumindest einen Teil davon. Der Tipp, den uns „unser“ Iwanowski (Reiseführer) gab, war goldrichtig. Der beste Startpunkt für Wanderungen ist der kleine Ort Marahau. 😊 Das passte alles wunderbar, denn in Motueka, wo wir nun zum zweiten Mal übernachteten, mussten wir ja um 7 Uhr den Platz verlassen.
So waren wir rechtzeitig auf den Beinen, um eine längere Wanderung zu unternehmen.⏰ In Marahau angekommen sahen wir Kayaks, die gerade in das türkisblaue Wasser gelassen wurden. Der Sand schimmerte goldgelb, ein Traum! 🚣‍♀️🚣‍♂️

Schnell buchten wir ein Wassertaxi bis Anchorage Hut, packten unsere Rucksäcke und fuhren um 10.30 Uhr mit dem Schiff los. Lustig war der Anfang unserer Schifffahrt, denn das Wassertaxi lag auf einem Trailer und wurde mit dem Traktor zum Meer gefahren. 🚜🚤Der Fahrer hatte Spaß auf dem Meer, er drehte richtig auf, fuhr Kurven und brachte das Boot in Schräglage, damit seine 12 Fahrgäste auch auf ihre Kosten kommen. Eine spannende Fahrt! 😎 Ein Halt bei den Tölpen und bei den Seehunden und schon war die Fahrt zu Ende. Die Zeit verging wie im Flug.

Nun hatten wir eine herrliche Wanderung bei strahlendem Sonnenschein vor uns. 👟👟Der Weg ging natürlich mal wieder bergauf, aber der Blick auf das Meer entschädigte uns für die Mühen. Die Sicht war so gut, dass wir sogar die Bryant Range auf der gegenüber liegenden Seite der Tasman Bay sehen konnten.⛰⛰ Es gab viele kleine Buchten, die zu einer Pause einluden. Wir stiegen zu Akersten Bay hinab und gönnten uns eine längere Pause. Es war wie Urlaub! 🏖Werner hatte das Glück, einen Tauhou (Silvereye) fotografieren zu können. Dieser Vogel lebt überall in Neuseeland, aber wir sind ihm nur zweimal begegnet. Auf der nächsten Etappe gingen wir schmale Wege durch einen „Urwald“ und sahen unterschiedliche Farne und viele Wasserfälle, einfach schön! Immer wieder trafen wir junge Leute auf dem Weg. 🚶‍♂️🚶‍♀️

Nach diesem wunderbaren Tag übernachteten wir wieder in Motueka, denn am nächsten Tag wollten wir zum Nelson Lakes National Park fahren. 🤗

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