Archiv für den Tag: 16. Februar 2016

Saguaro National Park

Als Kakteenliebhaberin – sie sind so schön stachelig – freute ich mich sehr auf die Saguaro – Kakteen, die wie Bäume in der Wüste Sonoras stehen. 🌵🌵🌵Schon auf der kurvenreichen Straße in die Berge sahen wir prächtige Exemplare. Zuerst statteten wir dem Arizona – Sonora Desert Museum einen Besuch ab. Hier konnten wir alle Tiere und Pflanzen der Wüste anschauen und erfuhren viel in dem anschaulichen Museum. 🙂  In der Natur sahen wir selten Tiere in der Wüste, da sie ja meist erst nachts aktiv werden.🌗

Trotzdem sahen wir das Tiergehege mit gemischten Gefühlen an, denn die Tiere waren nicht frei und wirkten traurig. Anders die Greifvögel – dachten wir! Mit Begeisterung fotografierte Werner Falken, Eulen und Habichte. Erst beim genauen Betrachten der Fotos sah Werner, dass alle Vögel einen Sender am Körper trugen… Im Vogelgehege sahen und hörten wir zum ersten Mal Kolibris – schnell wie der Blitz – und schon waren sie wieder weg! Der Flügelschlag klang wie ein Brummen und der Kopf leuchtete rot. Das war schon beeindruckend! 🙂 Natürlich haben wir uns auch die Klapperschlangen angesehen, denen wir in der Natur nicht unbedingt begegnen wollen. 🐍Ich frage mich immer, wie wir im Ernstfall ohne Funknetz Hilfe holen sollen.
Im Restaurant stärkten wir uns mit einer Pizza 🍕(auswärts leben wir ja sooo gesund 😉 ). Wir haben viel über die Wüste erfahren, werden aber vorerst kein zweites Tiergehege besuchen – auch nicht den großen Zoo in San Diego…

Am nächsten Tag fuhren wir gut gerüstet in den Saguaro N.P., picknickten in der heißen Sonne ☀️und wanderten einen schönen Weg, zuerst durch ein vertrocknetes Flussbett und dann hoch auf den Berg. Hier hatten wir eine tolle Sicht auf die Berge mit ihren Saguaro – Kakteen. 🌵Dieser Kaktus kann 200 Jahre alt werden, ist aber in der Wüste mit ihren Temperaturunterschieden, den Winden und Gewittern harten Bedingungen ausgesetzt. Auf der Suche nach kleineren, jüngeren Kakteen wurde ich nach und nach fündig. 😉

An diesem Abend übernachteten wir auf dem herrlichen Gilbert Ray Campground im Pima County. Während die Sonne am Tag so richtig brennt und das Wohnmobil aufheizt, kühlt es in der Nacht stark ab. 🌡 Wenn dann die Gasflasche in der Nacht verbraucht ist, wacht man bei 12,5° C morgens auf. 🛌 Gut, dass wir immer eine 2. volle Flasche in Reserve haben!  😉 Den nächsten Tag ließen wir ruhiger angehen und lasen in der Sonne ☀️– im Schatten war es zu kalt! Wir beobachteten Vögel, ein Streifenhörnchen, ein Kaninchen und sahen sogar Kolibris an uns vorbei schwirren, toll! 🐰🐿🐇
Bei unserer Abendwanderung kamen wir auf der Suche nach dem optimalen Saguaro –Foto im Abendlicht! bei den Tucson – Studios vorbei, die mit Westernmusik auf sich aufmerksam machten. 🙂  Hier wurden 30 Filme gedreht, teilweise auch Bonanza. 🐎🔫Leider war es zu spät, um noch hinein zu gehen. Auf dem Rückweg konnte Werner dann sein schönes Foto machen. 🙂 🙂 🙂

Auf nach Tucson!

Von Alamogordo ging es weiter nach Las Cruces. Dort wollten wir einen Spaziergang am Rio Grande machen, doch wo war er? Wir stellten fest, dass nur das trockene Flussbett zu sehen war. 🙁  Das Thema „Trockenheit“ sollte uns noch eine Weile begleiten.
Bei unserer Fahrt in Richtung Süden (Mesquite) kamen wir an Pecanplantagen vorbei. Die Bäume wurden gerade geschnitten. Der Boden war unglaublich trocken, so dass eine Windböe den Sand ins Gesicht pustete. 🌬Die Plantagen wurden natürlich bewässert. Auch dieses Thema sollte uns noch lange beschäftigen…💧

In Mesilla machten wir Halt und sahen uns den alten Ort mit vielen kleinen Souvenirläden an. Auch „Billy the Kid“ soll sich hier aufgehalten haben. 🔫  Auf dem früheren Marktplatz machten Studenten Musik und sammelten Geld für ihre Brass Band. Es herrschte eine fröhliche Stimmung. 🎺 Wir stärkten uns in einem Café mit einem Hamburger und machten uns wieder auf den Weg. Den Tipp, Mesilla zu besuchen, hatte uns Liz (Elisabeth) in Alamogordo gegeben. Liz kommt aus Wittlich und lebt schon viele Jahre in New Mexico. So treffen wir immer wieder deutsche Auswanderer. 😉

Nun fuhren wir lange Zeit durch die Steppe, vereinzelt grasten einige Rinder, weit in der Ferne waren Berge zu sehen. ⛰ Kurz bevor wir in den Staat Arizona fuhren, erblickten wir eine „Ghost Town“. Einige Häuser, ein Laden und sogar der Galgen waren zu sehen. Gespenstisch! 😉
Die Fahrt durch Arizona –The Land of Enchantment – war zunächst staubig. Eine Warnung: „Blowing dust!“ war immer wieder zu lesen. Danach wechselten sich Pecan–, Walnuss– und Weinplantagen ab. Der interessantere Teil begann mit den Bergen, der Texas Canyon (rote Felsblöcke) war traumhaft schön, aber wieder einmal gab es keine Haltebucht und die wenigen Raststätten waren alle geschlossen!!! 🙁  Bei starkem Wind 💨erreichen wir den Catalina State Park nördlich von Tuscon am Mt. Lemmon. Hier sehen wir die ersten großen Kakteen – Saguaros 🌵 – einfach toll! In der Nacht bringt ein heftiger Wind Regen und Hagel 🌧und einen Temperatursturz. 🌡Ich bilde mir ein, dass das Wohnmobil wackelt…

In Tuscon hatten wir zwei Vorhaben: Eine Sensorreinigung der Kamera und den Besuch des Saguaro National Parks. Endlich hatten wir einen Nikon– Service gefunden – ein Tipp von einem Fotografen in Alamogordo. Das Fotografieren mit einem verschmutzten Sensor macht einfach keinen Spaß! 😉 Nun war Werner einen ganzen Tag lang ohne Kamera unterwegs – ganz komisch! Seine zweite Kamera hatte schon im Dezember ihren Geist aufgegeben, so dass er ständig die Objektive wechseln muss, um diese tollen Fotos zu machen. Ohne Kamera 📷in den Saguaro N.P. zu fahren – daran brauchten wir gar nicht zu denken!!!

Da war es doch schön, dass in Tuscon noch ein anderes Event stattfand und zwar die „Tuscon Gem & Jewelry Show“ ( die weltgrößte Edelsteinmesse). 💍Hier trafen sich Händler aus aller Welt und boten ihre Waren an. Die Ausstellungszelte waren auf ganz Tuscon verteilt. Wir staunten nicht schlecht, als wir die riesigen Steinbrocken aus den verschiedensten Materialien auf dem Außengelände sahen. Wie sind diese schweren Container alle hierher gekommen? Filigraner ging es im Innenbereich zu, wo die schönsten Edelsteine angeboten wurden, manche in Rohform, manche abgerundet und andere wunderschön geschliffen! 🙂 Das große Angebot verschlug uns den Atem, ganz zu schweigen von den Preisen! Eine „Kleinigkeit“ hätten wir gerne gekauft, aber die Entscheidung fiel einfach zu schwer, schade! 💍Wir lernten viel über Mineralien, bestaunten Fossilien, deren Echtheit Werner zum Teil anzweifelte und trafen einen deutschen Firmeninhaber aus Idar-Oberstein. Er verkaufte die Erfindung seines Mitarbeiters, einen speziellen Bohrer, der reißenden Absatz fand. Sascha Hilles war begeistert von der Messe – die Leute liefen nicht in Schlips und Kragen herum. 😉