Arizonas Norden

Am 10.5. setzten wir unsere Fahrt fort. Zehn Tage später wollten wir uns in Kayenta mit Lore und Heinz treffen und einige Nationalparks gemeinsam besuchen. 😀Also fuhren wir über Flagstaff zum Petrified Forest NP, schauten uns im Mesa Verde NP um, um dann zum Treffpunkt zu fahren. Das war der Plan.
Unser Weg führte uns einige Meilen durch das Land der Navajos. An vielen Haltebuchten verkauften die Natives Schmuck, Traumfänger und Tonwaren. Als wir mit einem älteren Herrn ins Gespräch kamen, erfuhren wir, dass er in Vietnam im Krieg war und diese Zeit im Leben nicht vergessen kann. Es kam ihm vor, als ob er gestern dort gewesen wäre, sagte er…

Am Little Colorado River Gorge (Tribal Park) mussten wir einen selbst gewählten Eintritt bezahlen (Donation), um einen Blick in die Schlucht zu werfen. Da es sehr heiß war, blieben wir nicht lange dort und setzten unsere Reise fort. ☀️☀️☀️

Bevor wir Flagstaff erreichten, machten wir einen kleinen Abstecher und fuhren die „Scenic Route 545“, wo uns gleich zwei Sehenswürdigkeiten erwarteten. Im „Wupatki Natinal Monument“ schauten wir uns Pueblo – Ruinen an verschiedenen Stellen an. Am Visitor Center konnten wir eine Siedlung mit Versammlungsplatz, Ballplatz und einem „Blowhole“ besichtigen. Es war sehr interessant zu lesen und zu sehen, wie die Hopi/Zuni es geschafft haben, hier in dem Wüstenklima zu leben. 🤔Auch um 17 Uhr war es noch unglaublich heiß. Da bot das „Blowhole“ eine willkommene Abkühlung, denn es strömte kühle Luft aus dem Loch. Durch den unterschiedlichen Luftdruck/Temperaturunterschied über und unter der Erde findet an dieser Stelle ein Luftaustausch statt. 🌬

Am „Viewpoint: Painted Desert“ ließen wir die Farbenpracht der Gesteine auf uns wirken, bevor wir uns wieder auf den Weg machten. Dass wir an diesem Abend durch ein riesiges Vulkangebiet fahren, wussten wir vorher nicht. Es war ein unglaubliches Erlebnis den „Sunset Crater Vulcano“ zu erleben. 🌋 1Bill. Tonnen Lava spuckte der Vulkan vor langer, langer Zeit und bedeckte eine Fläche von 2000 km2 mit Lava. Voller Ehrfurcht gingen wir den Trail (1,6 km) am Fuße des Vulkans. Spannend, wie viele Lavabrocken in den verschiedensten Größen zu sehen waren! 😊
Als wir auf der Fahrt zur Fireroad 545 (Übernachtungsplatz) an ganzen Hügeln voller schwarzer Lavasbrocken vorbei kamen, war klar, dass wir am nächsten Morgen noch einmal in dieses faszinierende Gebiet fahren. An vielen Stellen entdeckten wir Blumen, Gräser und Bäume, die wieder Leben in dieses Gebiet brachten. 🌾🌱
Wer den Trail verließ, war der Gefahr ausgesetzt, dass die Lavabrocken unter dem Gewicht nachgaben…😳

Unser nächstes Ziel war ein günstiger Campground mit Strom und Wifi. Wenn da nicht immer diese Schilder mit unerwarteten Sehenswürdigkeiten wären! 😉
„Meteor Crater“ lasen wir auf einem Schild, als wir auf der Interstate 40 gen Osten fuhren. Wir hatten schon von dieser Landmark gehört und wurden neugierig. Mit einem Eintritt von 16$ pro Person waren wir dabei und durften zum Crater Rim hinaufgehen und alles bestaunen. 😀
Vor 50.000 Jahren schlug ein Meteor hier ein und hinterließ einen riesigen Crater. Das Gestein wurde in die Luft geschleudert, der Meteor verdampfte zum Teil und kleinste und etwas größere Teile wurden später im Umkreis und unter der Oberfläche gefunden. Diese „Landmark“ war früher im privaten Besitz und wird nun als öffentliche Stiftung geführt. Interessant ist, dass alle Apollo- Astronauten im METEOR CRATER umfangreich ausgebildet wurden. 🚀

Am Campground angekommen, machten wir uns sofort an die „Arbeit“, schrieben, suchten Bilder aus und beschrifteten sie. 💻Nebenbei nutzten wir die „Laundry“ und das alles in der Hitze! Um 19.30 Uhr zeigt unser Thermometer noch 31°C an. 🌡

Am 13.5. fuhren wir in den NP Painted Desert /Petrified Forest. Beeindruckend waren beide Teile des Parkes, denn wieder wurden wir gedanklich in die Vergangenheit versetzt, in der Dinosaurier die Landschaft prägten.
Eisen verleiht dem Sandstein die verschiedensten Farben – rot, braun und orange in Verbindung mit Sauerstoff – ansonsten blau, grau und lila – Painted Desert! 😀

Wir fuhren die 26 Meilen lange Strecke durch den NP, hielten an vielen Aussichtspunkten an und gingen einige Trails. Wie immer wurde die Zeit zum Schluss knapp, aber wir konnten uns die „Giant Logs“ noch in Ruhe vor Sonnenuntergang ansehen. 😇
Die versteinerten Bäume starben vor ca. 216 Millionen Jahren, fielen in den Fluss und wurden dort im Laufe der Jahre mit Sand, Vulkanasche etc. bedeckt. Mineralhaltiges Grundwasser drang in den Baum ein, Quartzkristalle verbanden sich mit den Zellen und ersetzten das organische Material. 🤔

Während die Baumstücke von außen unscheinbar aussehen, werden sie als Baumscheibe poliert zu einem Schmuckstück. Im Souvenirladen wurde „Petrified Forest“ in jeglicher Größe, Schönheit und Preislage angeboten. 😉Nach langem Überlegen und Suchen kauften wir uns eine Baumscheibe, die einen gebührenden Platz erhalten wird. ☺️
Wer hätte gedacht, dass wir direkt hinter dem Parkausgang einen kostenfreien Campground finden würden?! Er lag direkt bei den Souvenirläden – sicher kein Zufall! 🤑

Wieder haben wir ein kleines Wunder der Erde gesehen, das uns sehr beeindruckt hat.
😀😀😀

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